Brille Google Glass soll wasserfester werden und faltbarer

Angetreten, die Welt des Filmens und Fotografierens zu revolutionieren, ist Google Glass mittlerweile das ungeliebte Kind im Google-Stall. Es will und will einfach nicht laufen lernen. Und es wird auch nicht geliebt. Im Gegenteil. Weltweit hagelt es Kritik von Datenschützern, aber auch von Verbrauchern, die Sorge haben, vom Kloogang bis zum Restaurant-Besuch überall heimlich abgefilmt zu werden.

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Ist immer noch von seiner Idee Google Glass begeistert: Sergey Brin, Co-Gründer von Google. Hier bei einer Präsentation 2014.

Jetzt macht Google einen neuen Anlauf, um Google Glass doch noch unter die Leute zu bringen. Helfen soll dabei, dass die Google Brille künftig als wasserdichtere Version angeboten wird. Ob das Google Glass doch noch zum Verkaufsschlager macht, bezweifeln derzeit einige, schließen es aber auch nicht aus.

Dabei hatte sich Sergey Brin, Google Co-Gründer und sportbegeisterter Vater von Google Glass wirklich viel Mühe gegeben: Er ließ coole Männer aus Flugzeugen springen, die vormachten, wie sie mit Google Glass ihren eigenen Absprung filmisch dokumentierten. Er bat die deutsch-amerikanische Star-Modedesignerin Diane von Fürstenberg darum, Google Glass ein schickes Design zu verpassen. Dann wendete er sich an die Design-Könige von Ray Ban und gab ihnen den Auftrag, Google Glass modern und fesh zu machen. Doch bislang half all das nicht viel.

Dabei war sogar das wichtigste Werbegesicht von Google Glass, Amanda Rosenberg, eine Google-Mitarbeiterin, sogar seine Muse. Ob sie es heute noch ist, ist unbekannt. Durch die Gazetten waberte kürzlich dafür, dass er sich nun offiziell von seiner Lebenspartnerin und Ehefrau seit 2007, Anne Wojcicki, getrennt habe. Das Paar war immerhin 17 Jahre, seit 1998 zusammen.

Doch ob attraktive Google Glass-Models oder Flugzeug-Springer: Das Teil liegt bis heute wie Betonblei im Keller von Google. Außer einige Freaks, die gerne angeben möchten, konnte sich bislang kaum einer für die durchaus innovative Digitalbrille begeistern. Erst 2014 hatte Sergey Brin in einem etwas kuriosen Auftritt noch einmal vor einem großen Publikum versucht, den Menschen Google Glass schmackhaft zu machen (Bild).

Google Glass nun wasserdichter zu machen - nicht bekannt ist, ob sie wirklich wasserdicht ist - klingt zumindest als pfiffiger Schachzug. Millionen Urlauber könnten so möglicherweise die lästigen klobigen Wasserfotoapparat künftig zu Hause lassen und etwas eleganter vom Schnorcheln oder Tauchen nette bunte Unterwasserbilder mitbringen. Derzeit läuft das Projekt wasserdichte Google Glass in dem größten und mächtigsten Internetkonzern der Welt unter dem Namen Google Glass EE (Enterprise Edition).

Nicht klar ist allerdings bislang, ob die neue Google Glass tatsächlich komplett wasserdicht ist und wann die zweite Generation von Google Glass auf den Markt kommt. Eines dürfte dabei von zentraler Bedeutung sein: Das Image der Träger. Ein Glasshole zu sein, sollte Google also schleunigst los werden. So bezeichnen Kritiker Träger von Google Glass.