Nur reine Batterie-E-Autos, nur einmal pro Fahrzeug und Jahr: Was Halterinnen und Halter in Deutschland jetzt wissen müssen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Frist für die THG-Quote 2026 endet nach dem Umweltbundesamt am 15. November 2026; Anbieter setzen eigene, teils frühere Fristen.
  • EnBW und ein weiterer Anbieter nehmen nach eigenen Angaben Anträge nur bis Samstag, 31. Oktober 2026 an, ein dritter bis 10. November.
  • Es zählen nur reine Batterie-E-Autos, Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Pro Fahrzeug wird die Strommenge nur einmal je Kalenderjahr bescheinigt.

Wer ein reines Elektroauto fährt, kann seine Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) für 2026 noch zu Geld machen, bei einigen Anbietern aber nur bis Samstag, 31. Oktober. Gesetzlich bleibt in Deutschland Zeit bis zum 15. November.

Die Quote ist eine Art Klimaprämie für E-Auto-Besitzerinnen und -Besitzer: Wer ein Elektroauto in Deutschland zugelassen hat, kann sich vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) eine pauschale Strommenge bescheinigen lassen und diese weitergeben. Die Bescheinigung kann laut UBA nur direkt an ein quotenverpflichtetes Unternehmen übertragen werden. Ein Zwischenhandel mit Bescheinigungen ist demnach nicht möglich.

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Anbieter wie EnBW wickeln den Antrag für Halterinnen und Halter ab. Betrag und Annahmefrist nennen die Anbieter selbst.

Zwei Fristen, die nicht dasselbe sind

Das UBA nimmt Mitteilungen zu Strommengen für nicht öffentliches Laden nach seiner Vollzugs-FAQ zur 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung bis zum Ablauf des 15. November des jeweiligen Verpflichtungsjahres entgegen. Für 2026 ist das der 15. November, ein Sonntag.

Anbieter setzen allerdings eigene, frühere Annahmefristen; wirkaufendeinethg.de begründet seine damit, Anträge rechtzeitig vor dem gesetzlichen Stichtag weitergeben zu müssen. Die Übersicht zeigt, was drei Anbieter selbst angeben.

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Stelle Art der Frist Datum 2026
Umweltbundesamt gesetzliche Frist 15. November
EnBW Antrag spätestens bis 31. Oktober
Anbieter thg-quotenportal.de Annahme von Anträgen 31. Oktober
Anbieter wirkaufendeinethg.de Annahmefrist 10. November
Quellen: Umweltbundesamt (Vollzugs-FAQ, Fassung vom 18. Juli 2025); Angaben der Anbieter auf ihren Webseiten, abgerufen am 27. Oktober 2026 (wirkaufendeinethg.de: Blogbeitrag vom 31. August 2026).

Der 31. Oktober fällt auf einen Samstag, der 10. November auf einen Dienstag. Wer bei einem Anbieter beantragen will, sollte die genannte Frist daher nicht als Richtwert, sondern als Stichtag behandeln. Anbieter, die in der Übersicht fehlen, können abweichen.

Wer die Prämie bekommen kann

Antragsberechtigt ist nach der UBA-Vollzugs-FAQ bei Privatfahrzeugen die Person, auf die das Fahrzeug zugelassen ist. Sie kann auch eine dritte Stelle damit beauftragen. Ob das Auto auf eine natürliche oder juristische Person zugelassen ist, spielt demnach keine Rolle.

Die Anbieter formulieren das praktisch: EnBW verlangt, dass die antragstellende Person als Halterin oder Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Bei Leasing gilt das nur, wenn man selbst Halterin oder Halter ist. Gewerblich genutzte Fahrzeuge werden bei EnBW einzeln je Fahrzeug beantragt, eine Flottenlösung gibt es dort nicht.

Entscheidend ist der Antrieb: Nur rein batteriebetriebene Fahrzeuge kommen infrage. Für Fahrzeuge, die nicht rein batteriebetrieben sind, sieht das UBA keine Bescheinigung vor. EnBW nennt Plug-in-Hybride ausdrücklich als nicht förderfähig. Einen Nachweis über Ökostrom oder gefahrene Kilometer verlangt EnBW nicht.

