Tourismus - Es ist nicht alles Gold was glänzt Terror von islamischen Separatisten in Thailand forderte 5.300 Tote bislang

Das bei deutschen Urlaubern beliebte asiatische Reiseland Thailand kommt nicht zur Ruhe. Seit Jahren sind immer wieder aus dem Süden und Norden des Landes tödliche Anschläge von islamischen oder anderweitig politisch aktiven Terrorgruppierungen zu hören. Jetzt kam es erneut zu einem tödlichen Anschlag und zwar in der notorisch gefährlichen Region, dem Bacho Distrikt, in Süd-Thailand. Bei einem 30-minütigen Überfall kamen dabei zwei Personen ums Leben, berichtet die arabische Tageszeitung Gulfnews in ihrer Ausgabe am 30. März 2013 (S. A 20).

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In Thailand ist nicht alles Gold was glänzt. Hier der bei Touristen beliebte alte Königspalast in Bangkok.

Schon am 13. Februar 2013 kamen 15 thailändische islamische Terroristen ums Leben, als sie versucht hatten, eine thailändische Kaserne anzugreifen. In die Terror-Anschläge ist wohl immer wieder eine in Malaysia beheimatete "insurgent group" namens "Barisan Revolusi Nasional" involviert (National Revolutionary Front; auch BRN). Im Umfeld der Gruppe seien "young jihadis" mit dem Namen "Jantarawadee" aktiv.

Thailand ist traditionell buddhistisch orientiert. Berühmt bei Reisenden und Touristen ist beispielsweise der "Sleeping Buddha" - ein circa zwölf Meter langer liegender Holzbuddha. Die Kämpfe zwischen Islamisten und Buddhisten datieren bald 100 Jahre zurück. Damals hatte die Regierung von Thailand das einst selbständige islamische kleine Land, das Sultanat Patani, zwangsannektiert und faktisch aufgelöst.

Thailand bezichtigt Malaysia den islamischen Separatisten regelmäßig Asyl zu gewähren und es zu akzeptieren, dass auf malaysischem Staatsgebiet angeblich Bomben und anderes Terrormaterial produziert werde, mit dem dann in Thailand Anschläge verübt würden.

Auch das bei Deutschen Touristen beliebte Indonesien leidet immer wieder unter Anschlägen. Als Drahtzieher gilt dort beispielsweise die islamische Terrorgruppe der "Jemaah Islamiya".

Als einer der traurigen Höhepunkte in der Auseinandersetzung zwischen dem buddhistischen Thailand und den islamischen Gruppen gilt das Jahr 2004. Damals hatten nach islamischen Anschlägen thailändische Sicherheitskräfte in der Stadt Tak Bai 84 Muslime umgebracht - darunter zahlreiche Minderjährige. Insgesamt seien bislang, schreibt die Zeitung Gulfnews, 5.300 Thailänder durch die Kämpfe zwischen den islamischen Separatisten und dem thailändischen Militär umgekommen. Touristen wird geraten, die umkämpften Gebiete besonders im Süden Thailands zu umgehen. Andere thailändische Regionen - wie Koh Samui - gelten bislang als absolut sicher.