Apple Maps: Kartendienst kooperiert mit Booking.com und TripAdvisor


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Apple hat seiner Kartenanwendung "Maps" ein kleines Update spendiert. Ab sofort werden nun auch Hotel- und Restaurantbewertungen der beiden Portale Booking.com und TripAdvisor angezeigt. Bislang setzte Apple ausschließlich auf Empfehlungen von Yelp. Mit seinen neuen Partnern möchte der Kultkonzern aus Cupertino den Funktionsumfang seines Kartendienstes erweitern. Dadurch kann die Apple-Anwendung auch im Wettbewerb mit Google Maps wieder einige Punkte gutmachen.

Apple integriert Bewertungen von Booking.com und TripAdvisor

Seit dem Launch der Karten-App im Jahr 2012 ergänzte Apple sein Angebot mit Kundenrezensionen von Yelp. Doch das Portal wird hauptsächlich in den Vereinigten Staaten genutzt. Die Folge: zu wenig Bewertungen für Hotels und Restaurants außerhalb der USA.

Um dieses Manko zu beheben, holte sich Apple jetzt zwei weitere Bewertungsportale mit an Bord, wie der Technik-Blog macrumors.com berichtet. Neben Yelp greift die Map-App nun auch auf Kundenrezensionen von Booking.com und TripAdvisor zurück, die vor allem bei internationalen Hotels und Restaurants Verwendung finden sollen. In Sachen Funktionalität kommt Apple dem Platzhirsch Google Maps damit endlich ein Stück näher.

Ein erster Test des erweiterten Kartenservices verlief für den Raum Leipzig ohne Probleme. Hierzu wurde nach dem InterCityHotel Leipzig gesucht. Dabei zeigte die Anwendung nicht nur über 1900 Bewertungen der Buchungsplattform Booking.com an, sondern teilte auch Kontaktinformationen, Adressen und Hotelfotos mit dem Nutzer.


Holpriger Start für Apples Karten-App

Bis zum Jahr 2012 war Google Maps als Kartendienst in iOS implementiert. Seit der Software-Aktualisierung auf iOS 6.0 hatte Apple die Google-Anwendung durch seinen eigenen Dienst "Maps" ersetzt. Besonders gut kam die neue Applikation aber nicht an. Kunden beklagten sich über fehlende Ortsangaben, falsche Städtenamen und unpräzise Richtungsanweisungen.

Das Unternehmen zog aus dem Vorfall weitreichende Konsequenzen und entschuldigte sich öffentlich für den holprigen Start seines Kartendienstes. Auch der verantwortliche Manager für die Map-App, Richard Williamson, musste seinen Posten räumen, wie die Onlineausgabe von Forbes im November 2012 schrieb.

Mittlerweile wurde die App kontinuierlich verbessert. Erst im Februar dieses Jahres hatte Apple die Kartenanwendung um einen Echtzeitmodus erweitert. Dadurch wird den Nutzern zum Beispiel ermöglicht, die genaue Uhrzeit auf dem Londoner Wahrzeichen Big Ben zu sehen.

Zudem wurde auch die Flyover-Funktion mit neuen Sehenswürdigkeiten und Städten ergänzt. Des Weiteren startete der Technik-Riese seinen Dienst "Apple Connect" in Deutschland, mit denen Kleinunternehmen ihre Standortdaten in der Karten-App aktualisieren können.

Laut macrumors.com möchte der Kultkonzern seinen Kartendienst noch weiter ausbauen. Unter anderem arbeite Apple an einem ähnlichen Dienst wie Google Street View für seine Map-App.