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Google kauft israelische Ultraschall-Kennwort-Firma SlickLogin

Neuer Login-Service von Google entstand im Dunstkreis der israelischen Militärs.

Ein gutes Kennwort sollte mindestens aus 18 Zeichen bestehen. Dabei sollte das Kennwort sich sowohl aus Buchstaben wie aus Zahlen und Sonderzeichen zusammensetzen. Wer so ein Kennwort hat, kann davon ausgehen, dass es einigermaßen sicher ist.

Doch es gibt ein Hindernis: Viele können sich ein solches Passwort nicht merken. Dieses bekannte Problem möchte nun Google im Massenmarkt beheben - und kaufte deshalb mal wieder ein israelisches Startup, das einen ganz anderen Sicherheits-Weg geht: SlickLogin bietet Passwörter an, welche über ein Ultraschall-Geräusch funktionieren.

SlickLogin erklärte angesichts der Übernahme durch Google: "Today we`re announcing that the SlickLogin team is joining Google, a company that shares our core beliefs that logging in should be easy instead of frustrating, and authentication should be effective without getting in the way. Google was the first company to offer 2-step verification to everyone, for free - and they're working on some great ideas that will make the internet safer for everyone. We couldn`t be more excited to join their efforts."

Wahr ist: Im Gegensatz zu vielen anderen kostenlosen Email-Programmen bietet Googles Email-Dienst Gmail eine zweiteilige Verifizierung an - mit Passwort und einem weiteren Nummern-Code, welcher auf das Handy geschickt wird.

Das Ziel von SlickLogin: Über einen kaum hörbaren Ultraschall-Ton, welcher vom Handy abgesendet wird, loggt sich der Nutzer auf dem Notebook oder einer Webseite ein. Die drei israelischen Gründer des Unternehmens SlickLogin - Or Zelig, Eran Galili und Ori Kabeli - geben an, sie wären alle drei beim israelischen Militär, konkret bei den "Israel Defense Forces" (IDF), ausgebildet worden: "All three founders are recent graduates of the IDF's elite cyber security unit, and have spent over 6 years working on the cutting edge of information security projects."

Doch was SlickLogin und Google als Vorteile verkaufen, könnte gerade in Europa bei vielen eher auf Ablehnung stoßen: Denn hier haben hunderte Millionen Verbraucher die kriminellen Hackeraktivitäten der amerikanischen Stasibehörde NSA (National Security Agency) satt. Dieses umso mehr, als dass bekannt ist, dass die NSA nahezu die komplette amerikanische IT-Elite - darunter Google, Oracle, Intel, Apple oder Microsoft - zwingt, mit der NSA zusammenzuarbeiten. Ob nun eine Firma, die im Dunstkreis des israelischen Militärs entstanden ist, das Zeug hat, in Europa die Verbraucher zu einer komplett neuen Login-Technologie zu verführen, darf vorerst deshalb bezweifelt werden.


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