Ex-Microsoft Mitarbeiter muss 2 Jahre wegen Insiderhandel ins Gefängnis

Der mittlerweile von Microsoft entlassene Mitarbeiter hatte als "corporate finance manager" mitbekommen, dass die Softwareschmiede Microsoft größer in ein Geschäft mit der Buchkette Barnes and Noble company investierten wollte. Noch ehe die Öffentlichkeit davon in Kenntnis gesetzt wurde, kaufte er sich für 184.000 US-Dollar Aktien. Ein Jahr später kaufte er sich wieder Aktien in ähnlichem Umfang. Die Rede ist von einem Gesamt-Order-Volumen von 414.000 US-Dollar Microsoft-Aktien:

Foto: Microsoft
Während Microsoft mal wieder negativ für Schlagzeilen sorgt - Insiderhandel - baut der Konzern auf 26.000 Quadratmern Nutzfläche in München Schwabing an einer lauten Straße seine neue Unternehmenszentrale.

Ein ehemaliger Finanz-Manager des amerikanischen Software-Giganten Microsoft muss nun wegen Insiderhandels im Aktienbereich für zwei Jahre ins Gefängnis.

Der Richterin war das jedenfalls zu fiel. Sie schickte Brian J. statt der ursprünglich diskutierten 12 Monate gleich für 24 Monate nun ins Gefängnis. Damit wolle sie, teilte die Richterin mit, ein abschreckendes Beispiel für die Öffentlichkeit statuieren.

Bereits vor kurzem war ein ähnlicher Fall von Aktien-Insiderhandel bekannt geworden: Sean S. wurde ebenfalls für zwei Jahre ins Gefängnis geschick:

In den USA gilt Insiderhandel mit Aktien traditionell als hartes Vergehen. Auch in Deutschland ist Insiderhandel - erst recht in solchen Größen, wie sie bei Microsoft nun bekannt wurden - ebenfalls strengstens verboten.

Derzeit baut Microsoft in München-Schwaging bis zum Sommer 2016 die neue Unternehmenszentrale von Microsoft Deutschland. Damit scheint das Unternehmen seinen jahrzehntelangen Stammsitz in München-Unterschleißheim zu verlassen, der bei den Mitarbeitern sowieso nie sonderlich beliebt war. Microsoft dürfte mit üppigen 26.000 Quadratmer Nutzfläche Platz für wohl über 1.000 Mitarbeiter schaffen. Man biete auf sieben Ebenen, heißt es in einer Pressemeldung des Konzerns, die technischen und strukturellen Anforderungen an eine "Neue Welt des Arbeitens".