Neu! SATURN senkt Preis für iRobot Roomba 880 Putzroboter von 699 Euro auf 599 Euro

Die gilt zumindest in einer Filiale, wahrscheinlich aber in ganz Deutschland. Das Angebot scheint ab Mittwoch den 8. Juli 2015 zu gelten und deutet gleichzeitig darauf hin, dass bald der nächste iRobot kommt.

Der iRobot Roomba 880 überzeugte nicht nur Stiftung Warentest, sondern auch netz-trends.de. Hier befreite er mühelos den Balkon von kleinen Steinchen und bretterte dann über die Balkontüre problemlos aber vorsichtig ins Wohnzimmer, um dort weiter zu putzen. Aber der Preis ist immer noch unverhältnismäßig hoch.

Wie wir erfahren haben, wird die zur Metro Group gehörende Unterhaltungs-Kette Saturn den Preis für den ausgezeichneten automatischen Staubsauger iRobot Roomba 880 von derzeit 699 Euro auf 599 Euro senken.

Das ist zwar immer noch teuer, doch sind solche Preise bei diesen kleinen intelligenten Putz-Robotern auch gut acht Jahre nach dem ersten Putz-Roboter leider eher üblich, als die Ausnahme. In einem Test der Stiftung Warentest (2/2015, Seiten 72/73) konnten nur zwei Putz-Roboter die Tester überzeugen. Das war der iRobot Roomba 880 mit der Note 2,4 und der Vorwerk Kobold VR 200 für saftige 750 Euro mit der Note 2,1.

Auf dem dritten Platz der Stiftung Warentest landete der LG VR6270LVMB mit der Note 2,7 (bei einem mittleren Preis von 510 Euro). Den vierten Platz belegte der Samsung Navi-Bot VR10F71 (Note: 2,8), Platz fünf geht an den Miele Scott RX1 (Note: 3,3), Platz sechs belegt bei Stiftung Warentest der Dirt Devil Navigator M608 (Note: 4), mit Platz sieben muss sich der Vileda Relax Cleaning Robot begnügen (Note: 5).

Die Stiftung Warentest schrieb über den iRobot 880 in ihrem Urteil: "Ordentlich. Reinigt insgesamt gut, schwächelt aber etwas bei der Staubaufnahme von Teppichböden. Zufällige Navigation mit guter Flächenabdeckung, überwindet Hindernisse sehr gut."

Auch im Test von netz-trends.de überzeugte der iRobot 880. Er kletterte sogar über eine niedrige Schwelle der Terrrassentüre, konnte sogar mehrmals die Bodenfüße (Stange) eines Wäscheständers relativ mühelos überwinden, nur einmal verfing er sich und es musste nachgeholfen werden. Wer sich frei macht von dem Gedanken, ein Putzroboter von der Form einer Fliegenden Untertasse würde eine Wohnung oder Terrasse zu 100% krümelfrei und staubfrei machen, wird mit iRobot 880 große Freude haben. Denn die Wohnung ist nach dem Reinigungsgang in der Tat letztlich sauber. Voraussetzung:

Wer zum Beispiel Kinder hat, die in eine Ecke der Wohnung eine kleine Schaufel Sand kippen, da kapitulierte unser iRobot Roombo 880 auch beim dritten Anlauf. Zwar wurde das kleine Häufchen immer etwas weniger, aber von sauber konnte auch nach dem dritten Durchgang keine Rede sein. Doch ganz ehrlich: Wann hat man schon eine Schaufel Sand in allen Ecken des Hauses. Da muss dann halt ergänzend doch mal der starke Staubsauger und nicht der kleine Putz-Roboter ran.

Nur bei einer Schaufel Sand in der Wohnung muss der klassische Staubsauger ran

Wir schätzen, dass der von uns in einer größeren Wohnung mit Parkett-Boden und Fließen im Bad, sowie üblichen Balkonplatten getestete iRobot Roomba 880 gut 90% des Schmutzes auf Parkett oder Laminat mühelos wegfegt mit seinem kleinen sich drehenden Pinzel. Der Schmutz wird wiederum über zwei kleine Gummiwalzen in den Schmutzbehälter eingesogen.

