Betroffene ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sollen laut Hersteller vorerst höchstens bis 80 Prozent laden – auch in der Schweiz

Das Wichtigste in Kürze

  • Volkswagen ruft weltweit bestimmte ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz wegen möglicher Überhitzung der Hochvoltbatterie zurück – die Aktionen heissen 93MF und 93MV und wurden für den EU-Raum als Safety-Gate-Meldungen SR/03126/26 und SR/03125/26 erfasst.
  • Die Schweiz ist weder EU- noch EWR-Mitglied und damit nicht an die Safety-Gate-Datenbank angeschlossen; massgeblich ist für Schweizer Halterinnen und Halter das direkte Schreiben von AMAG, dem offiziellen Volkswagen-Importeur, bzw. des Volkswagen-Partnerbetriebs.
  • Ob ein einzelnes Auto betroffen ist, lässt sich nicht am Modell allein erkennen – entscheidend ist die Fahrgestellnummer (FIN/VIN), die ein Volkswagen-Partner prüfen kann.

Bei bestimmten Elektroautos der Volkswagen-ID-Familie kann die Hochvoltbatterie bei hohem Ladestand überhitzen. Für die Schweiz zählt jetzt vor allem eines: die Ladegrenze von 80 Prozent einhalten und den Rückrufstatus beim Volkswagen-Partner anhand der Fahrgestellnummer prüfen lassen – unabhängig davon, ob bereits ein Brief eingetroffen ist.

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Die Aktionen betreffen keine komplette Baureihe und nicht automatisch jedes Auto eines bestimmten Baujahrs. In den Batterien bestimmter Fahrzeuge können Komponenten eines Zulieferers verbaut sein, die nicht den Anforderungen entsprechen. Modellname und Produktionszeitraum sind nur erste Hinweise – eine verlässliche Zuordnung kann nur über die 17-stellige Fahrgestellnummer erfolgen.

Zwei Aktionen, mehrere ID-Modelle

Im EU-Raum listet das Schnellwarnsystem Safety Gate der Europäischen Kommission die Meldung SR/03126/26 für die Modelle ID.3, ID.4, ID.7 sowie ID. Buzz People und ID. Buzz People Cargo. Als Herstelleraktion ist 93MF angegeben, Produktionszeitraum 13. Juli 2022 bis 6. Juni 2025. Eine zweite Meldung, SR/03125/26, betrifft bestimmte ID.4 und ID.7 unter der Aktion 93MV, Produktionszeitraum 18. September 2023 bis 27. Juni 2025.

Weil Volkswagen die betroffenen Fahrzeuge weltweit über dieselbe Fehlerursache identifiziert, gelten die Aktionen 93MF und 93MV inhaltlich auch für in der Schweiz zugelassene Fahrzeuge – unabhängig davon, in welchem Land sie erstmals zugelassen wurden.

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Warum die Schweiz eine Sonderrolle hat

Die Schweiz ist weder EU- noch EWR-Mitglied. Die Safety-Gate-Datenbank der EU-Kommission ist deshalb nicht automatisch auf Schweizer Fahrzeuge anwendbar, und eine zentrale, öffentlich durchsuchbare amtliche Rückrufdatenbank mit FIN-Abgleich – wie sie das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt oder die britische DVSA anbieten – konnte für die Schweiz bei dieser Recherche nicht gefunden werden. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und die kantonalen Strassenverkehrsämter führen keine öffentliche, durchsuchbare Rückrufliste.

Als Anlaufstellen dienen in der Praxis auto-schweiz, der Branchenverband der Importeure, sowie der Touring Club Schweiz (TCS, Rubrik Rückrufe und Mängel) – beide sind Branchen- beziehungsweise Club-Portale, keine Behörden. Massgeblich bleibt für Schweizer Halterinnen und Halter das direkte Rückrufschreiben von AMAG, dem offiziellen Volkswagen-Importeur für die Schweiz, oder die Auskunft eines Volkswagen-Partnerbetriebs anhand der Fahrgestellnummer.

Hoher Ladestand erhöht das Überhitzungsrisiko

Die von Volkswagen veröffentlichte Information zu 93MF und 93MV beschreibt den Kern des Problems so: Bei einzelnen Hochvoltbatterien eines bestimmten Zulieferers könnten Komponenten die Qualitätsanforderungen verfehlen. Wird eine betroffene Batterie über 80 Prozent geladen, könne sie überhitzen – mit Brandgefahr und dem Risiko schwerer Verletzungen und erheblicher Sachschäden.

Volkswagen erklärt, es seien keine bestätigten Personenschäden bekannt, wohl aber einzelne Fälle mit Sachschaden. Diese Angabe bezieht sich auf die Herstellerdarstellung und ist kein Beleg dafür, dass jedes betroffene Fahrzeug bereits einen Schaden hat – der Fehler sei von aussen nicht zwingend erkennbar, weshalb alle zugeordneten Fahrzeuge geprüft werden sollen.

