Nach Angaben von Revolut bleibt es nach 120 GB bei 2 Mbit/s, der Tarif ist monatlich kündbar und wird per eSIM in der App aktiviert

Das Wichtigste in Kürze

  • Revolut hat am 14. Oktober 2026 in Deutschland den Mobilfunktarif „Revolut Mobile“ gestartet: 14,99 Euro im Monat, 120 GB mit voller Geschwindigkeit, danach 2 Mbit/s, nach Angaben von Revolut monatlich kündbar.
  • Das Netz stellt Telefónica Deutschland; nach der Mitteilung wird der Tarif von 1GLOBAL bereitgestellt, Revolut Ltd. handelt in dessen Namen als Vermittler.
  • Der Rollout läuft laut Revolut schrittweise in den kommenden Wochen. Offen bleibt in der Mitteilung unter anderem, welche Länder zum Roaming zählen und ob der Tarif auch ohne Revolut-Konto buchbar ist.

Der Finanzdienstleister Revolut bietet in Deutschland seit dem 14. Oktober 2026 einen eigenen Mobilfunktarif an. Das geht aus der Pressemitteilung von Revolut vom 14. Oktober 2026 und einer Mitteilung von Telefónica Deutschland vom selben Tag hervor. „Revolut Mobile“ kostet demnach 14,99 Euro im Monat und enthält 120 GB Datenvolumen mit voller Geschwindigkeit; danach geht es unbegrenzt mit 2 Mbit/s weiter. Das Mobilfunknetz stellt Telefónica Deutschland bereit, das Unternehmen hinter der Marke o2. Nach Angaben von Revolut und Telefónica steht der Tarif der Revolut-Kundschaft in Deutschland zur Verfügung, die danach mehr als drei Millionen Menschen umfasst.

Was Revolut Mobile enthält

Die Eckdaten im Überblick. Alle Angaben stammen vom Anbieter und von seinem Netzpartner; unabhängig geprüft hat die Redaktion sie nicht.

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Merkmal Angabe von Revolut
Preis 14,99 € pro Monat
Laufzeit monatlich kündbar
Datenvolumen 120 GB, danach 2 Mbit/s
Tempo bis zu 100 Mbit/s im Download
Telefonie und SMS in Deutschland inklusive
Roaming 40 GB in Europa
SIM eSIM, Aktivierung in der App
Rufnummer Mitnahme oder neue; VIP-Nummer gegen Aufpreis
Zahlung ganz oder teilweise mit RevPoints
Extras NordVPN, Messaging Pass, bis zu drei Zusatznummern
Quelle: Revolut, Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026; Stand der Angaben: 15. Oktober 2026. Preis, Datenvolumen, Tempo, Telefonie und Roaming nennt auch Telefónica Deutschland.

Zur Konstruktion des Datenpakets: Es ist kein hartes Limit, sondern eine Tempogrenze. Nach 120 GB bleibt der Zugang bestehen, allerdings mit 2 Mbit/s. Für das Roaming nennt Revolut 40 GB „in ganz Europa“ ohne Drosselung, Telefónica spricht von 40 GB EU-Roaming. Welche Länder genau gemeint sind, nennen die Mitteilungen nicht. Der „Messaging Pass“ gewährt nach Angaben von Revolut Zugang zu Messenger-Apps in mehr als 140 Ländern, außerhalb des Datenkontingents und mit 2 Mbit/s. In Großbritannien bietet Revolut nach seiner Produktseite einen Tarif für 14,99 Pfund im Monat an, dort im Netz von Vodafone und mit 20 GB Roaming im Europäischen Wirtschaftsraum und in den USA.

