Trotz Krieg und Krisen Die Welt trifft sich auf der Frankfurter Buchmesse

Eurokrise, regionale Kriege, politische Umwälzungen, Konsolidierung: Die internationalen Buchmärkte sind vom Tagesgeschehen in Politik und Wirtschaft unmittelbar betroffen. Vor diesem Hintergrund fördert ein Blick auf die internationale Beteiligung an der Frankfurter Buchmesse (14.-18. Oktober 2015) Überraschendes zutage.

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Die internationalen Buchmärkte sind vom Tagesgeschehen in Politik und Wirtschaft unmittelbar betroffen.

Ein Blick auf die ausstellenden Länder zeigt, dass gerade die Regionen, die von Wirtschaftskrisen und von politischen Konflikten stark betroffen sind, in Frankfurt Flagge zeigen: Griechenland und die Ukraine sind mit großen Nationalständen auf der Buchmesse vertreten. Aus Syrien reisen trotz des anhaltenden Bürgerkriegs mehrere Aussteller an, ebenso aus dem von ethnischen Konflikten belasteten Nigeria.

Dynamik in die Region Südostasien bringt der Ehrengastauftritt Indonesiens: Aus Malaysia, Singapur und Thailand kommen mehr Aussteller als im vergangenen Jahr nach Frankfurt. Hervorzuheben sind ebenfalls die Standvergrößerungen der Länderstände Vietnams (plus 167 Prozent) und Singapurs (plus 33 Prozent). Neu hinzugekommen ist der philippinische Nationalstand.

Signifikantes Wachstum verzeichnet die Frankfurter Buchmesse auch in einzelnen Ländern Lateinamerikas. Brasiliens Nationalstand ist um 39 Prozent gewachsen. Am argentinischen Gemeinschaftsstand sind 13 Aussteller mehr als im vergangenen Jahr angemeldet. Der mexikanische Auftritt wird durch den neuen Stand des mexikanischen Bildungsministeriums ebenfalls vergrößert.

Auch bei den fünf größten Nationalständen macht sich der Ehrengasteffekt bemerkbar: Frankreich, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2017, und der diesjährige Ehrengast, Indonesien, haben ihre Präsenz deutlich ausgebaut. Der indonesische Gemeinschaftsstand ist auch durch zahlreiche Ableger gewachsen – unter anderem in der Gourmet Gallery, in den Bereichen Kunst und Comic sowie am Hot Spot Education. Ebenfalls vergrößert haben die USA (Steigerung um drei Prozent) die Türkei (Steigerung um fünf Prozent) und die Schweiz. Hier ist ein Ausstellerzuwachs von zwei Prozent zu verzeichnen.

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