Apple Watch: Abgekupfert im Design? Smartwatch Konkurrenten

Fakt ist: Längst sind auch Konkurrenzprodukte etabliert und geschätzt: "Ich habe seit bald zwei Jahren die Sony Ericsson Smart Watch und bin damit super zufrieden", sagt beispielsweise ein Verkäufer von Mediamarkt. Die Uhr sei, wie es auch im Falle der Apple Watch der Fall ist, über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. So könne er via Headset beispielsweise Kundengespräche entgegennehmen, sehen wann ihm Freunde eine E-Mail oder SMS geschrieben hätten oder installierte Apps nutzen. Für ihn ist klar:

Foto: apple.com

Zuerst ließ sich die Apple Inc. lange Zeit, um im Markt der digitalen Uhren, der Smart Watches, welche mit Smartphones kommunizieren können, einzusteigen. Und nun kommt bei vielen die Ernüchterung: Wirklich Revolutionäres ist mit der Apple Watch ("Apple Uhr") im Vergleich zu Konkurrenzprodukten eher nicht zu erwarten. Hinzu kommt: Die Neue Zürcher Zeitung schreibt, wonach die neue Apple Uhr von anderen Uhren im Design möglicherweise geklaut habe.

"Ich möchte die Sony Smartwatch nicht mehr missen". Und was hält er von der Apple Watch? "Sehr teuer, ob sie wirklich einen Mehrwert bringt, das müssen wir erst noch abwarten".

Jeder, der sich eine Apple Watch, Sony Watch, Motorola Watch oder Samsung Gear kauft, der muss sich klar machen: Die neuen digitalen Uhren sind kein Ersatz für ein Smartphone und funktionieren in wesentlichen Bereichen auch nur dann, wenn man parallel sein Handy in der Tasche hat.

Die Apple Watch fällt derzeit vor allem dadurch auf, dass sie gerne als "fitness tracker" beschrieben wird. So könne man mit Hilfe installierter Apps seinen Herzschlag messen, den Blutdruck oder die Anzahl der täglich getätigten Schritte. Auch die Apple Watch bedarf der direkten und ständigen Kommunikation mit dem iPhone.

Neue Zürcher Zeitung wirft Apple Design-Abkupferei vor

Nicht wirklich lustig ist derweil ein Vorwurf, welchen die angesehene Neue Zürcher Zeitung (NZZ) erhebt. So schreibt Jeroen van Rooijen in der Schweizer Tageszeitung NZZ:

"Das Design des neuen Apfel-Spielzeugs, das Uhren-Aficionados in manchem Detail verdächtig bekannt vorkommt. Und zwar erinnert die Apple Watch in manchem Detail stark an die legendäre Ikepod-Watch des Schweizer Unternehmers Oliver Ike, die der australische Designer Marc Newson Mitte der neunziger Jahre schuf. Die «Sea Slug» war damals revolutionär – und ihrer Zeit wohl zu weit voraus, denn Ikepod ging 2003 pleite und wurde verkauft. Die Wege der Marke und Newson trennten sich.

Bekannt ist, dass Marc Newson inzwischen (fest-freier) Teil des Apple-Design-Teams in Cupertino geworden ist – Apple-Design-Chef Jonathan Ive und Marc Newson sind seit langem befreundet. Und siehe da: Das legendäre Ikepod-Armband ist Teil der neuen Apple Watch geworden! Das Sportband der Apple Watch ist praktisch identisch mit dem Kautschukband der Ikepod."

Ein wirklicher Durchbruch in der digitalen Kommunikation scheint die Apple Watch nach allem, was bislang bekannt wurde, wohl eher nicht zu sein. Dazu ist der Markt bereits zu stark von Mitbewerbern des Hauses Apple frequentiert.

Pascal König, Managing Director der in Zürich ansässigen Marktforschungsfirma Smartwatch Group, lässt sich mit den Worten zitieren, wonach die Smartwatch derzeit eher ein "männlicher Tech-Nerd Markt" sei. So gehe er davon aus, dass es im Jahr 2015 insgesamt zu 60 Millionen Verkäufen von Smart Watches komme. Davon könnten seiner Schätzung nach rund 30 Millionen Verkäufe auf die Apple Smartwatch entfallen. Damit würde Apple "die Türe öffnen, zu einem breiteren Konsumenten-Zirkel".

