21-Jähriger Palmer Luckey: Facebook zahlt 2 Mrd. für Oculus Rift headset von Oculus VR company

Das von der Oculus VR company hergestellte Headset setzt der Nutzer wie eine überdimensionierte 3-D-Brille auf, um sehr nah virtuell animiert Filme sich anzuschauen mit dem Ziel des 3D Gaming. Dabei gibt es von der Unterwasser-Dokumentation über klassische Kinofilme bis hin zu Computerspielen alle möglichen Varianten.

Facebook schreibt mal wieder an seinem ganz persönlichen Hollywood-Drehbuch: Die weltgrößte Social Media Plattform hat nun für 2 Milliarden Dollar die Firma Oculus VR company von dem erst 21-Jährigen Amerikaner Palmer Luckey gekauft. Er stellt den Oculus Rift headset her - ein "Virtual Reality Headset for Immersive 3D Gaming".

Dass überhaupt ein erst 21-Jähriger wie Palmer Luckey bereits ein Produkt wie das Oculus Rift headset bauen konnte, welches nun für 2 Milliarden Dollar an Facebook verkauft wurde, liegt daran, dass er sehr früh an Förderer gekommen ist, die an seine Idee des Oculus Rift headset glaubten. Neben dem Oculus Rift, stellt die Firma auch das DK2 her. Es sei "the latest development kit for the Oculus Rift that allows developers to build amazing games and experiences for the consumer Oculus Rift", schreibt die Firma Oculus VR.

Unter den Förderern des 21-Jährigen Gründers Palmer Luckey sind zum Beispiel die Videospiel-Legende John Carmack oder Brendan Iribe, 35, der heute als CEO von Oculus VR Company und Co-Gründer fungiert.

Doch wer ist Palmer Luckey? Der 21-Jährige Amerikaner ist in einem kleinen Ort nähe Irvine im Sonnenstaat Kalifornien aufgewachsen - und zwar als Sohn eines Autoverkäufers. Im Gegensatz zu Deutschland besteht in den USA nicht eine solch strenge Schulpflicht, so dass Palmer Luckey überwiegend wohl zuhause direkt von seinem Vater Unterricht erhalten haben soll. Als Teenager wollte Palmer eigentlich ein Tech-Journalist werden und chattete stundenlang Tag für Tag mit anderen Tech-Freaks insbesondere aus der Gaming-Szene.

Einige der Chat-Freunde arbeiten heute in der Firma des 21-Jährigen - darunter Julian Hammersein, heißt es. Palmer Luckey lernte über sein privates Onlineforum schließlich die Videospiele-Legende John Carmack kennen - der Anfang einer fruchtbaren Freundschaft und der Anfang vom Milliarden-Deal, den Facebook am Dienstag nun bekannt gab.

Es war Carmack, 43, der den Prototyp des Oculus Rift headset schließlich erstmals auf der Expo vorstellte und über die Webseite Kickstarter mittels Crowd-Funding 9521 Klein-Investoren fand, die allerdings über den Facebook-Deal nun, schreibt das Handelsblatt, überwiegend nicht sehr erfreut sei. Einige hätten angeblich am liebsten ihr Geld wieder zurück - denn sie gehen leer aus. Die Facebook-Milliarden erhalten der Gründer und sein direktes Team.

Recht schnell konnte er so 2,5 Millionen Dollar für den Oculus Rift headset einsammeln. Doch das Geld diente immer noch nicht dazu, ein headset für die privaten Konsumenten und Verbraucher zu entwickeln, sondern zunächst einmal für weitere an der Entwicklung eines Oculus Rift headset Interessierte. Dass sich dieses Investment lohnte, zeigt sich nun.

Im Gegensatz zu Deutschland herrscht in den USA eben immer noch der Wille, Neues frühzeitig und großzügig zu fördern. Der Spaß an der Innovation durchzieht die amerikanische Gesellschaft seit vielen Jahren - so eben auch einmal mehr an einem Produkt wie dem Oculus Rift headset. Auch deshalb sind die USA eben die führende Internet- und IT-Nation und nicht Deutschland.

Oculus selber schreibt über die Firmenentstehung: "Oculus VR® was founded by Palmer Luckey, self-described virtual reality enthusiast and hardware geek. The company launched a Kickstarter campaign to help fund development of their first product, the Oculus Rift, a ground-breaking virtual reality headset for immersive gaming. With the support of top video game companies including Valve, Epic Games and Unity, the Kickstarter was an enormous success, raising over $2.4 million in funding from project backers and supporters around the world.The team is currently developing the Oculus Rift in an effort to revolutionize the way people experience interactive content."