Der Umsatz steigt auf 92,3 Milliarden US-Dollar. Microsoft Cloud wächst 30 Prozent, Azure 48 Prozent; die Erlöse mit Windows-OEM und Geräten sinken.
Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft meldet für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden US-Dollar, 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Der Bereich Microsoft Cloud kommt auf 63,9 Milliarden Dollar und wächst um 30 Prozent; Azure legt laut Unternehmen um 48 Prozent zu.
- Windows-OEM- und Geräteumsätze sinken um 22 Prozent. Beim Nettogewinn fällt der GAAP-Zuwachs wegen eines Basiseffekts rund um OpenAI höher aus als die bereinigte Veränderung.
Microsoft hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Das Cloudgeschäft wuchs deutlich schneller als der Konzern insgesamt: Microsoft Cloud legte um 30 Prozent zu, Azure um 48 Prozent. Zugleich gingen die Erlöse mit Windows-OEM-Produkten und Geräten zurück.

Der Zeitraum endete am 30. September 2026; Microsoft veröffentlichte die Ergebnisse am 28. Oktober. Die Zahlen sind Konzernangaben und beziehen sich auf den Vorjahreszeitraum. Sie zeigen damit die weltweite Geschäftsentwicklung des Unternehmens, nicht die Nachfrage oder Preise in Deutschland.
Umsatz, Gewinn und Cloud im Überblick
Der Konzernumsatz betrug 92,279 Milliarden Dollar und lag damit 19 Prozent über dem Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis stieg um 21 Prozent auf 45,915 Milliarden Dollar. Microsoft Cloud setzte 63,9 Milliarden Dollar um, ein Plus von 30 Prozent. Für Azure meldete Microsoft ein Umsatzwachstum von 48 Prozent.
Auch die Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Der neu ausgewiesene Bereich „Agents and Infra“ kam auf 76,8 Milliarden Dollar Umsatz und wuchs um 25 Prozent. „Devices and Consumer“ setzte 15,5 Milliarden Dollar um, drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Microsoft weist darauf hin, dass die Segmentstruktur für das Geschäftsjahr 2027 angepasst wurde und Vergleichswerte entsprechend neu dargestellt sind.
Innerhalb des Geräte- und Verbrauchergeschäfts gingen die Erlöse mit Windows-OEM-Produkten und Geräten um 22 Prozent zurück. Xbox-Inhalte und -Dienste verzeichneten ein Minus von zwei Prozent. Diese Kennzahlen beschreiben Microsofts eigene Geschäftssparten; sie sind keine Verkaufsstatistik für den gesamten PC- oder Spielemarkt.
Warum der Nettogewinn-Sprung einzuordnen ist
Der nach US-Rechnungslegung ausgewiesene Nettogewinn betrug 36,629 Milliarden Dollar und stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent. Microsoft nennt daneben eine bereinigte, nicht nach GAAP ermittelte Vergleichszahl: Ohne die ausgewiesenen Effekte aus den OpenAI-Investitionen wuchs der Nettogewinn um 18 Prozent auf 36,422 Milliarden Dollar.
Der Unterschied hängt mit gegensätzlichen Anlageeffekten in den Vergleichsquartalen zusammen. Im Vorjahresquartal belastete ein Verlust aus den OpenAI-Investitionen den ausgewiesenen Nettogewinn laut Microsoft um 3,086 Milliarden Dollar; im aktuellen Quartal erhöhte ein Gewinn daraus den Wert um 207 Millionen Dollar. Die bereinigte Kennzahl entfernt diese Effekte nach der von Microsoft veröffentlichten Überleitung. Sie ersetzt den GAAP-Nettogewinn nicht und sollte als ergänzende Unternehmenskennzahl gelesen werden.
Für das Verständnis des Quartals ist deshalb der Umsatz- und Cloudzuwachs belastbarer als eine einzelne Gewinnwachstumsrate: Die Erlöse stiegen um 19 Prozent, Microsoft Cloud um 30 Prozent und Azure um 48 Prozent. Die Kennzahlen haben unterschiedliche Abgrenzungen; sie lassen sich nicht zu einem einheitlichen Wachstumssatz zusammenziehen.
Was die Zahlen für Deutschland aussagen
Microsoft veröffentlicht in dieser Quartalsmeldung keine gesonderten Umsätze für Deutschland. Aus den weltweiten Zahlen lassen sich daher weder der deutsche Azure-Marktanteil noch Preisänderungen für hiesige Cloudkunden oder neue Investitionen in Deutschland ableiten.
Für Unternehmen und IT-Verantwortliche in Deutschland sind die Ergebnisse vor allem ein Signal zur globalen Nachfrage nach Cloud- und KI-Infrastruktur: Microsoft weist starkes Wachstum bei Azure und Microsoft Cloud aus, während das Gerätegeschäft nachgibt. Ob das in Deutschland zu konkreten Änderungen bei Verfügbarkeit, Vertragskosten oder Produktangeboten führt, beantwortet der Quartalsbericht nicht.
Häufige Fragen
Wie stark ist Azure im Quartal gewachsen?
Microsoft meldet für Azure ein Umsatzwachstum von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Konzern veröffentlicht in dieser Meldung keinen absoluten Azure-Umsatz.
Wie hoch war der Microsoft-Umsatz?
Der Umsatz betrug im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2027 insgesamt 92,279 Milliarden US-Dollar, rund 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Warum wuchs der ausgewiesene Nettogewinn stärker als die bereinigte Zahl?
Die ausgewiesenen Quartale enthalten unterschiedliche Effekte aus Microsofts OpenAI-Investitionen. In der von Microsoft veröffentlichten Bereinigung liegt der Nettogewinnzuwachs bei 18 statt 32 Prozent.
Was bedeuten die Ergebnisse für Microsoft-Kunden in Deutschland?
Die Meldung enthält keine Deutschland-spezifischen Umsatz-, Preis- oder Verfügbarkeitsdaten. Sie erlaubt deshalb keine konkrete Aussage zu deutschen Tarifen oder Lieferbedingungen.
Wie stark beeinflussen Cloud- und KI-Investitionen aus Ihrer Sicht die IT-Planung in deutschen Unternehmen? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung in die Kommentare.
Quellen und Stand
- Microsoft: Quartalsergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2027, 28. Oktober 2026
- Microsoft: Ergebnispräsentation zum ersten Quartal 2027
Recherche- und Datenstand: 30. Oktober 2026. Prozentwerte sind die von Microsoft gemeldeten Veränderungen im Jahresvergleich; Angaben zu „Microsoft Cloud“ und Azure beziehen sich auf unterschiedliche Kennzahlen.
Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.