Datenskandal Adope: Hacker stehlen Finanzdaten von 2,9 Mio. Kunden

Bislang gehen Fachleute davon aus, dass möglicherweise auch Deutsche von dem Datenskandal betroffen sein könnten. Adobe bestätigte mittlerweile, dass die Sicherheitslücke im Unternehmen auch Finanzinformationen der betroffenen Kunden betreffen könnten.

Screenshot: adope homepage
Bis zu 2,9 Millionen Kundendaten wurden von adope wohl gestohlen.

In einem umfangreichen Hackerangriff auf den Software-Hersteller Adobe (Adope Reader, Adope writer, adope pdf, adope flash player, adope flash, Adobe Systems GmbH, Adobe Systems Software Ireland Limited, ADOBE SYSTEMS INCORPORATED etc.), sind bis zu 2,9 Millionen Kundendaten gestohlen worden. Es ist einer der größten Datenskandale in der Geschichte des amerikanischen Konzerns Adobe.

Adobe selber spielt den Datenskandal aber etwas herunter, indem man von "sophisticated attacks" spricht, welche man jedoch bereits am Donnerstag entdeckt habe. Neben den üblichen Kundendaten seien auch, schreibt Adobe, Zugangsdaten der Kunden von den Hackern gestohlen worden als auch Zugangscodes für einige Produkte. Am schlimmsten ist es aber, dass Adobe nach bisherigen Informationen scheinbar noch nicht einmal in der Lage war, die Kreditkartenzugangsdaten so zu sichern, dass sie nicht auch von den Hackern entwendet werden hätten können. Doch genau der Diebstahl von Kreditkarteninformationen scheint aber in dem Hackerangriff auf Adobe nun passiert zu sein.

So heißt es, dass selbst verschlüsselte Kreditkartennummern (encrypted credit or debit card numbers) von den Adobe-Hackern gestohlen worden seien. Doch damit könnte noch nicht das Ende der Fahnenstange im Datenskandal bei Adobe erreicht sein. Möglicherwiese, heißt es, seien auch weitere persönliche Daten entwendet worden - beispielsweise Bestellungen von Kunden.

Aufgedeckt worden war der Datenskandal wohl von den beiden Journalisten Brian Krebs und Alex Holden von Online-Magazin Hold Security. Die beiden Journalisten sagten, sie hätten auf einem „server of cybercriminals“ umfangreiche Datenfiles gefunden mit einem "source code", welcher auf eine großen Datenskandal und Hackerangriff hingedeutet hätte. Zunächst hätten die Fachjournalisten gedacht, es könne sich um Daten des Finanzdienstleisters LexisNexis handeln. Erst später sei man darauf gekommen, dass es sich um sensibelste Kundendaten von Adobe handeln müsse.

Mittlerweilte, teilte Adobe mit, habe man die Passwörter von allen Kunden erneuert, also ein Reset der Passwörter durchgeführt ("reset the passwords of all customers"). Außerdem habe Adobe die Banken über das große Datenleck informiert und zusätzlich die Kunden davon in Kenntnis gesetzt.