Adressen, E-Mails und Telefonnummern sowie verschlüsselte Passwörter könnten betroffen sein – Zahlungsdaten laut Unternehmen nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der deutsche Online-Händler Mindfactory (Heise Mindfactory GmbH) wurde Opfer eines Hackerangriffs auf die eigenen Systeme und informierte betroffene Kundinnen und Kunden am 6. November 2026 per E-Mail.
  • Nach Angaben des Unternehmens könnten Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sowie verschlüsselt gespeicherte Passwörter betroffen sein; Hinweise auf im Klartext zugängliche Passwörter gebe es nach aktuellem Stand nicht.
  • Bank- und Kreditkartendaten sind laut Mindfactory nicht betroffen, weil sie nicht im Shopsystem, sondern bei den Zahlungsdienstleistern gespeichert werden.
  • Mindfactory hat die zuständige Landesdatenschutzbehörde informiert, Strafanzeige bei der Polizei erstattet und alle Shop-Passwörter zurückgesetzt – betroffene Kundinnen und Kunden müssen sich ein neues Passwort vergeben.

Der deutsche Online-Händler Mindfactory wurde Opfer eines Hackerangriffs auf die eigenen Systeme. Das Unternehmen informierte betroffene Kundinnen und Kunden am Freitagabend per E-Mail und setzte alle Shop-Passwörter zurück.

Mindfactory zählt zu den bekannteren deutschen Online-Händlern für PC-Hardware und Elektronik und gehört seit der Übernahme durch den Heise-Verlag im Jahr 2025 als Heise Mindfactory GmbH zur Heise Gruppe. Wer dort zuletzt ein Konto genutzt hat, sollte die E-Mails der vergangenen Stunden genau prüfen – und auch danach wachsam bleiben.

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Offen ist bislang, wann genau die Angreifer in die Systeme eingedrungen sind und wann Mindfactory den Vorfall entdeckt hat. Das Unternehmen teilte lediglich mit, die Untersuchungen liefen noch, und man werde neue relevante Erkenntnisse mitteilen.

Was bei Mindfactory passiert ist

Mindfactory informierte seine Kundinnen und Kunden am 6. November 2026 per E-Mail darüber, dass Unbekannte sich Zugriff auf Unternehmenssysteme verschafft hatten. In der Mitteilung heißt es wörtlich, man könne nicht ausschließen, dass die Angreifer Zugriff auf bestimmte personenbezogene Daten hatten.

Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens ausschließlich Kundinnen und Kunden der seit 2025 bestehenden Heise Mindfactory GmbH. Konten der zuvor insolventen, rechtlich eigenständigen alten Mindfactory GmbH sind demnach nicht betroffen – ein Unterschied, der angesichts der komplizierten Firmengeschichte des Händlers leicht übersehen wird.

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Welche Daten betroffen sein könnten – und welche nicht

Laut Mindfactory könnten bei dem Angriff folgende Angaben eingesehen worden sein: Namen, Adressdaten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sowie Passwörter – diese allerdings nur in verschlüsselter Form. Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass Passwörter im Klartext zugänglich waren.

Nicht betroffen sind nach Darstellung des Unternehmens Bank- und Kreditkartendaten. Der Grund: Diese werden bei Bestellungen nicht im Shopsystem von Mindfactory gespeichert, sondern direkt bei den eingebundenen Zahlungsdienstleistern verarbeitet.

„Nach aktuellem Stand unserer Untersuchungen können wir nicht ausschließen, dass die Angreifer Zugriff auf bestimmte personenbezogene Daten hatten.“

Mindfactory, Kundenmitteilung vom 6. November 2026

Was Mindfactory jetzt unternimmt

Mindfactory hat nach eigenen Angaben die zuständige Landesdatenschutzbehörde über den Vorfall informiert und Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Parallel wurden sämtliche Shop-Passwörter serverseitig zurückgesetzt, sodass ein Login mit dem bisherigen Passwort nicht mehr möglich ist.

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Betroffene erhalten per E-Mail einen Link, über den sie sich zunächst mit einem temporären Passwort anmelden und anschließend unter „Mein Konto“ ein neues, eigenes Passwort vergeben können. Für Rückfragen nennt das Unternehmen die Adressen info@mindfactory.de und Datenschutz@mindfactory.de.

