Hochkarätige Diskussionsrunden auf der Frankfurter Buchmesse Der Weltempfang - politisch, kontrovers, international

Eben noch im Visier der Staatsanwaltschaft, jetzt auf der Buchmesse: Blogger Markus Beckedahl (netzpolitik.org) wird in Frankfurt in der Podiumsdiskussion: „Grenzenloses Web – grenzenlose Kommunikation? Eine Anleitung für den ‚Global Citizen‘“ auftreten. Gastgeber ist „Der Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Dialog“, ein Kooperationsprojekt der Frankfurter Buchmesse und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

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In der Podiumsdiskussion „Die Stimmen des Schweigens“ kommt der iranische Friedenspreisträger Navid Kermani ins Gespräch mit seinen Kollegen Amir Hassan Cheheltan und Fariba Vafi.

Inmitten der Halle 3.1 (Stand L 25) nehmen unter dem Dachthema „Grenzverläufe“ Schriftsteller, Außenpolitiker, Journalisten und Wissenschaftler Stellung zu den brisanten Themen unserer Tage wie Flucht und Vertreibung, religiöse Konflikten und Extremismus. Die Besetzung ist hochkarätig: So moderiert der Frankfurter Journalist Michel Friedman eine Diskussion zum Thema „Grenzen in Zeiten von Flucht und Vertreibung“ mit dem irakischen Schriftsteller Najem Wali und dem Nahost-Experten Prof. Dr. Udo Steinbach.

In der Podiumsdiskussion „Die Stimmen des Schweigens“ kommt der iranische Friedenspreisträger Navid Kermani ins Gespräch mit seinen Kollegen Amir Hassan Cheheltan und Fariba Vafi.

Teil des Weltempfangs ist das Buchmesse-Projekt Frankfurt Undercover – ein Zusammenschluss rund 20 internationaler Autoren, die unter dem Vorsitz der dänischen Schriftstellerin Janne Teller ein „Kompendium der Ideen“ zum Schwerpunkt „Borders & Barriers, Cultures & Crossroads: How to Counter Extremism“ erarbeiten werden.

„Gerade in den vergangenen Wochen hat das Thema Grenzverläufe eine immense, in den meisten Fällen leider traurige Brisanz erlangt: Die vielen politischen und militärischen Auseinandersetzungen und kriegsähnlichen Zustände in Ländern wie Afghanistan, der Ukraine oder Syrien, und damit verbunden die Flüchtlingsströme in Richtung Europa führen dazu, dass neue, vielfältige Abgrenzungsräume entstehen“, sagt Tobias Voss, Projektleiter Weltempfang bei der Frankfurter Buchmesse. „Verständnis, Dialog und Diskussion gehören genauso zu diesem Prozess wie Spannung, Reibung und Konflikt. Im Weltempfang versuchen wir, die gesamte Bandbreite des Themas mit all seinen Widersprüchlichkeiten abzubilden.“

Die Frankfurter Buchmesse ist mit 7.100 Ausstellern aus über 100 Ländern, rund 270.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 9.300 anwesenden akkreditierten Journalisten die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche.