Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index zeigt stabile Preise im September 2026 – doch bei Elektroautos zieht die Nachfrage kräftig an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) weist für September 2026 einen Durchschnittspreis von 26.878 Euro aus – ein Plus von nur 0,1 Prozent gegenüber August.
  • Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos stieg gegenüber August um 26,8 Prozent, während das Angebot um 1,2 Prozent sank.
  • Elektroautos bleiben mit durchschnittlich 39.006 Euro die teuerste Antriebsart vor Hybrid (37.425 Euro), Diesel (26.991 Euro) und Benzin (23.944 Euro).
  • SUV und Oberklasse wurden günstiger (je minus 0,8 Prozent), Sportwagen und Vans dagegen teurer.

Gebrauchtwagen kosteten in Deutschland im September 2026 im Schnitt 26.878 Euro, nur 0,1 Prozent mehr als im August. Bei gebrauchten Elektroautos zog die Nachfrage dagegen deutlich an.

Das zeigt der AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI), den die Plattform monatlich aus den bei ihr inserierten Fahrzeugen berechnet. Für Käuferinnen und Käufer, die einen Gebrauchtwagen suchen, liefert der Index damit einen aktuellen Anhaltspunkt dafür, wie sich Preise und Nachfrage nach Segment und Antriebsart in Deutschland gerade entwickeln.

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Während der Gesamtmarkt preislich kaum in Bewegung war, verschob sich bei den Antriebsarten etwas Grundsätzliches: Gebrauchte Elektroautos wurden so gefragt wie seit Jahren nicht mehr, bei gleichzeitig sinkendem Angebot auf der Plattform.

Was der AGPI für September zeigt

Der durchschnittliche Angebotspreis für einen Gebrauchtwagen in Deutschland lag im September 2026 laut AutoScout24 bei 26.878 Euro. Gegenüber August bedeutet das ein Plus von lediglich 0,1 Prozent – der Gesamtmarkt bewegte sich also kaum.

Der Index bildet dabei keine abgeschlossenen Verkäufe ab, sondern die Angebotspreise der auf der Plattform inserierten Fahrzeuge, aufgeschlüsselt nach Fahrzeugsegment, Antriebsart und Altersklasse. Für tatsächlich gezahlte Preise bleibt der individuelle Verhandlungsspielraum beim Händler oder privaten Verkäufer ausschlaggebend.

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„Bei Elektroautos verschiebt sich gerade die Rechnung für viele Autofahrer.“

Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland bei AutoScout24

E-Autos: Nachfrage zieht an, Angebot sinkt

Den auffälligsten Ausschlag im September zeigte laut AutoScout24 die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos: Sie stieg gegenüber August um 26,8 Prozent. Der Nachfrage-Index der Plattform erreichte damit einen Wert von 167 – im September 2025 hatte er noch bei 119 gelegen.

Gleichzeitig sank das Angebot an gebrauchten Elektroautos auf der Plattform um 1,2 Prozent. Mehr Nachfrage bei knapperem Angebot bedeutet für Verkäuferinnen und Verkäufer tendenziell eine bessere Verhandlungsposition – auch wenn der Durchschnittspreis für E-Autos im September nur moderat stieg (siehe nächster Abschnitt).

Auch bei anderen Antriebsarten legte die Nachfrage zu, wenn auch deutlich schwächer: Hybridfahrzeuge verzeichneten ein Plus von 10,1 Prozent, Diesel von 2,7 Prozent und Benziner von 2,1 Prozent gegenüber August.

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Was die Antriebsarten im Schnitt kosten

Nach Antriebsart zeigt der AGPI für September 2026 weiterhin deutliche Preisunterschiede. Elektroautos bleiben mit Abstand die teuerste Kategorie, Erdgasfahrzeuge (CNG) die günstigste:

Antriebsart Ø-Preis Sept. 2026 Veränderung ggü. August
Elektro 39.006 € +2,1 %
Hybrid 37.425 € 0,0 %
Diesel 26.991 € -0,2 %
Benzin 23.944 € -0,1 %
LPG (Autogas) 19.222 € +1,9 %
CNG (Erdgas) 9.606 € -1,6 %

Quelle: AutoScout24, AGPI September 2026, veröffentlicht am 1. Oktober 2026. Durchschnittliche Angebotspreise auf Basis der bei AutoScout24 inserierten Fahrzeuge in Deutschland.

