Deutsche Telekom AG zahlt angeblich 830 Mio. Euro für tschechische Unternehmens-Anteile

Die T-Mobile Czech Republic existiert seit 1996 und hatte Ende 2013 über 5,8 Millionen Kunden und habe einen "reported sales" in Höhe von 1,04 Milliarden Euro verbucht. In den amerikanischen Berichten heißt es, wonach die Deutsche Telekom die Anteile an dem tschechischen Telekommunikations-Unternehmen unter anderem von Investoren übernehmen oder bereits übernommen haben - darunter vom Private-Equity-Fonds Mid Europa Partners (MEP) sowie der bekannten Dubai Al Ain. In der Transaktion solle nach tschechischen Medienberichten Luxembourg auch eine Rolle gespielt haben.

Foto: Deutsche Telekom AG / Thomas Ollendorf
Die Bonner Zentrale der Deutschen Telekom AG.

Die Deutsche Telekom AG soll nach Berichten amerikanischer und tschechischer Medien angeblich rund 830 Millionen Euro (1,1 Milliarden Dollar) für die komplette Übernahme einer tschechischen "wireless unit" bezahlt haben. Angeblich solle es sich um die tschechische T-Mobile (T-Mobile Czech Republic) handeln. Das Unternehmen gilt als Inhaber der größten Zahl von inländischen Mobilfunkkunden.

Bereits jetzt scheint die Deutsche Telekom an dem tschechischen Unternehmen Anteile besessen zu haben und scheint nun die verbleibenden 39,2 bis 40 % übernommen zu haben. Noch gibt es allerdings kein offizielles Statement der Deutschen Telekom. Eine Stellungnahme wird allerdings für den Montag erwartet. Auch in Tschechien nutzt die Telekom 2G-und 3G-Mobilfunknetze und möchte verstärkt in den Bau von neuen schnellen mobilen Datennetze mit 4G LTE-Technologie investieren.

Die US-Blogs berichten weiter, wonach der "buyout" angeblich strategischer Teil des neuen Telekom-CEOs Timotheus Hoettges sei, den Einfluss der DTAG in Osteuropa weiter auszubauen. Bereits jetzt verfügt die Deutsche Telekom weltweit über zahlreiche Beteiligungen.

Beispielsweise gehört in den USA der Deutschen Telekom das Unternehmen "T-Mobile", weitere Telekom-Unternehmen sitzen unter anderem in Britannien oder dem Balkan. Beteiligungen bestünden nach den US-Berichten beispielsweise an der GTS Central Europe (Warschau) oder der Hellenic Telecommunications Organization SA (HTO; Griechenland.). Das Geschäft der Deutschen Telekom in Osteuropa wird von Claudia Nemat geleitet.

Doch trotz der weiteren Expansion scheinen den Mitarbeitern der Deutschen Telekom unschöne Monate bevorzustehen. So baue der Konzern nach zahlreichen Berichten "tausende Jobs ab" (O-Ton Telekom-Führungskraft gegenüber Netz-Trends). Betroffen sei "besonders T-Systems" (Chef: Reinhard Clemens). Einige Abteilungen müssten angeblich "bis zu 20 % des Personals abbauen", berichtet ein Telekom-Mitarbeiter gegenüber Netz-Trends.