Checkliste: Das sollten Mindfactory-Kundinnen und -Kunden jetzt tun

  • Die E-Mail von Mindfactory prüfen und über den enthaltenen Link ein neues, sicheres und einzigartiges Passwort vergeben.
  • Dasselbe Passwort nicht für andere Online-Konten weiterverwenden – wer das bisher doch getan hat, sollte es auch dort ändern.
  • Bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Anrufen misstrauisch sein, die persönliche Daten abfragen oder zum Öffnen von Links und Anhängen auffordern – auch bei vermeintlichen Absendern wie Paketdiensten, Banken oder Zahlungsdienstleistern.
  • Keine Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen über Links aus E-Mails eingeben, sondern die Mindfactory-Seite direkt im Browser aufrufen.
  • Bei Fragen zum eigenen Konto direkt Datenschutz@mindfactory.de kontaktieren, statt auf verdächtige E-Mails zu antworten.

Schon der zweite Hardware-Händler in diesem Herbst

Mindfactory ist in diesem Herbst nicht der erste deutsche PC-Hardware-Händler, der seine Kundinnen und Kunden vor einem Cyberangriff warnen muss. Bereits Mitte Oktober 2026 hatte der Onlinehändler Notebooksbilliger seine Kundschaft über einen Cyberangriff informiert; betroffen waren nach dessen eigenen Angaben vor allem E-Mail-Adressen sowie teils Namen und Anschriften.

Beide Fälle folgen einem ähnlichen Muster: Die Händler melden den Vorfall selbst, grenzen die betroffenen Datenarten möglichst genau ein und raten vor allem zu Wachsamkeit gegenüber Phishing-Versuchen. Ob beide Angriffe zusammenhängen, ist öffentlich nicht bekannt.

Warum die Daten für Phishing genutzt werden könnten

Selbst wenn Zahlungsdaten und unverschlüsselte Passwörter nach aktuellem Stand nicht betroffen sind, reichen Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer aus, um gezielte Betrugsversuche glaubwürdiger wirken zu lassen. Kriminelle könnten diese Angaben nutzen, um sich als Mindfactory, ein Paketunternehmen oder eine Bank auszugeben und so an weitere Daten oder Zahlungen zu gelangen.

Direkte finanzielle Schäden allein durch den Mindfactory-Vorfall sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht zu erwarten, da Zahlungsdaten separat bei den Zahlungsdienstleistern liegen. Die größere Gefahr liegt in Folgeangriffen, die sich erst Tage oder Wochen später zeigen.

Häufige Fragen

Muss ich jetzt mein Mindfactory-Passwort ändern?

Ja. Mindfactory hat alle Shop-Passwörter serverseitig zurückgesetzt. Wer sich wieder einloggen will, benötigt den Link aus der Kundenmitteilung des Unternehmens und muss ein neues Passwort vergeben.

Sind meine Zahlungsdaten bei Mindfactory in Gefahr?

Nach Angaben des Unternehmens nicht: Bank- und Kreditkartendaten werden nicht im Shopsystem von Mindfactory gespeichert, sondern direkt bei den eingebundenen Zahlungsdienstleistern verarbeitet und waren laut Mindfactory von dem Angriff nicht betroffen.

Sind auch Kundinnen und Kunden der alten, insolventen Mindfactory GmbH betroffen?

Nach Angaben des Unternehmens nicht. Betroffen sind ausschließlich Konten der seit 2025 bestehenden Heise Mindfactory GmbH, die den Hardware-Handel nach der Übernahme durch den Heise-Verlag fortführt.

Was tun, wenn nach der Mindfactory-Warnung verdächtige E-Mails oder Anrufe eingehen?

Keine Links in unerwarteten Nachrichten anklicken und keine Zugangs- oder Zahlungsdaten herausgeben. Im Zweifel die betreffende Seite direkt im Browser aufrufen oder bei Mindfactory über Datenschutz@mindfactory.de nachfragen, statt auf die Nachricht selbst zu reagieren.

Sind Sie Kundin oder Kunde von Mindfactory und haben die Warnmail bereits erhalten? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung gerne in die Kommentare.

Quellen und Stand

Recherche- und Datenstand: 6. November 2026.

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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