Klar ist, dass der US-Konzern Apple mit seinem neuesten Produkt, der Apple Watch, deutlich teurer wird (349 US-Dollar), als die meisten Konkurrenz-Modelle. Überzeugt, mit der neuen Smartwatch das richtige gemacht zu haben, ist Apple CEO Tim Cook: "Die Apple Watch ist das persönlichste Produkt, welches wir jemals kreiert haben", sagte er während des Produkt-Launches in St. Francisco vergangene Woche.

Doch während es die Apple Watch wohl erst 2015 zu kaufen gibt, sind bereits zahlreiche Konkurrenz-Produkte sehr erfolgreich im Handel:

Sony Smartwatch

Bereits zu kaufen gibt es beispielsweise die Sony Smartwatch mit Kautschuk Armband (Preise laut idealo.de zwischen 61,99 € bis 169,00 €). Folgende technische Möglichkeiten biete die Sony Smartwatch: Das Betriebssystem ist Google Android Wear. Es gibt ein Second Screen Display vom Typ OLED. Die Displaygröße liegt bei 1,3 Zoll. Die Displayauflösung beträgt 128 x 128 Pixel. Der Prozessor ist der ARM Cortex-M3. Die CPU-Taktrate liegt bei 0,12 GHz. Die Datenübertragung läuft über Bluetooth-Version: 3.0.

Sonys Smartwatch hat zudem eine Musikplayer-Fernbedienung sowie die Telefon-Funktionen der Rufannahme oder Rufabweisung. Es gibt Apps-Verbindungen beispielsweise zu Facebook oder Twitter. Die Akku-Kapazität liegt bei 110 mAh. Die Ladefunktion läuft über einen USB-Port. Das Gehäusematerial ist aus Kunststoff, wobei mehrere Farben zur Verfügung stehen. Die Abmessungen der Sony Smartwatch belaufen sich auf 36 x 36 x 8 mm. Das Gewicht liegt bei 42 g.

Samsung Galaxy Gear

Ähnliche Funktionen weist das Konkurrenzprodukt zur Apple Smartwatch, die Samsung Gear auf. Laut preissuchmaschine.de koste die Samsung Galaxy Gear zwischen 109,89 Euro und 319,90 Euro. Zu kaufen gibt es die Uhr beispielsweise in den Online-Shops "Jacob Elektronik" oder bei "Technikdirekt".

Folgende technische Details weist die Samsung Galaxy Gear auf: Die Smartwatch verfügt über einen 800 MHz Prozessor-Takt, eine Displaygröße von 4,10 cm bei einem Displaytyp des Super-AMOLED. Natürlich hat auch die Gear ein Touchscreen und zwar bei einer Auflösung von 320 Pixel x 320 Pixel. Zudem gibt es eine integrierte Kamera bei 1,90 MegaPixel und einer Videoaufzeichnungs-Funktion.

Die Videoauflösung der Samsung Galaxy Gear liegt bei 1.280 Pixel x 720 Pixel. Es gibt in der Samsung Gear zudem einen 4 GB internen Speicher. Zur Verfügung steht ein Kalender ebenso wie ein Terminplaner, beziehungsweise eine To-Do-Liste. Natürlich gibt es auch einen Wecker. Die Kommunikation läuft über Bluetooth Version: 4.0. Das Gewicht der Samsung Gear liegt bei 74 g.

Weitere Konkurrenten zur Apple Smartwatch

Ebenfalls Konkurrenten der Apple Watch sind beispielsweise: i'm SpA i'm Watch (laut preissuchmaschine.de zwischen 210 bis 255,74 Euro), die Simvalley PW-315.touch (70,75 € - 96,97 €), die Casio G-Shock GB-6900 (99,90 bis 179 Euro), die Swap Rebel (79,90 bis 199,90 Euro), die LG G Watch (184 bis 248,90 Euro) oder die MyKronoz ZeNano (89,95 bis 139,99 Euro).

Doch: zwar verfügen all diese Uhren über klassische Smartwatch-Funktionen, aber nicht jede lässt sich zudem als Telefon nutzen.