Ein Kingston-RAM-Kit mit 32 Gigabyte kostet bei deutschen Händlern aktuell 595 bis 615 Euro – Tendenz laut Preisvergleich weiter steigend.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein DDR5-Arbeitsspeicher-Kit mit 32 Gigabyte (Kingston FURY Beast, 6000 MT/s, CL30) kostet bei deutschen Preisvergleichsportalen am 29. Oktober 2026 zwischen 595 und 615 Euro.
- Bei testsieger.de liegt der Preis zehn Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen 90 Tage; das Portal rät aktuell „eher warten“.
- Marktforscher von Omdia zufolge haben die sechs größten PC-Hersteller ihre Verkaufspreise bereits im zweiten Quartal 2026 um 15 bis 30 Prozent angehoben – auch das betrifft den Kauf von Notebooks in Deutschland.
- Als Grund nennt Omdia unter anderem höhere Bauteilkosten sowie vorgezogene Bestellungen von Herstellern und Kundinnen und Kunden, die beide mit weiteren Preissteigerungen rechneten.
Ein Arbeitsspeicher-Kit mit 32 Gigabyte DDR5 kostet bei deutschen Händlern aktuell 595 bis 615 Euro. Das liegt laut Preisvergleich zehn Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen drei Monate.
Für wen ein neuer PC, ein Notebook oder eine Arbeitsspeicher-Aufrüstung ansteht, bekommt die Folgen der weltweiten Speicherknappheit inzwischen direkt auf der Händlerrechnung zu spüren. Nach Einschätzung der Marktforschung Omdia binden Server- und KI-Anwendungen derzeit einen wachsenden Teil der weltweiten Speicherfertigung – Kapazitäten, die sonst für PC- und Notebook-Speicher zur Verfügung stünden.
Die Entwicklung betrifft nicht nur einzelne Bauteile für den Eigenbau-PC: Nach Einschätzung der Marktforschung Omdia haben die sechs größten Notebook-Marken ihre Verkaufspreise bereits im Frühjahr und Sommer 2026 spürbar angehoben – mit Folgen auch für Käuferinnen und Käufer, die kein eigenes RAM-Modul, sondern ein fertiges Gerät kaufen.
Was ein 32-GB-Kit heute kostet
Ein Kingston-FURY-Beast-Kit mit 32 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher (6000 MT/s, CL30, zwei Module zu je 16 Gigabyte) kostet beim Preisvergleichsportal billiger.de aktuell ab 595,00 Euro – das ist der günstigste von zehn verglichenen Angeboten für diese Variante. Beim Portal testsieger.de liegt der günstigste Preis für die RGB-Variante desselben Kits bei 615,00 Euro, dort als Neuware beim Händler Joybuy.de. Das Portal weist den Preis ausdrücklich als „10 % über dem 90-Tage-Schnitt“ aus und gibt die Kaufempfehlung „Eher warten“.
Zum Vergleich: Eine Samsung-990-Pro-SSD mit 1 Terabyte NVMe-Speicher kostet beim Händler Coolblue.de aktuell 229,90 Euro. Für die SSD liegt keine vergleichbare Preishistorie vor; sie steht hier nur als aktueller Tagespreis, nicht als Beleg für einen eigenen Preistrend.
| Anbieter | Produkt | Preis heute | Einordnung |
|---|---|---|---|
| billiger.de | Kingston FURY Beast 32 GB (2×16 GB) DDR5-6000 CL30, schwarz | 595,00 € | günstigstes von 10 verglichenen Angeboten |
| testsieger.de (Joybuy.de) | Kingston FURY Beast RGB 32 GB (2×16 GB) DDR5-6000 CL30 | 615,00 € | 10 % über dem 90-Tage-Durchschnitt, Portal rät „eher warten“ |
| Coolblue.de | Samsung 990 Pro, 1 TB NVMe-SSD | 229,90 € | aktueller Tagespreis, kein eigener Trend ausgewiesen |
Quelle: Preisabfrage bei billiger.de, testsieger.de und Coolblue.de, jeweils 29. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr, Preise können sich kurzfristig ändern.
Warum Speicherchips knapp und teuer sind
Die Marktforschung Omdia kommt in einer Mitteilung von Juli 2026 zu dem Befund, dass die sechs größten PC-Hersteller ihre Verkaufspreise im zweiten Quartal 2026 um 15 bis 30 Prozent angehoben hätten, bei vergleichbaren Modellreihen gegenüber dem Vorjahr teils um 20 bis 40 Prozent. Als Gründe nennt Omdia gestiegene Kosten für Speicherchips, Leiterplatten und andere elektronische Bauteile sowie vorgezogene Bestellungen der Hersteller und vorgezogene Käufe von Kundinnen und Kunden, die beide mit weiteren Preissteigerungen rechneten. Ein Ende der hohen Speicherpreise sei laut Omdia für 2026 nicht abzusehen.
