Zyklon Phailin in Indien: 450.000 Menschen evakuiert - Schäden in Gopalpur und Odisha

Der Zyklon Phailin befindet sich zudem auf dem Weg in das 590 Kilometer entfernte südöstliche Paradip im Jagatsinghpur District. Außerdem sind Ausläufer im 600 Kilometer entfernten Gopalpur im Ganjam Distrikt eingetroffen. Das teilte SC Sahu, der Director des meteorologischen Instituts Bhubaneswar in Indien mit.

Grafik: National Disaster Management Authority (NDMA), Indien
Indien wird immer wieder von Zyklongs heimgesucht. Der jetzige ist der schlimmste seit 14 Jahren.

Der Monster- Zyklon Phailin (engl.: Cyclone Phailin) ist in Indien nun auf die Küste getroffen und zwar zunächst auf die Bay of Bengal. Von dort ausgehend schlägt er eine Schneise der Verwüstung im Westen Indiens. Wetterfachleute gehen davon aus, dass der Zyklon noch mindestens sechs Stunden - also bis circa 3.30 Samstagnacht entsprechend mitteleuropäischer Zeit - in Indien wüten wird. Es gilt als sicher, dass es auch Tote geben wird. Zyklon Phailin ist einer der gewaltigsten weltweit in den vergangenen 14 Jahren. Am stärksten dürften in Indien die Regionen Ganjam District of Odisha betroffen sein sowie Gopalpur.

Entgegengesetz den Berichten einiger Medien, wonach möglicherweise 18 Fischer bereits Opfer des Monster-Zyklon Phailin geworden sein könnten, gibt es nun Berichte, wonach diese an der Küste von Paradip in Odisha gut angekommen seien. Die Fischer waren trotz umfangreicher Warnungen zum Angeln auf die hohe gefährliche See gefahren.

Bislang sind auf Grund des Zyklons Phailin in Indien zahlreiche Flüge und Bahnverbindungen gestrichen worden. Touristen, Geschäftsleute und sonstige Reisende sind deshalb gut beraten, sich umfangreich vor einer Reise zu erkundigen, welche Verbindungen überhaupt noch funktionieren. Immerhin umfasst die Zerstörungsschneise des Monster Zyklons ein Gebiet das größer ist als Deutschland.

Weitere Schäden die bislang gemeldet wurden: In den indischen Gebieten Gopalpur, Odisha, Srikakulam oder Andhra Pradesh gibt es teils seit Samstagnacht keine Elektrizität. Millionen Bürger haben also keinen Strom mehr in den Wohnungen und Häusern. Hart trifft es auch die dortigen Unternehmer, Behörden oder sonstige Institutionen - denn auch sie sind faktisch von der Außenwelt abgeschnitten.

Bislang gehen Wetterexperten davon aus, wonach das Auge des Sturms (eye of the storm) wohl auf das Gebiet in Odisha treffen wird - das behauptet zumindest die US Regierungswebseite National Environmental Satellite Data and Information Service.

Den Bürgern in den betroffenen Katastrophengebieten wird empfohlen noch vor Eintreffen des Zyklons sich mit Lebensmitteln, Trinkwasser und vorsorglich mit Medikamenten einzudecken. Die East Coast Railway hat bereits mobile medizinische Rettungsdienste am Start.

Bislang wurden 445.000 Menschen evakuiert und zwar von den Küsten Odisha and Andhra Pradesh. Dies teilte die indische National Disaster Management Authority (NDMA). Ratschläge zum Verhalten bei Zyklons gibt es hier: http://ndma.gov.in/ndma/pdf/cyclones.pdf