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Microsoft: Mitarbeiter soll Geschäftsgeheimnisse geklaut haben

Microsoft hat, wie viele Unternehmen, auch mit Diebstahls-Delikten zu tun. Foto: Microsoft

Microsoft führt derzeit eine juristische Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Mitarbeiter, der auf kriminelle Weise Geschäftsgeheimnisse gestohlen und an einen Blogger weitergegeben haben soll. Konkret geht es um die angebliche Weitergabe eines Windows-8-Codes und zwar bevor das Betriebssystem offiziell verkauft worden ist.

Als Beweis führt die Rechtsabteilung von Microsoft an, sie habe von ihrem Recht Gebraucht gemacht, in einem als privat deklarierten Hotmail-Konto des ehemaligen Mitarbeiters Alex K. nachzuschauen, ob hier das mögliche Leck bezüglich eines proprietären Microsoft-Codes zu finden sei, der auf Blogs aufgetaucht sei. Der verdächtige Mitarbeiter habe, heißt es, für Microsoft insgesamt sieben Jahre gearbeitet, unter anderem im Libanon und in Russland. Ausgeschieden ist er im Jahr 2012. Jetzt wurde er vom FBI wegen drigenden Tatverdachts verhaftet.

Der internen forensischen Untersuchung von Microsoft war vorausgegangen, dass die interne Revision von Microsoft Hinweise erhalten hatte, dass ein Mitarbeiter von Microsoft privat den Microsoft-Email-Dienst Hotmail nutze, um angebliche Geschäftsgeheimnisse von Microsoft abzusaugen.

Der Vorgang rund um das private Email-Konto, das möglicherweise für Diebstahlszwecke eingerichtet worden war, wurde nun während einer Gerichts-Einreichung bei Bundesstaatsanwälten der USA bekannt. Konkret war die Untersuchung des verdächtigen Email-Kontos durch das "Microsoft Office of Legal Compliance" genehmigt worden.

In die forensische Untersuchung bezüglich des Verdachts des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen scheint auch Steven Sinofsky, der im Jahr 2012 amtierende Präsident der Windows-Abteilung bei Microsoft, involviert gewesen zu sein. Dieser wiederum hatte mit Microsofts Trustworthy Computing Investigations-Abteilung zusammengearbeitet, deren Job es ist, Bedrohungen von außen sowie interne Informationslecks zu finden.

Microsoft rechtfertigt die Durchsuchung des privaten Hotmail-Kontos seines ehemaligen Mitarbeiters mit den eigenen Datenschutzrichtlinien. Darin heißt es, wonach Microsoft auf Outlook.com, dem früheren Hotmail, das Recht habe, auf "Informationen über Sie, einschließlich der Inhalte Ihrer Kommunikation" zuzugreifen, besonders, wenn es darum gehe, "das Eigentum von Microsoft zu schützen".

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