Als einen Treiber hinter den höheren Bauteilkosten nennt die Marktforschung die weltweit steigende Nachfrage nach Speicherchips für Server- und KI-Anwendungen, die Fertigungskapazitäten bindet, die sonst für PC- und Notebook-Speicher zur Verfügung stünden. Wie stark sich das auf einzelne Speicherhersteller auswirkt, lässt sich aus der Omdia-Mitteilung allein nicht ablesen.
Was das für den Kauf von Notebooks und PCs bedeutet
Steigende Einkaufspreise bei Speicherchips sind zunächst eine Aussage über den Komponentenmarkt, keine automatische Ankündigung eines bestimmten Endkundenpreises. Omdia nennt in der zitierten Mitteilung keinen festen Zeitpunkt, zu dem höhere Speicherpreise bei einem konkreten Notebook- oder PC-Modell in Deutschland ankommen. Für Käuferinnen und Käufer zählt deshalb weiterhin der tatsächlich ausgeschriebene Preis des jeweiligen Geräts zum Kaufzeitpunkt.
Dass Hersteller Mehrkosten weitergeben, ist nach der Omdia-Auswertung bei Notebooks aber bereits im laufenden Jahr geschehen. Wer ein Gerät mit mehr Arbeitsspeicher benötigt und nachträgliches Aufrüsten beim gewählten Modell nicht möglich ist – bei vielen dünnen Notebooks ist der Speicher fest verlötet –, trägt die höheren Komponentenpreise direkt im Kaufpreis mit.
Checkliste: Jetzt Arbeitsspeicher oder Notebook kaufen?
- Vor dem Kauf den 90-Tage-Durchschnittspreis auf einem Preisvergleichsportal prüfen, nicht nur den aktuellen Angebotspreis.
- Bei Notebooks klären, ob der Arbeitsspeicher nachträglich aufrüstbar ist – ist er fest verlötet, lohnt sich mehr RAM gleich beim Kauf.
- Laut Omdia haben PC-Hersteller ihre Preise 2026 bereits deutlich angehoben; ein kurzfristiges Abwarten auf sinkende Preise ist derzeit nicht belegt.
- Einen Preisalarm auf Vergleichsportalen einrichten, um kurzfristige Rabatte einzelner Händler nicht zu verpassen.
Wer jetzt kauft, zahlt nach den vorliegenden Zahlen spürbar mehr als noch vor wenigen Monaten. Eine verlässliche Prognose, wann oder ob die Preise wieder sinken, liefert keine der zitierten Quellen – weder die Preisvergleichsportale noch Omdia nennen ein Datum für eine Trendwende.
Häufige Fragen
Warum sind die Preise für Arbeitsspeicher 2026 so stark gestiegen?
Die Marktforschung Omdia nennt gestiegene Kosten für Speicherchips und andere Bauteile sowie vorgezogene Bestellungen von Herstellern und Käuferinnen und Käufern als Treiber für höhere PC- und Notebook-Preise im Jahr 2026.
Werden die RAM-Preise bald wieder sinken?
Dafür liegt derzeit kein belegtes Datum vor. Laut Omdia ist ein Ende der hohen Speicherpreise für 2026 nicht abzusehen. Das ist eine Markteinschätzung, keine gesicherte Entwicklung.
Betrifft das nur den Kauf einzelner RAM-Module oder auch fertige Notebooks?
Laut der Marktforschung Omdia haben die sechs größten Notebook-Hersteller ihre Verkaufspreise bereits im zweiten Quartal 2026 um 15 bis 30 Prozent angehoben. Die höheren Speicherpreise wirken sich also auch auf fertige Geräte aus, nicht nur auf einzelne Bauteile.
Wo finde ich aktuelle Preise für Arbeitsspeicher?
Preisvergleichsportale wie billiger.de oder testsieger.de zeigen tagesaktuelle Angebote mehrerer Händler. Wichtig ist, bei jeder Preisangabe das Abfragedatum zu beachten, da sich die Preise kurzfristig ändern können.
Ihre Einschätzung
Planen Sie aktuell den Kauf eines neuen PCs, eines Notebooks oder eine Arbeitsspeicher-Aufrüstung – oder warten Sie die weitere Preisentwicklung ab? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung in die Kommentare.
Quellen und Stand
- billiger.de: Preisvergleich Kingston FURY Beast RGB DDR5-6000, 32 GB, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- testsieger.de: Preisvergleich Kingston FURY Beast 32 GB DDR5-6000 CL30, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- Coolblue.de: Samsung 990 Pro 1 TB NVMe-SSD, abgerufen am 29. Oktober 2026.
- Omdia: Top six PC brands to account for 80 percent of notebook panel purchases in 2026, Pressemitteilung, Juli 2026.
Recherche- und Datenstand: 29. Oktober 2026.
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.