Der Preisabstand zwischen Elektro und Hybrid liegt damit bei rund 1.580 Euro – deutlich kleiner als der Abstand zu Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Erdgasautos bleiben mit knapp 9.600 Euro die mit Abstand günstigste Antriebsart im Gebrauchtmarkt, was auch am generell höheren Durchschnittsalter dieser Fahrzeuge liegen dürfte.

Segmente: SUV günstiger, Sportwagen teurer

Auch zwischen den Fahrzeugsegmenten gab es im September gegenläufige Entwicklungen. SUV und Geländewagen wurden um 0,8 Prozent günstiger und kosteten im Schnitt 32.198 Euro. Auch die Oberklasse gab um 0,8 Prozent nach, auf durchschnittlich 57.656 Euro.

Gegen den Trend verteuerten sich Sportwagen um 0,7 Prozent auf 69.243 Euro sowie Vans und Kleinbusse um 1,0 Prozent auf 24.886 Euro. Für die übrigen Segmente nennt AutoScout24 in der aktuellen Mitteilung keine gesonderten Veränderungsraten.

Checkliste: Worauf es beim Gebrauchtwagenkauf im Herbst 2026 ankommt

  • Beim gebrauchten E-Auto mit etwas mehr Konkurrenz rechnen: Die Nachfrage ist laut AutoScout24 binnen eines Monats um 26,8 Prozent gestiegen, das Angebot zugleich leicht gesunken.
  • Angebotspreise sind keine Verkaufspreise – der AGPI bildet Inserate ab, nicht abgeschlossene Käufe. Verhandlungsspielraum bleibt individuell.
  • Bei SUV und Oberklasse ist das Preisniveau zuletzt leicht gesunken – ein möglicher Moment für Vergleichsangebote.
  • Batteriezustand, Ladehistorie und Restgarantie bei gebrauchten Elektroautos gezielt erfragen, da sie den Wiederverkaufswert stärker beeinflussen als bei Verbrennern.

Was das für den Gebrauchtwagenkauf bedeutet

Für den Gesamtmarkt bedeutet die Stabilität beim Durchschnittspreis zunächst: Wer jetzt einen Gebrauchtwagen sucht, trifft auf kein grundlegend anderes Preisniveau als noch im August. Anders sieht es gezielt bei Elektroautos aus, wo die gestiegene Nachfrage bei knapperem Angebot mittelfristig Druck auf die Preise ausüben kann, auch wenn sich das im September noch nicht in einem großen Preissprung niederschlug.

Der AGPI liefert dabei eine Momentaufnahme für den deutschen Markt und lässt sich nicht unmittelbar auf einzelne Regionen, Modelle oder Baujahre übertragen. Wer konkret vergleicht, sollte deshalb zusätzlich die Preise für das jeweilige Modell und Baujahr heranziehen, statt sich allein am bundesweiten Durchschnitt zu orientieren.

Häufige Fragen

Was kostete ein Gebrauchtwagen in Deutschland im September 2026 im Schnitt?

Laut AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) lag der durchschnittliche Angebotspreis bei 26.878 Euro, ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber August 2026.

Wie stark stieg die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos?

Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos stieg laut AutoScout24 gegenüber August 2026 um 26,8 Prozent, während das Angebot um 1,2 Prozent sank. Der Nachfrage-Index lag im September bei 167, im Vorjahresmonat bei 119.

Welche Antriebsart ist auf dem Gebrauchtmarkt am teuersten?

Elektroautos waren im September 2026 mit durchschnittlich 39.006 Euro die teuerste Antriebsart, vor Hybrid (37.425 Euro), Diesel (26.991 Euro) und Benzin (23.944 Euro).

Welche Fahrzeugsegmente wurden günstiger, welche teurer?

SUV und Geländewagen sowie die Oberklasse wurden im September 2026 je um 0,8 Prozent günstiger. Sportwagen (+0,7 Prozent) und Vans/Kleinbusse (+1,0 Prozent) verteuerten sich dagegen.

Quellen und Stand

Recherche- und Datenstand: 29. Oktober 2026. Der AGPI für September 2026 ist zum Zeitpunkt der Recherche die jüngste von AutoScout24 veröffentlichte Ausgabe des Index.

Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.

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