Nur an dieser kleinen Ladung generell schwierig aufzuputzendem Sand biss sich der iRobot Roomba 880 auch nach drei Putzdurchgängen die Zähne aus. Es wurde weniger, aber nicht sauber. Aber mal ganz ehrlich: Wenn Kinder nicht gerade täglich schaufelweise Sand in die Wohnung schleppen, ist dieses Putz-Makel (noch) beim derzeit besten iRobot hinnehmbar. Spätestens in fünf Jahren - im Jahr 2020 - erwarten wir aber, dass ein Roboter auch das problemlos zu einem akzeptablen Preis wegbekommt.

Das heißt: Wem es lästig ist, alle sieben Tage die ganze Wohnung komplett zu staubsaugen, für den ist der iRobot 880 eine ideale intelligente Haushaltshilfe, die mittels Sensoren gut erkennt, wo ein Hindernis ist und wo man putzen kann. Das runde Gefährt ist rundum mit weichem Gummi versehen und reagiert auf Grund von Sensoren sofort, wenn er auf ein Hindernis stößt.

Den Vorwerk Kobold VR200, welcher in Stiftung Warentest noch einen Tick besser abschnitt, als der iRobot 880, tadelte jedoch ein Autor der Süddeutschen Zeitung (SZ) in einem Beitrag am 21./22. März 2015: "Selbst mit der angebrachten Nachsicht muss man aber sagen: Die Bewegungsabläufe des Kobolds wirken ziellos, er muss tagsüber oft stundenlang ruhend Energie tanken, behauptet viel zu früh, voll zu sein, ist teuer und lässt immer ein paar Brösel liegen. Ein kleines Kind haben wir schon. Und das ist ungleich lustiger als der Saugenichts."

In geradezu krassem Gegensatz steht dazu die Meinung der Stiftung Warentest: Sie schreib über den Vorwerk Kobold VR200: "Reinigt am besten, navigiert gut. Überwindet Hinternisse sehr gut. Säubert dicht an Kanten und in Ecken. Programmieren am Gerät und Wahl einer separaten Startzeit für jeden Tag möglich. Etwas kleines Display, aber übersichtliches Menü. Raum abgrenzen magnetisch… Schwerster im Test."

Das weitere Urteil zu iRobot 880, welcher seit Monaten zu fast 700 Euro verkauft wird und bei Saturn auf rund 600 Euro ab Mittwoch heruntergesetzt wird (ob flächendeckend in ganz Deutschland wissen wir nicht), ist zu sagen: In einigen Ecken hat er gut geputzt, in anderen liegen noch ein paar kleine Brösel. Da wir aber von Anfang an uns selbst zum Maßstab gesetzt haben, die Wohnung sollte mindestens deutlich sauberer sein, als sie war, also mindestens 90% Sauberkeitsgrad erreichen, müssen wir sagen: Dieses Ziel ist erreicht worden.

Klar, Luft nach oben ist noch immer, aber unterm Strich sind wir froh, endlich das lästige Staubsaugen zumindest zu 80% vom Hals zu haben. Jetzt überlegen wir, ob wir noch ergänzend einen kleinen Wisch-Roboter kaufen sollen.

Denn eines ist auch klar: Bevor wir vier Wochen lang nicht staubsaugen, da wir keinen Bock darauf haben, ist so ein Staub-Roboter oder Wisch-Roboter allemal die deutlich bessere Alternative, als wochenlang beim Anblick von Staubflusen in den Ecken und Brotkrümeln in der Küche gestresst zu werden, ganz nach dem Motto: Eigentlich müsse ich ja heute endlich mal wieder staubsaugen.

Trotz der errungen Staubsauger-Leistungen der kleinen Putzroboter von iRobot oder Vorwerk, so gilt doch auch für die Testsieger: Wer Preise von über 500 Euro aufruft, der muss auch in den nächsten Jahren deutliche Leistungssteigerungen zeigen, andernfalls sind die Teile spätestens in fünf Jahren wirklich komplett überteuert. In Zeiten selbstfahrender Autos von Audi, Mercedes-Benz, BMW oder Google dürfte es nicht zu kompliziert sein, endlich einen Staubsauger-Roboter zu bauen, der auch aus allen Ecken und allen Kanten, sofern dort nicht Kabel herumliegen, erst Recht in der Fläche, tadellos den Schmutz zu beseitigen. Die Messlatte sollte in fünf Jahren also keine Wohnung sein, die 90% mit Hilfe der Fliegenden Untertassen gesäubert wird, sondern eine Wohnung, die mindestens zu 98% gesäubert wird.

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