Expedia kauft Orbitz für 1,34 Milliarden Dollar

Von der Übernahme berichtet nun der amerikanische Wirtschaftsnachrichten-Dienst Bloomberg. Angeblich wolle Expedia den Kauf von Orbitz - einer Reisewebseite, welche in Deutschland faktisch keine Rolle spielt, dafür aber in den USA - in bar abwickeln:

Ging jetzt für über eine Milliarde Dollar über die Theke: Orbitz.

Der Übernahmekampf im Online-Geschäft mit Reisen geht weiter. Jetzt kauft die ehemalige Microsoft-Tochter Expedia Inc. für 1,34 Milliarden US-Dollar die Reisebuchungs-Webseite Orbitz.

Damit rückt Expedia seinem Ziel etwas näher, dem weltweiten Branchenführer im Onlinereise-Markt, der Priceline Group Inc., stärker Konkurrenz zu machen.

Nach bisherigen Berichten zahle Expedia 12 Dollar pro Aktie, was bedeuten würde, dass Expedia rund 25 % auf den aktuellen Wert der Aktie drauf legen würde. Das gesamte Volumen der Transaktion wird auf circa 1,6 Milliarden Dollar beziffert - einschließlich der Nettoschulden.

Die Übernahmeschlacht im Reisegeschäft hatte bereits vor einem Jahr Priceline, das weltweit größte Online-Reiseunternehmen, eingeleitet. So hatte Priceline eine Minderheitsbeteiligung an Ctrip.com International Ltd. gezeichnet und für rund 2,5 Milliarden US-Dollar OpenTable übernommen - eine Webseite für Restaurantreservierungen in den USA. Zudem hatte Expedia für rund 280 Millionen Dollar in bar die Säbel Corp. Travelocity übernommen.

Die Einverleibung von Orbitz durch Expedia kommt in der Branche nicht ganz unerwartet - war doch seit Monaten spekuliert worden, wer Orbitz schlucken könnte. In Europa wiederum sorgte kürzlich zudem der Verkauf von Lastminute.com für Schlagzeilen. Eine Webseite die vor allem in diversen europäischen Ländern ein gutes Branding hat.

Doch ob Orbitz tatsächlich ins Expedia-Reich überwechseln darf, darüber müssen in den USA noch die Regulierungsbehörden entscheiden. Zudem muss sich die Mehrheit der Orbitz-Aktionäre dafür aussprechen:

Derzeit kommt die Expedia-Gruppe auf einen Unternehmenswert von 10,6 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein Unternehmenswert der Priceline-Gruppe (ebenfalls USA) von über 53 Milliarden Dollar entgegen.

Auch in Deutschland könnten in den nächsten Monaten Übernahmen im Online-Reisegeschäft anstehen.

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