Elektroauto: Tesla sieht in USA Autohandel in Michigan bedroht

Konkret geht es um den Gesetzentwurf HB5606, welcher vom republikanischen Gouverneur Rick Snyder bis zum 21. Oktober unterschrieben werden soll. Tesla sagte, man sehe in diesem neuen Gesetz in Michigan die Basis für das Verbot der Eröffnung einer Tesla-Filiale in Michigan:

Foto: Tesla Motors Inc.
Der Tesla Roadster.

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla sieht im US-Bundesstaat Michigan die Möglichkeit des Auto-Vertriebs für Tesla bedroht. Grundlage für die Tesla-Kritik ist ein neues Gesetz in Michigan, welches die Geschäftstätigkeit des Automobilproduzenten in dem amerikanischen Bundesstaat angeblich beschränken könnte.

Deshalb fordert Tesla nun die Verbraucher im US-Bundesstaat Michigan auf, sie sollten öffentlich Druck auf ihre Bundesstaaten-Regierung ausüben, um ein Veto gegen das neue Handelsgesetz zu erreichen.

Dass es nun überhaupt zu solch drastischen Auseinandersetzungen zwischen dem in Kalifornien ansässigen Autohändler Tesla und der Regierung von Michigan kommt, hat die Ursache darin, dass das neue Autohändler-Gesetz in Michigan vorsieht, dass die Autohändler grundsätzlich zusätzliche Gebühren auf den Kaufpreis für alle Fahrzeuge beliebiger Autohersteller erheben dürfen.

Nicht ganz klar ist, warum nun Tesla meint, diese Zusatzgebühren-Erlaubnis könne ausgerechnet Tesla daran hindern, in Michigan Autos zu verkaufen. Tesla schreibt jedenfalls von "dubosen Gebühren", welche bereits in der Vergangenheit umstritten seien.

Dreh- und Angelpunkt scheint neben den Gebühren zu sein, dass das möglicherweise neue Automobilhändler-Gesetz in Michigan Franchise-Autohäuser schützt und anderen ein Vertriebsverbot auferlegen könne, lautet die Kritik. Tesla moniert, wonach Tesla traditionell nicht über Franchise-Autohäuser verfüge. So sehe man sich künftig noch nicht einmal mehr in der Lage, über einen eigenen Tesla Store oder Tesla Galerie potentielle Kunden in Michigan über Tesla Autos zu informieren:

Derweil wird die Debatte immer hitziger. So unterstellen Kritiker des republikanischen Gouverneurs von Michigan, dieser wolle das neue Gesetz vor allem deshalb erlassen, da die Michigan Automobile Dealers Association als einer der Top-Beitragszahler in Michigan für den Staatshaushalt gelte und man diesen bestehenden Händlernetzen eine Art Schutzschild gewähren wolle, um neue Konkurrenten zu verhindern.

Tesla spricht von einem wettbewerbswidrigen Verhalten, das aber derzeit von der Politik nicht nur in Michigan praktiziert werde, sondern auch von den Bundesstaaten-Regierungen in New Jersey und Missouri. Letztlich würden auch diese Regierungen versuchen, angeblich bestehende Monopole im Autohandel zu stärken.