Taxi-Dienst Uber will 1 Mio Jobs für Frauen schaffen

Die "Ride-hailing company" Uber dokumentiert mit den angestrebten zusätzlichen Uber-Jobs großes Wachstum auf welches das in San Francisco beheimatete Unternehmen baut. Bereits heute, heißt es von Seiten von Uber, habe man gut 160.000 Fahrer unter Vertrag, wovon 14% Frauen seien.

Uber setzt auf Frauen.
Bild: Uber

Die Taxi-Alternative Uber – eine auch in deutschen Großstädten angebotene Fahrdienst-App – möchte in den nächsten fünf Jahren eine Millionen Jobs für Frauen schaffen.

Insgesamt ist Uber bislang in 55 Staaten in über 270 Städten mit unterschiedlichen Fahrdiensten für private Verbraucher aktiv und möchte weiter expandieren. So gibt es beispielsweise Uber Taxi (zum Beispiel in Berlin), aber auch Uber Black, Uber SUV oder Uber Lux.

Uber sorgte in den vergangenen Monaten weltweit in positiver wie negative Hinsicht für Schlagzeilen. Positiv wird vermerkt, wonach Uber zu den beliebtesten Startups von Investoren derzeit gehört. So konnte Uber seit seiner Gründung im Jahr 2009 über 10 Milliarden US-Dollar an Risiko-Kapital aufnehmen und blickt auf einen geschätzten Wert von über 40 Milliarden Dollar.

Negativ wird vermerkt, dass Uber bislang nicht immer glücklich agierte. In Frankreich geriet das Unternehmen beispielsweise wegen einer "hot chicks"-Kampagne nicht gut in die Schlagzeilen. Mit lasziv posierenden Frauen hatte Uber versucht, das weibliche Geschlecht als Fahrerinnen zu begeistern.

Eine große Baustelle für Ubers CEO Travis Kalanick ist zudem nach wie vor Deutschland. Denn Uber Deutschland kämpft hierzulande an zahlreichen Fronten: viele Städte machen sich in Deutschland mit der Taxi-Lobby gemein und versuchen künstlich die hohen Taxipreise in Deutschland zu halten. Dabei gilt: Weltweit sind Fahrdienstleistungen fast nirgends so teuer wie in Deutschland. Selbst in New York City kann günstiger Taxi gefahren werden als in Deutschland. Uber kann zwar bereits in einigen deutschen Großstädten genutzt werden - wird aber noch mit zahlreichen unwirtschaftlichen Auflagen drangsaliert, zu welchen Uber sowohl von Gerichten wie Stadträten einiger Kommunen gezwungen wird. Das Nachsehen haben die Verbraucher, die auf weniger Wettbewerb zurückgreifen können.

Die Argumente der Taxi-Lobby gegen Uber lauten: Uber habe keine ausgebildeten Fahrer, weshalb man ein Versicherungsproblem bei der Kundschaft sehe. Dem entgegnete allerdings Uber, wonach man mit einem großen Versicherungskonzern alle seine Fahrgäste für potentielle Unfälle abgesichert habe. Allerdings sagte Uber nicht, welcher Versicherungskonzern im Notfall gegebenenfalls die Haftung übernehme.

Doch auch innerhalb der Taxifahrer gibt es in Deutschland große Meinungs-Unterschiede - und zwar sowohl zwischen Fahrern, als auch zwischen Fahrern und Taxiverbänden, die bei weitem nicht alle Taxifahrer vertreten. In einem Gespräch mit netz-trends.de sagte beispielsweise ein türkischer Taxifahrer aus Berlin, er sei "sehr glücklich" dass es Uber in Berlin gebe. So habe er innerhalb von 2 Monaten 200 bis 300 zusätzliche Kunden erhalten, wobei die meisten Touristen gewesen seien, welche über die Uber App ein Uber Taxi in Berlin bestellt hätten.

Der jetzt bekannt gewordene angestrebte hohe Anteil an Frauen unter den Uber-Fahrern beruht auch auf einer Zusammenarbeit mit dem UNO-Programm "UN Women". Innerhalb der Arbeitsgruppe UN Women - auf Deutsch "UN Frauen" - soll in den nächsten Wochen diskutiert werden, wie weltweit Frauen am besten als Fahrer für Uber rekrutiert werden können, teilte Salle Yoo von Uber gegenüber der US-Zeitung USA Today mit.