Fingerfarben Inhaltsstoffe gefährlich laut "Öko-Test" - ökoNORM Nawaro Fingerfarben und Eco gut

Kritisch bewertet der Fingerfarben-Test vor allem die Tatsache, dass Fingerfarben eben nicht nur an den Fingern kleben blieben, sondern vor allem von Kindern auch gerne mal ins Gesicht geschmiert würden oder sogar durch das Abschlecken von Fingern im Mund landeten. Gerade so etwas berge ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko, meinen die Tester. Fingerfarben, so Öko-Test, müssten mindestens auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsniveau von Spielzeug bewertet werden sowie zusätzlich von Kosmetika.

Als einzige von Öko-Test jetzt ausgezeichnet: Die Fingerfarben von Ökonorm sowie SES.

Fingermalfarben Inhaltsstoffe - Fingerbarben enthielten teils gefährliche Inhaltsstoffe, urteilt nun die Test-Jury der Fachzeitschrift "Öko-Test". So waren 14 Fingerfarben untersucht worden und in einigen habe man, teilte die Zeitschrift mit, teils bedenkliche Substanzen in den chemischen Analysen festgestellt. 12 von 14 Fingerfarben möchte Öko-Test noch nicht einmal die "Verkehrsfähigkeit" für die gerade bei Kindern beliebten bunten Farbtöpfe ausstellen - für Kleinkinder seien sie sogar in die Rubrik "bedenklich" einzustufen. Mit der Note "sehr gut" oder "gut" wollte Öko-Test lediglich zwei Kinderfingerfarben auszeichnen.

Nur Fingerfarben mit Bitterstoffen könnten Kinder davon abhalten, die bunt beschmierten Finger in den Mund zu stecken, meint Öko-Test. Zudem enthielten Fingerfarben Konservierungsstoffe, die verhindern sollen, dass sich in den Plastikfarbtöpfen Keime oder Pilze vermehren. Doch auch hier sei die Menge entscheidend, die den Farben beigemischt würden.

Öko-Test gelangt zu dem Urteil, wonach fast alle Fingerfarben-Hersteller Substanzen mit hohem Allergiepotenzial verwenden würden. Auf besondere Kritik stößt, dass einige Farben sogar Stoffe enthielten, die im Verdacht stünden, krebserregend zu sein.

Auf Grund der wenig guten Test-Ergebnisse möchte Öko-Test derzeit nur zwei Fingerfarben als unbedenklich empfehlen - und zwar "Eco Fingerfarben" des holländischen Herstellers SES Nederland b.v. (Note: "sehr gut") sowie "Nawaro Fingerfarben" (ökoNORM, Dedeleben). SES legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass die Qualität der Produkte sicher seien sowie abwaschbar, starke Farben aufweisen, eine gute Deckkraft hätten, Gluten frei seien, nicht giftig seien, Hypoallergenic seien, tierfreundlich und nutzerfreundlich.

Nicht zu empfehlen Simba und Stylex

Nicht zu empfehlen seien, teilte Öko-Test mit, die wasserlöslichen Fingerfarben von Simba Toys (SIMBA-DICKIE-GROUP GmbH, Fürth) sowie "Toppoint Figer-Malfarben" von Stylex (Stylex Schreibwaren GmbH, Nordhorn). An den Simba-Farben wird kritisiert, dass sie in China produziert würden und eine nicht akzeptable Menge eines krebsverdächtigen Farbstoffes enthielten und zudem auf dem Etikett nicht deklarierte Konservierungsstoffe.

Stylex kreidet Öko-Test zudem an, dass es in den Fingerfarben nicht ausreichend Bitterstoffe gebe, welche die Kinder davon abhielten, die Farbe zu essen. Hinzu komme, dass der akzeptable Grenzwert an Konservierungsstoffen deutlich überschritten worden sei.

Eltern, die auf Nummer Sicher gehen möchten, stellen Fingerfarbe selber her - mit Lebensmittelfarbe, warmem Wasser, etwas Mehl und bei Belieben einem beigemischten Saft.

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