Der Sicherheitsanbieter erzielte im dritten Quartal 670 Millionen US-Dollar Umsatz. Wiederkehrende Security-Abos wuchsen, während der Vorjahresvergleich beim Gewinn durch einen einmaligen Steuereffekt geprägt ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Check Point setzte im Quartal bis Ende September 670 Millionen US-Dollar um, ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  • Die Erlöse aus Security-Abonnements stiegen laut Unternehmen um elf Prozent auf 339 Millionen Dollar; die vertraglich noch nicht verbuchten Leistungen lagen bei 2,5 Milliarden Dollar.
  • Der ausgewiesene Gewinn je Aktie sank deutlich. Im Vorjahresquartal hatte jedoch ein einmaliger Steuervorteil von rund 1,47 Dollar je Aktie den Vergleich erhöht.

Check Point Software hat im dritten Quartal 2026 weniger Umsatz erzielt als ein Jahr zuvor, zugleich aber zweistellig mehr mit Sicherheits-Abonnements eingenommen. Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen einen uneinheitlichen Verlauf: Das Abo-Geschäft wuchs, während der Gesamtumsatz leicht zurückging und der ausgewiesene Gewinn wegen eines starken Vorjahresvergleichs deutlich niedriger ausfiel.

Der israelische Cybersecurity-Anbieter meldet für die drei Monate bis zum 30. September 670 Millionen US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erlöse aus Security-Abonnements stiegen dagegen um elf Prozent auf 339 Millionen Dollar. Check Point veröffentlichte die Ergebnisse am 2. November 2026 in einer Mitteilung samt Finanztabellen.

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Für Unternehmen und IT-Verantwortliche in Deutschland ist vor allem die Verschiebung innerhalb des Geschäftsmodells interessant: Wiederkehrende Sicherheits-Abos legten zu, obwohl die gesamte Erlösbasis nicht mitwuchs. Daraus lässt sich allerdings weder die Wirksamkeit der Produkte noch die Entwicklung von Preisen oder Nachfrage speziell in Deutschland ablesen.

Abonnements wachsen, Umsatz leicht rückläufig

Die Security-Abonnements brachten im Quartal 338,6 Millionen Dollar ein, in der Mitteilung auf 339 Millionen gerundet. Ihr Anteil am Gesamtumsatz lag damit bei rund 50,6 Prozent. Die Rechnung: 338,6 geteilt durch 669,8. Das ist eine Näherung auf Basis der veröffentlichten Werte. Die Finanztabelle weist außerdem 105,5 Millionen Dollar für Produkte und Lizenzen sowie 225,7 Millionen Dollar für Software-Updates, Wartung und Dienstleistungen aus.

Eine zweite Kennzahl deutet auf künftige vertragliche Erlöse hin: Check Point weist zum Quartalsende eine Remaining Performance Obligation (RPO) von 2,5 Milliarden Dollar aus, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen beschreibt RPO als Wert nicht kündbarer Verträge für Produkte und Leistungen, die noch nicht als Umsatz erfasst wurden. Die Zahl ist daher weder bereits erzielter Umsatz noch eine Garantie, wann oder in welcher Höhe Erlöse verbucht werden.

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Der operative Gewinn nach US-Rechnungslegungsstandard GAAP betrug 177 Millionen Dollar; die ergänzende, vom Unternehmen bereinigte Non-GAAP-Kennzahl lag bei 251 Millionen Dollar. Die Werte sind nicht austauschbar. Check Point erläutert in den Finanztabellen, welche Aufwendungen bei seinen Non-GAAP-Angaben herausgerechnet werden.

Warum der Gewinnvergleich täuscht

Der Gewinn je Aktie (EPS) lag im dritten Quartal bei 1,82 Dollar nach GAAP und 2,49 Dollar nach Non-GAAP. Gegenüber den Vorjahreswerten von 3,28 beziehungsweise 3,94 Dollar entspricht das rechnerisch Rückgängen von 45 und 37 Prozent. Wer nur diese Prozentsätze betrachtet, übersieht jedoch einen Sondereffekt im Vergleichsquartal.

Check Point zufolge enthielt das dritte Quartal 2025 einen einmaligen Steuervorteil von rund 1,47 Dollar je Aktie. Rechnet man diesen Effekt nach der vom Unternehmen veröffentlichten Vergleichsangabe heraus, stieg das EPS nach beiden Methoden um rund ein Prozent. Das ist eine bereinigte Vergleichsrechnung des Unternehmens und keine GAAP-Kennzahl. Sie erklärt den Basiseffekt, ändert aber nichts daran, dass die offiziell ausgewiesenen EPS-Werte im Jahresvergleich niedriger waren.

