Dazu ein neues Datei-Explorer-Menü in der Beta und eine Cloud-Neuinstallation in der Release Preview – Termine nennt Microsoft nicht
Das Wichtigste in Kürze
- Build 26340.9767 vom 23. Oktober 2026 bringt einen Speedtest in die Schnelleinstellungen von Windows 11: Download, Upload und Ping ohne Browser.
- Mit einem verbundenen Android-Smartphone lassen sich „Nicht stören“, Klingelmodus und Handy-Suchton per Klick steuern; iPhones erhalten zunächst nur eine Statusansicht.
- Der Build gehört zum Kanal „Experimental“: Laut Microsoft kann es sein, dass solche Funktionen nie erscheinen.
Microsoft testet in Windows 11 einen Speedtest in den Schnelleinstellungen und eine Handy-Steuerung. Beides steckt im Experimental-Kanal des Insider-Programms – ob es erscheint, ist offen.
Der US-Konzern Microsoft hat die Neuerungen am Freitag, 23. Oktober 2026, im Windows-Insider-Blog mit fünf neuen Vorabversionen vorgestellt. Die beiden Funktionen aus der Überschrift gehören laut Blogbeitrag zu Build 26340.9767 im Kanal „Experimental“.
Die übrigen vier Builds, darunter die Beta mit der Nummer 26220.9757, nennt der Beitrag ohne eigene Funktionsliste. Details stehen in den jeweiligen Release Notes von Microsoft.
Speedtest: Download, Upload und Ping ohne Browser
Nach den Release Notes zu Build 26340.9767 können Teilnehmende des Windows-Insider-Programms einen Internet-Speedtest starten und das Ergebnis direkt in den Schnelleinstellungen sehen, ohne zu einem Browser weitergeleitet zu werden. Angezeigt werden Download, Upload und Ping.
Es gibt drei Wege zum Test: über den neuen Eintrag „Speed test“ in den Schnelleinstellungen, über das Wi-Fi- oder Mobilfunk-Flyout oder per Rechtsklick auf das Netzwerksymbol im Infobereich der Taskleiste mit „Test internet speed“.
Offen bleibt, welcher Messdienst im Hintergrund arbeitet und welche Daten dabei übertragen werden. Blogbeitrag und Release Notes machen dazu nach unserer Durchsicht keine Angaben.
Handy-Steuerung: Android vorn, iPhone nur Status
Der zweite Baustein heißt „Mobile devices“. Microsoft schreibt, man beginne mit dem Ausrollen einer neuen Oberfläche in den Schnelleinstellungen, mit der sich Handy-Aktionen ausführen lassen, ohne den Arbeitsfluss unter Windows zu unterbrechen.
Ist ein unterstütztes Android-Smartphone verbunden, lässt sich laut Release Notes „Nicht stören“ vor einem Meeting einschalten, der Klingelmodus ändern und ein Ton abspielen, um das Telefon in der Nähe zu finden.
Die Funktionen können laut Microsoft je nach Handy-Plattform und Gerätekonfiguration variieren. Android bietet zunächst die vollständigste Steuerung, iPhones erhalten eine eingeschränkte Ansicht, die auf den Status ausgerichtet ist.
Beta und Release Preview: Das steckt noch drin
Neben den Experimental-Funktionen beschreibt Microsoft in den Release Notes weitere Änderungen in anderen Kanälen. Die Tabelle zeigt, was nach Angaben des Konzerns in welchem Kanal steht.
| Kanal | Build | Neuerung laut Microsoft | Stand |
|---|---|---|---|
| Experimental | 26340.9767 | Speedtest und Handy-Steuerung in den Schnelleinstellungen | 23.10.2026 |
| Beta | 26220.9757 | Neues Kontextmenü im Datei-Explorer, Einträge einstellbar | 23.10.2026 |
| Release Preview | 26200.9807 / 26300.9807 | Cloud-Neuinstallation, anpassbares Datei-Explorer-Menü, Mathe-Vorlesen im Sprachausgabe-Programm Narrator | 16.10.2026 |
Das neue Kontextmenü der Beta soll nach Microsofts Beschreibung schneller und übersichtlicher wirken, weniger Einträge auf der obersten Ebene zeigen und häufig genutzte Aktionen leichter erreichbar machen. In einem neuen Einstellungsbereich lässt sich festlegen, welche Einträge erscheinen. Die Release Notes zur Beta sprechen von einem schrittweisen Ausrollen.