Einmal je Fahrzeug und Jahr

Das UBA bescheinigt den Schätzwert pro Fahrzeug nur einmal je Kalenderjahr, unabhängig davon, wie viele Halterinnen und Halter es in dem Jahr gab. Ist die Menge einmal bescheinigt, werden weitere Anträge für dasselbe Fahrzeug abgelehnt. Vorab prüft das UBA nach eigenen Angaben nicht, ob für ein Fahrzeug schon eine Bescheinigung vorliegt.

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Das ist vor allem beim Autokauf und -verkauf wichtig. Die Verkäuferin oder der Verkäufer muss die Käuferin oder den Käufer laut UBA darüber informieren, wenn im laufenden Jahr bereits eine Bescheinigung erfolgt ist. Wer 2026 ein gebrauchtes E-Auto gekauft hat, sollte deshalb vor dem Antrag nachfragen, ob die Prämie für dieses Jahr schon vergeben wurde. Mehr zu Preisen und Werten gebrauchter Stromer steht in unserem Beitrag zum Restwert gebrauchter E-Autos.

Betrag und Auszahlung vergleichen

Auf der Seite von EnBW steht derzeit eine Prämie von 350 Euro, die bei Antragstellung ausgewiesen und garantiert ausgezahlt werden soll. EnBW weist selbst darauf hin, dass sich der Betrag jederzeit ändern kann und andere Anbieter abweichen können. Ausgezahlt wird nach Angaben des Unternehmens in der Regel wenige Wochen nach dem Upload aller Unterlagen, Verzögerungen durch das UBA seien möglich.

Weil die Beträge, Garantien und Auszahlungstermine je Anbieter unterschiedlich sind, lohnt ein kurzer Vergleich vor dem Antrag. Die Checkliste fasst zusammen, was vorher geklärt sein sollte.

Checkliste vor dem Antrag

  • Antragsfrist des gewählten Anbieters prüfen, nicht nur die gesetzliche Frist.
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) bereithalten und prüfen, ob man selbst als Halterin oder Halter eingetragen ist.
  • Klären, ob der Betrag garantiert ist und wann ausgezahlt wird.
  • Bei Gebrauchtkauf 2026 beim Verkäufer nachfragen, ob die Quote für dieses Jahr schon genutzt wurde.
  • Bei gewerblich genutzten Fahrzeugen die steuerliche Behandlung der Prämie mit der Steuerberatung klären.

Noch keine E-Auto-Besitzerin und kein E-Auto-Besitzer? Zur staatlichen Kaufprämie für Neuwagen haben wir die Regeln gesondert aufbereitet: E-Auto-Prämie 2026: Höhe, Einkommen, Kinder.

Frist verpasst: Das Jahr ist weg

Eine nachträgliche Meldung ist nicht möglich. Nach der UBA-Vollzugs-FAQ sind Mitteilungen nur innerhalb der gesetzlichen Fristen zulässig, Meldungen für weiter zurückliegende Jahre sind ausgeschlossen. Auch thg-quotenportal.de schreibt, dass nicht genutzte Ansprüche verfallen und es weder Übertrag noch rückwirkende Beantragung gibt.

Der Anbieter thg-quotenportal.de nimmt nach eigenen Angaben schon Anträge für 2027 an und übermittelt sie zum 1. Januar 2027 gesammelt an das UBA.

Häufige Fragen

Gilt die THG-Quote auch für Plug-in-Hybride?

Nein. Für Fahrzeuge, die nicht rein batteriebetrieben sind, sieht das UBA keine Bescheinigung vor. EnBW nennt Plug-in-Hybride ausdrücklich als nicht förderfähig.

Bis wann kann ich die THG-Quote 2026 beantragen?

Gesetzlich bis zum Ablauf des 15. November 2026. Anbieter setzen eigene Fristen: EnBW und thg-quotenportal.de nennen den 31. Oktober, wirkaufendeinethg.de den 10. November.

Muss ich nachweisen, woher mein Ladestrom kommt?

Bei EnBW ist kein Nachweis über Ökostrom oder gefahrene Kilometer nötig. Verlangt wird ein Foto oder Scan des Fahrzeugscheins, beide Seiten. Andere Anbieter können abweichende Unterlagen verlangen.

Kann ich die Prämie für 2026 nachträglich beantragen?

Nein. Das UBA schließt Mitteilungen außerhalb der gesetzlichen Fristen aus. Nicht genutzte Ansprüche verfallen laut thg-quotenportal.de.

Haben Sie Ihre THG-Quote für 2026 schon beantragt, und welche Erfahrungen haben Sie mit der Auszahlung gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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