Praktische Sicherheitsregel

  • Ladeziel bis zur Klärung auf höchstens 80 Prozent setzen.
  • Eine bereits vom Fahrzeug gesetzte Begrenzung nicht umgehen.
  • Bei gelber Batteriewarnung zeitnah den Volkswagen-Partner kontaktieren.
  • Bei Rauch oder Feuer anhalten, wenn möglich im Freien abstellen, Zündung ausschalten, Fahrzeug verlassen und die Nummer 118 (Feuerwehr) oder 144 wählen.
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Die 80-Prozent-Grenze senkt laut Hersteller die Belastung der Hochvoltbatterie und vergrössert die Sicherheitsreserve. Sie gilt für den maximalen Ladestand, nicht für die Ladeart: Gleichstrom-Schnellladen bleibt laut Volkswagen grundsätzlich möglich, solange der Ladestand 80 Prozent nicht übersteigt.

So läuft die Prüfung über die FIN

Die Fahrgestellnummer (FIN, auch VIN) steht im Fahrzeugausweis und meist auch unten an der Windschutzscheibe. Halterinnen und Halter sollten sie bereithalten und bei einem Volkswagen-Partner in der Schweiz nach den Aktionen 93MF und 93MV fragen. Wer bereits ein Schreiben von AMAG oder dem Partnerbetrieb erhalten hat, folgt den darin genannten Schritten.

Volkswagen hat die maximale Ladekapazität nach eigener Darstellung bei vielen betroffenen, online verbundenen Fahrzeugen bereits aus der Ferne auf 80 Prozent begrenzt. Halterinnen und Halter können im Infotainmentsystem oder in der App prüfen, ob sich das Ladeziel oberhalb von 80 Prozent setzen lässt; andernfalls soll der Battery-Care-Modus manuell aktiviert werden. Ein ausbleibender Brief ist kein guter Grund, eine auffällige Warnmeldung zu ignorieren – der direkte FIN-Abgleich beim Markenbetrieb bleibt die belastbarste Prüfung.

Was beim Volkswagen-Partner passiert

Nach Herstellerangaben wird zunächst der Zustand der Hochvoltbatterie ausgewertet. Zeigt die Analyse keine Auffälligkeit, kann die vorübergehende Ladebegrenzung nach erfolgreicher Prüfung aufgehoben werden. Werden Unregelmässigkeiten erkannt, bleibt die Begrenzung bestehen, bis die betroffenen Batteriemodule ersetzt sind. Je nach Fahrzeug ist eine physische Batterieprüfung nötig, bei Bedarf werden Module ausgetauscht; die Arbeiten im Rahmen der Aktion sind laut Hersteller kostenlos.

Ob darüber hinaus Ansprüche gegenüber dem Verkäufer bestehen, richtet sich in der Schweiz nach dem Kaufvertrag und dem Obligationenrecht (Gewährleistung); der Rückruf allein entscheidet diese zivilrechtliche Frage nicht.

Häufige Fragen

Kann ich einen betroffenen VW ID in der Schweiz weiterfahren?

Volkswagen hält die Nutzung grundsätzlich für möglich, wenn die Batterie höchstens bis 80 Prozent geladen wird und keine Warnanzeige vorliegt. Massgeblich bleiben das persönliche Rückrufschreiben von AMAG und die Anweisung des Volkswagen-Partners.

Gibt es in der Schweiz eine amtliche Rückrufdatenbank wie das KBA in Deutschland?

Nein – bei dieser Recherche liess sich keine öffentliche, amtliche Rückrufdatenbank mit FIN-Abgleich für die Schweiz finden. Massgeblich ist das direkte Schreiben des Importeurs AMAG oder die Auskunft beim Volkswagen-Partner.

Was bedeuten die Codes 93MF und 93MV?

Das sind die weltweiten Herstellerkennungen der beiden Volkswagen-Sicherheitsaktionen, die auch für die Schweiz gelten, auch wenn sie ursprünglich als EU-Safety-Gate-Meldungen erfasst wurden.

Bleibt die Ladegrenze dauerhaft bestehen?

Nein. Nach erfolgreicher Prüfung und allen nötigen Arbeiten sollen laut Hersteller die ursprüngliche Ladekapazität und Reichweite wiederhergestellt werden.

Was ist Ihre Erfahrung?

Haben Sie als Halterin oder Halter in der Schweiz ein Schreiben von AMAG zu 93MF oder 93MV erhalten? Schildern Sie Ihre Erfahrung gern sachlich in den Kommentaren, ohne die vollständige Fahrgestellnummer oder andere persönliche Daten zu veröffentlichen.

Quellen und Stand

Recherche- und Datenstand: 7. November 2026.

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe. Länderfassung auf Basis eines Artikels von NETZ-TRENDS.de, für die Schweiz recherchiert.

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