Internet Rolle Rückwärts: Vodafone will keine Netzdrosselung für Filesharingdienste mehr

Der britische Weltkonzern Vodafone hat Verbraucher gegen sich aufgebracht, als er ankündigte, er wolle ein Zwei-Klassen-Internet schaffen:

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Filesharer und Vodafone-Kunden können aufatmen.

Für die einen wolle Vodafone schnelles Internet ausliefern, bei den anderen ab einem bestimmten Download-Datenvolumen die Geschwindigkeit massiv drosseln. Jetzt vollzieht Vodafone einen Rückzieher: Nutzer von Filesharingdiensten sollen doch nicht mit geringerer Geschwindigkeit rechnen müssen, heißt es.

Demnach sollten Filesharer, die über das Vodafone Kabelnetz beliefert werden - beispielsweise über Kabel Deutschland - doch nicht ab einem bestimmten genutzten Datenvolumen das Internet über Kabel nur noch mittels Kriechspur erhalten. Vodafone erklärte, es habe sich lediglich um ein Pilotprojekt gehandelt.

Ursprünglich wollte Vodafone für den Zugang zu Filesharingdiensten wie BitTorrent ab einem Datenlimit von 10 Gigabyte (GB) am Tag auf 100 Kilobit pro Sekunde (Kbit/S) drosseln, was eine Kriechspur gewesen wäre.

Künftig gilt also wieder: Vodafone-Kabelkunden, die Filesharer nutzen, dürfen auch künftig über 10 GB täglich herunterladen. Selbst die bei Vodafone geltende Drosselungsgrenze von 60 GB pro Tag soll künftig nicht mehr greifen. Voraussetzung für solche exzessiven Datennutzung ist allerdings, dass ein Vertrag mit Vodafone besteht, welcher kein Datenlimit vorsieht.