Zum Jahreswechsel sollen Briefpreise steigen und sich Gewichtsgrenzen ändern. Die Bundesnetzagentur muss die Beträge noch genehmigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Post plant ab 1. Januar 2027 für den Standardbrief 1,15 Euro statt 0,95 Euro.
- Der Maxibrief soll 5 Euro kosten; zugleich soll er bis zu 2 Kilogramm wiegen dürfen und höchstens 3 Zentimeter hoch sein.
- Die neuen Einzelpreise stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur.
Wer zum Jahreswechsel Briefe oder Waren verschickt, muss mit höheren Portokosten rechnen. Die Deutsche Post hat für den 1. Januar 2027 neue Preise und teilweise veränderte Formate angekündigt. Besonders stark fällt der Sprung beim Maxibrief aus – allerdings bekommt das Produkt zugleich deutlich großzügigere Gewichts- und Maßgrenzen. Endgültig sind die Preise noch nicht: Die Deutsche Post weist ausdrücklich auf die ausstehende Genehmigung der Bundesnetzagentur hin.
Die geplanten Preise ab 1. Januar 2027
Die Preisübersicht der Deutschen Post zu den Änderungen 2027 nennt für den nationalen Briefversand folgende Endpreise:
| Produkt | Bisher | Geplant ab 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| Postkarte | 0,95 € | 1,15 € | +0,20 € |
| Standardbrief | 0,95 € | 1,15 € | +0,20 € |
| Kompaktbrief | 1,10 € | 1,25 € | +0,15 € |
| Großbrief | 1,80 € | 2,35 € | +0,55 € |
| Maxibrief | 2,90 € | 5,00 € | +2,10 € |
| Warensendung | 2,70 € | 3,10 € | +0,40 € |
Die Beträge sind Endpreise und laut Deutscher Post umsatzsteuerfrei. Der Vergleich zeigt den jeweils veröffentlichten alten und geplanten neuen Tarif; insbesondere beim Maxibrief ist er wegen der geänderten Leistungsgrenzen kein vollständig gleicher Produktvergleich. Für den 2-Kilogramm-Gewichtszuschlag bei Warensendungen nennt die Post zusätzlich 0,90 Euro, bisher sind es 0,85 Euro. Dieser Zuschlag ist nur zusammen mit dem Basisprodukt buchbar.
Maxibrief und Großbrief bekommen mehr Spielraum
Beim Standardbrief bleiben die wesentlichen Grenzen unverändert: höchstens 20 Gramm Gewicht, 0,5 Zentimeter Höhe und die bisherigen Mindest- und Höchstmaße. Der Großbrief darf künftig bis zu 3 Zentimeter hoch und bis zu 1.000 Gramm schwer sein; bislang waren es höchstens 2 Zentimeter und 500 Gramm.
Der Maxibrief soll künftig bis zu 2.000 Gramm wiegen dürfen. Seine maximale Länge steigt auf 38,1 Zentimeter, die Breite auf 30,5 Zentimeter; die Höhe wird auf 3 Zentimeter begrenzt. Bislang galt eine Höchstgrenze von 1.000 Gramm und 5 Zentimetern Höhe. Zugleich entfällt laut Übersicht der bisherige zusätzliche Maxibrief-Zuschlag für bestimmte größere Sendungen. Wer vor allem Gewicht, Dicke oder Maße ausnutzt, sollte deshalb nicht allein den alten und neuen Preis nebeneinanderstellen, sondern prüfen, welches Format ab 2027 tatsächlich passt.
Auch die Warensendung bleibt ein eigener Tarif. Sie ist für zulässige Waren und Bücher vorgesehen und kann zur Prüfung der tariflichen Voraussetzungen geöffnet werden. Die Deutsche Post nennt für das Basisprodukt unveränderte Format- und Gewichtsgrenzen, aber einen geplanten Preis von 3,10 Euro.
Die Bundesnetzagentur setzt den Rahmen
Die konkreten Produktpreise sind noch nicht endgültig genehmigt. Die Bundesnetzagentur erläuterte am 12. Oktober 2026, dass sie zunächst den Preisänderungsspielraum für die Produktkörbe festlegt. Für Privatkundenbriefe liegt der durchschnittlich mögliche Spielraum demnach bei 20,35 Prozent für den Zeitraum 2027 bis 2028. Wie die Deutsche Post diesen Spielraum auf einzelne Produkte verteilt, ist ihre unternehmerische Entscheidung; die konkreten Entgelte müssen anschließend in einem weiteren Verfahren genehmigt werden.
Die Deutsche Post veröffentlicht bereits eine Tabelle mit geplanten Einzelpreisen und neuen Formaten, kennzeichnet diese jedoch ausdrücklich als vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung. Das heißt: Die Angaben sind ein konkreter Plan, aber kein Nachweis, dass die Bundesnetzagentur jeden Betrag bereits bestätigt hat. Bis zur Entscheidung sollten Verbraucher die Werte daher als angekündigte Tarife behandeln.
Häufige Fragen
Was soll ein Standardbrief ab 2027 kosten?
Die Deutsche Post plant 1,15 Euro statt bisher 0,95 Euro. Die Genehmigung der Bundesnetzagentur steht noch aus.
Ist der Maxibrief-Preis von 5 Euro schon endgültig?
Nein. Die Deutsche Post kennzeichnet alle genannten Preise als vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch die Bundesnetzagentur.
Warum ist der Maxibrief-Sprung größer als bei anderen Briefen?
Der geplante Preis steigt von 2,90 auf 5 Euro. Gleichzeitig sollen höhere Gewichte und größere Grundmaße möglich werden. Das neue Angebot ist daher nicht in allen Punkten mit dem bisherigen Maxibrief vergleichbar.
Welche Briefformate nutzt Du am häufigsten – und würden die geplanten neuen Gewichtsgrenzen Deine Versandwahl verändern? Schreib es gern in die Kommentare.
Quellen und Stand
- Deutsche Post: Porto 2027 – neue Preise und Formate (abgerufen am 7. November 2026).
- Bundesnetzagentur: Geplanter Spielraum für Porti ab 2027 (12. Oktober 2026).
Recherche- und Datenstand: 7. November 2026.
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.
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