In der Release Preview vom 16. Oktober 2026 (KB5127936) steht zudem die „Cloud-Neuinstallation“ (englisch „Cloud rebuild“). Sie installiert Windows 11 aus einem Windows-Image samt Treibern neu, die über Windows Update geladen werden – laut Microsoft auch dann, wenn Windows nicht mehr startet.
Zur Wahl stehen das Entfernen der Dateien oder eine sichere, unumkehrbare Bereinigung des Laufwerks. IT-Verantwortliche können die Funktion aus der Ferne über den sogenannten Recovery CSP anstoßen. Die Release Preview nennt außerdem das Vorlesen von Matheformeln in Microsoft-365-Apps sowie in Edge und Chrome, unter anderem auf Deutsch.
Experimental heißt: Erscheinen ist offen
„Features and experiences included in these builds might never get released as we try out different concepts and get feedback.“
Microsoft, Release Notes zu Build 26340.9767 (Windows-Insider-Programm)
Auf Deutsch: Die Funktionen dieser Builds können sich ändern, entfallen oder ersetzt werden und müssen nie über das Insider-Programm hinaus erscheinen. Für Nutzende in Deutschland heißt das: Einen festen Termin für Speedtest und Handy-Steuerung gibt es nicht, und die Release Notes nennen weder Länder noch Regionen für einen späteren Start.
Wer Windows 11 produktiv nutzt, sollte auch die Versionsfrage im Blick behalten: Für Windows 11 24H2 Home und Pro endete der Update-Support am 13. Oktober 2026, wie wir berichtet haben. Build 26340.9767 basiert nach Microsoft-Angaben auf Windows 11, Version 26H2, und wird über ein sogenanntes Enablement Package bereitgestellt.
Vor dem Insider-Test: vier Hinweise aus den Release Notes
- Funktionen im Experimental-Kanal können sich ändern, wegfallen oder nie erscheinen.
- Viele Funktionen kommen per „Controlled Feature Rollout“ zunächst nur bei einem Teil der Teilnehmenden an – nicht jeder sieht sie sofort.
- Die Handy-Steuerung setzt ein unterstütztes, verbundenes Android-Smartphone voraus; bei iPhones gibt es nur die Statusansicht.
- Vorabversionen zeigen ein Wasserzeichen am Desktop-Rand, manche Funktionen sind noch nicht vollständig lokalisiert.
Zu Build 26340.9767 führen die Release Notes keinen Abschnitt „Bekannte Probleme“. Als behoben nennen sie zwei Fehler aus dem vorherigen Update: Der Datei-Explorer (explorer.exe) wurde nach der Anmeldung nicht immer geladen, und der Anmeldebildschirm zeigte bei manchen Teilnehmenden des Programms fälschlich an, das Passwort sei falsch.
Würden Sie einen Speedtest direkt in Windows nutzen – oder reicht Ihnen der Browser? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.
Häufige Fragen
Was ist in Build 26340.9767 neu?
Laut Microsoft ein Speedtest in den Schnelleinstellungen und eine Handy-Steuerung („Mobile devices“). Dazu kommen Änderungen bei Magnifier, Datei-Explorer, Narrator und Widgets sowie die Möglichkeit, die wiederkehrende Abrechnung eines Microsoft-365-Abos in den Windows-Einstellungen wieder einzuschalten.
Brauche ich ein Android-Handy?
Für die volle Handy-Steuerung ja: Microsoft nennt ein unterstütztes, verbundenes Android-Smartphone. Bei iPhones startet die Funktion mit einer eingeschränkten Statusansicht.
Wann kommt der Speedtest für alle?
Microsoft nennt dafür keinen Termin. Die Funktion läuft im Experimental-Kanal, und laut Release Notes müssen Funktionen dieser Builds nie über das Insider-Programm hinaus erscheinen.
Was bringt die Release Preview vom 16. Oktober?
Unter anderem die Cloud-Neuinstallation von Windows 11, ein anpassbares Kontextmenü im Datei-Explorer und das Vorlesen von Matheformeln in Narrator, auch auf Deutsch.
Quellen
- Microsoft: Announcing new builds for 23 October 2026, Windows-Insider-Blog, 23. Oktober 2026
- Microsoft: Release Notes zu Experimental-Build 26340.9767, 23. Oktober 2026
- Microsoft: Release Notes zu Beta-Build 26220.9757, 23. Oktober 2026
- Microsoft: Release Notes zu Release-Preview-Build 26200.9807 / 26300.9807, 16. Oktober 2026
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.