Beim Fernsehkauf im November zählt neben dem Preis auch der Verbrauch im passenden Bildmodus – und die gewünschte Bildschirmgröße
Das Wichtigste in Kürze
- Das EU-Label weist den Energieverbrauch für SDR und HDR getrennt je 1.000 Stunden aus.
- Die Effizienzklasse und der absolute Verbrauch beantworten unterschiedliche Fragen.
- Eine eigene Rechnung mit Nutzungsstunden und Strompreis macht Angebote vergleichbarer.
Wer im November 2026 einen Fernseher für die dunkle Jahreszeit auswählt, sollte auf dem EU-Energielabel beide Verbrauchsangaben lesen. Der hervorgehobene Wert für normales Bildmaterial und die Angabe für HDR beziehen sich auf verschiedene Betriebsbedingungen. Erst wenn Sie gleiche Bildmodi, ähnliche Bildschirmgrößen und die geplante Nutzung vergleichen, entsteht eine brauchbare Grundlage für die Kaufentscheidung in Deutschland.
Zwei Bildmodi verlangen zwei Vergleiche
Die EU-Kommission erläutert das Display-Label mit einer Skala von A bis G sowie gesonderten Angaben für SDR und HDR. SDR bezeichnet den üblichen Standardumfang der Bilddarstellung; HDR steht für einen größeren Helligkeits- und Farbumfang. Die Kennzeichnung nennt außerdem Diagonale und Auflösung.
Die EU-Regelung zum Label, Anhang III, legt den Stromverbrauch jeweils in Kilowattstunden pro 1.000 Betriebsstunden fest. Das ist kein pauschaler Jahresverbrauch. Wenn ein Angebot nur die auffällige große Zahl zeigt, fordern Sie das vollständige Label an. Für einen Haushalt, der häufig HDR-Inhalte ansieht, gehört die zweite Verbrauchsangabe ausdrücklich auf die Vergleichsliste.
Was ein Unterschied von 30 kWh bedeuten kann
Eine Beispielrechnung zeigt die Größenordnung. Angenommen, zwei Geräte verbrauchen im gleichen Bildmodus 70 beziehungsweise 100 kWh je 1.000 Stunden. Bei 1.000 Stunden Nutzung im Jahr und einem angenommenen Arbeitspreis von 0,35 Euro je kWh ergeben sich folgende Kosten:
| Reines Rechenbeispiel | Verbrauch je 1.000 h | Kosten bei 1.000 h/Jahr |
|---|---|---|
| Gerät A | 70 kWh | 24,50 € |
| Gerät B | 100 kWh | 35,00 € |
| Unterschied | 30 kWh | 10,50 € |
Eigene Modellrechnung von NETZ-TRENDS. Fiktive Geräte und angenommener Strompreis; keine gemessenen Produktwerte, keine Tarifempfehlung. Stand: 4. November 2026.
Bei unveränderten Annahmen wären das über fünf Jahre 52,50 Euro Unterschied. Ein um 200 Euro höherer Kaufpreis würde sich in diesem Beispiel innerhalb dieser fünf Jahre allein durch den angesetzten Stromvorteil nicht ausgleichen. Ändern Sie Nutzungsdauer oder Strompreis, ändert sich das Ergebnis. Standby und zusätzliche Geräte sind hier nicht eingerechnet.
Für Ihre Rechnung lautet die Formel: Labelwert geteilt durch 1.000, multipliziert mit den jährlichen Stunden und dem eigenen Strompreis. Bei gemischter Nutzung rechnen Sie SDR und HDR mit ihren jeweiligen Stunden getrennt und addieren die Ergebnisse. Das bleibt eine Orientierung anhand standardisierter Werte, keine Zusage zur späteren Stromrechnung.
Erst die passende Größe, dann die Effizienzklasse
Die Kommission erklärt, dass die Klasseneinteilung die Bildschirmfläche berücksichtigt. Eine Klasse beschreibt deshalb nicht allein die Strommenge. Vergleichen Sie zuerst Geräte, deren Größe für Ihren Stellplatz infrage kommt, und betrachten Sie anschließend die absoluten kWh-Werte. Ein größerer Bildschirm ist nicht automatisch das passendere Angebot, nur weil sein Preisnachlass auffälliger aussieht.
- Modell genau notieren: Vollständige Kennung und Bildschirmdiagonale müssen zum angebotenen Gerät gehören.
- Beide Modi erfassen: SDR-Wert mit SDR-Wert, HDR-Wert mit HDR-Wert vergleichen.
- Gesamtbudget bilden: Kaufpreis, gegebenenfalls Lieferung und Ihre berechneten Stromkosten zusammen betrachten.
- Bild vorführen lassen: Entscheiden Sie selbst, ob das Bild unter den vorgesehenen Bedingungen überzeugt; das Label ersetzt diese Auswahl nicht.
Über den QR-Code führt das Label laut Kommission zur Produktdatenbank EPREL. Dort finden sich unter anderem weitere Angaben zum Standby. Die Datenbank ergänzt den Angebotszettel, sie ist kein eigener Bildqualitätstest. NETZ-TRENDS hat für diesen Beitrag keine Fernseher vermessen und keine aktuellen Händlerpreise systematisch erhoben.
Häufige Fragen
Sind 70 kWh auf dem Label der Jahresverbrauch?
Bei Fernsehern bezieht sich diese Angabe auf 1.000 Betriebsstunden im bezeichneten Modus. Ihre jährlichen Stunden können davon abweichen.
Kann ich SDR und HDR miteinander vergleichen?
Für den Gerätevergleich sollten jeweils dieselben Betriebsarten gegenüberstehen. Für die eigene Nutzung können Sie beide separat berechnen.
Zeigt die beste Klasse auch das beste Bild?
Das Energielabel bewertet nicht Ihren persönlichen Bildeindruck. Prüfen Sie Bild und Ausstattung zusätzlich.
Ihre Erfahrung: Welche Rolle spielen Bildschirmgröße und Stromverbrauch bei Ihrem nächsten Fernseher? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.
Quellen und Stand
- EU-Kommission: Electronic Displays und Erläuterung des Labels
- EU-Verordnung 2019/2013, Anhang III: Einheiten und Labelangaben
Recherche- und Datenstand: 4. November 2026.
Transparenz: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.
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