Zusätzlich meldete Check Point für das Quartal eine Verringerung der Forschungs- und Entwicklungskosten um 25 Millionen Dollar im Zusammenhang mit einem neuen israelischen Förderprogramm. Auch das gehört zur Einordnung der Ergebniszahlen. Die Mitteilung macht keine Aussage dazu, wie sich dieser Effekt in künftigen Quartalen entwickeln wird.

Was Quartalszahlen nicht beantworten

Die Ergebnisse sagen nicht, wie viele Kunden Check Point hinzugewonnen oder verloren hat, welche Sicherheitsvorfälle seine Produkte verhindert haben oder wie sich die Preise in Deutschland entwickeln. Eine steigende Abo-Kennzahl ist ein Geschäftssignal, aber kein unabhängiger Nachweis für Produktqualität oder Schutzwirkung. Der Bericht enthält zudem keine nach Deutschland aufgeschlüsselten Umsätze.

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Was deutsche Unternehmen aus den Zahlen ableiten können

Der Bericht liefert einen Hinweis darauf, dass wiederkehrende Sicherheitsleistungen bei Check Point schneller wachsen als der Konzernumsatz insgesamt. Für Beschaffer in Deutschland ist das ein Anlass, bei Angeboten genau auf Laufzeit, Verlängerung, enthaltene Leistungen und Gesamtbetriebskosten zu achten. Die Quartalszahlen selbst beantworten nicht, ob ein bestimmtes Produkt zum eigenen Sicherheitsbedarf passt; dafür wären unabhängige Tests, konkrete Anforderungen und Vertragsdetails nötig.

Auch die Aussagen zur Nachfrage und zum erwarteten Geschäftsverlauf stammen vom Unternehmen. CEO Nadav Zafrir sagte, die Abo-Erlöse seien unter anderem von Nachfrage nach E-Mail-Sicherheit, CTEM und KI-Sicherheit gestützt worden; zugleich erwarte Check Point eine allmähliche Verbesserung ab dem vierten Quartal. Das sind Managementeinschätzungen und keine unabhängig bestätigten Marktprognosen.

Der operative Blick bleibt damit gemischt: Das Abo-Segment und der Auftragsbestand entwickelten sich positiv, während der Umsatz insgesamt knapp unter Vorjahr lag. Der Gewinnvergleich verlangt wegen des einmaligen Steuereffekts eine zusätzliche Erklärung. Für die kommenden Quartale wird entscheidend sein, ob das Wachstum der Abonnements anhält und sich auch im Gesamtumsatz niederschlägt.

Häufige Fragen

Wie hoch war der Umsatz von Check Point im dritten Quartal 2026?

Das Unternehmen meldete 670 Millionen US-Dollar Umsatz für die drei Monate bis zum 30. September 2026. Das war ein Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Welcher Geschäftsbereich wuchs am stärksten?

Die Erlöse aus Security-Abonnements stiegen nach Angaben von Check Point um elf Prozent auf 339 Millionen US-Dollar.

Warum sank der Gewinn je Aktie so deutlich?

Der ausgewiesene GAAP-Gewinn je Aktie fiel um 45 Prozent und der Non-GAAP-Wert um 37 Prozent. Das Vorjahresquartal enthielt aber einen einmaligen Steuervorteil von rund 1,47 Dollar je Aktie. Ohne diesen Vergleichseffekt gibt Check Point für beide Kennzahlen ein Plus von rund einem Prozent an.

Was bedeutet die RPO von 2,5 Milliarden Dollar?

Sie bezeichnet laut Check Point den Wert nicht kündbarer vertraglicher Leistungen, die zum Stichtag noch nicht als Umsatz verbucht waren. RPO ist kein bereits erzielter Umsatz und keine sichere Umsatzprognose.

Leserfrage: Welche Kennzahl ist für Sie bei einem Cybersecurity-Anbieter am aussagekräftigsten: wiederkehrende Erlöse, Gesamtumsatz oder der ausgewiesene Gewinn? Schreiben Sie Ihre Einschätzung in die Kommentare.

Quellen und Stand

Recherche- und Datenstand: 2. November 2026. Dollarwerte sind US-Dollar. Wachstums- und Vergleichsangaben beruhen auf den veröffentlichten Unternehmensdaten; Managementaussagen sind entsprechend zugeordnet.

KI-Transparenzhinweis: KI-Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt; die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Prüfung.

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