Was 120 GB und 2 Mbit/s rechnerisch bedeuten

Rechenbeispiel (eigene Berechnung, Stand: 15. Oktober 2026)

  • Jahreskosten: 12 × 14,99 Euro = 179,88 Euro, ohne Gerät und ohne Aufpreise wie die VIP-Nummer.
  • Preis je Gigabyte: 14,99 Euro geteilt durch 120 GB ergibt rund 12,5 Cent – nur für das Volumen mit voller Geschwindigkeit.
  • Tempo nach dem Limit: Ein Gigabyte entspricht 8.000 Megabit. Bei 2 Mbit/s dauert der Download rechnerisch knapp 67 Minuten, bei 100 Mbit/s etwa 80 Sekunden – jeweils ohne Netzauslastung und Protokollaufwand.

Ob 2 Mbit/s für den eigenen Alltag reichen, hängt davon ab, wofür das Smartphone genutzt wird. Die Mitteilungen machen dazu keine Angaben. Wer regelmäßig mehr als 120 GB im Monat verbraucht, kann den eigenen Verbrauch in den Einstellungen des Smartphones nachsehen und mit dem Paket vergleichen.

Wer hinter dem Angebot steht

Drei Unternehmen sind beteiligt. Telefónica Deutschland liefert nach eigenen Angaben die Netzinfrastruktur und Wholesale-Erfahrung, und Revolut vertreibt den Tarif in seiner App. Im Hinweis an die Redaktionen heißt es in der Pressemitteilung von Revolut: „Revolut Mobile wird von 1GLOBAL bereitgestellt. Revolut Ltd handelt in dessen Namen als Vermittler.“ Es gelten die Nutzungsbedingungen und die Allgemeinen Verkaufsbedingungen. Telefónica ordnet die Zusammenarbeit als Beispiel dafür ein, dass Mobilfunk zunehmend zum Bestandteil digitaler Plattformen wird.

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Für Menschen, die wechseln wollen ist die Aufteilung keine Nebensache. Wer den Tarif abschließt, sollte vorab klären, mit wem der Vertrag zustande kommt und wer bei Störungen oder Beschwerden zuständig ist. Nach der zitierten Formulierung stellt 1GLOBAL den Tarif bereit; die vertraglichen Einzelheiten regeln die Bedingungen, auf die die Pressemitteilung verweist.

Was offen bleibt

Einordnung: Fragen, die die Mitteilungen nicht beantworten

  • Voraussetzungen: Laut Mitteilung steht das Angebot der Revolut-Kundschaft zur Verfügung und wird in der App aktiviert und verwaltet. Ob auch Menschen ohne Revolut-Konto den Tarif buchen können oder ein bestimmtes Kontomodell nötig ist, nennt sie nicht.
  • Preis: Von einem befristeten Einführungspreis ist in der Mitteilung nicht die Rede; der Preis wird ohne Zeitbegrenzung genannt. Wie Preisänderungen geregelt sind, steht nicht in der Mitteilung, sondern gehört in die Bedingungen.
  • SIM und Netz: Revolut nennt die eSIM. Ob es auch eine physische SIM-Karte gibt, geht aus der Mitteilung nicht hervor; wer ein Gerät ohne eSIM-Unterstützung nutzt, sollte das vorab klären. 5G erwähnt die Pressemitteilung von Revolut nicht, sie nennt nur Downloads von bis zu 100 Mbit/s.
  • Praxis: Wie stabil das Netz im Alltag läuft und wie der Kundendienst arbeitet, lässt sich einen Tag nach dem Start nicht beurteilen. Unabhängige Messungen oder Tests hat die Redaktion bis Redaktionsschluss nicht gefunden, ebenso keine Stellungnahme einer Verbraucherzentrale zum Angebot.
  • Verfügbarkeit: Revolut rollt den Tarif nach eigenen Angaben schrittweise in den kommenden Wochen aus; nicht jede Person hat ihn also sofort in der App.

Zum Unternehmen selbst hat NETZ-TRENDS im September über den Umgang mit einer gefälschten Behördenanfrage berichtet: Nach Angaben von Revolut gab das Unternehmen damals Daten auf eine solche Anfrage heraus, eigene Systeme und Kundengelder seien nach seiner Darstellung nicht betroffen gewesen. Die Einzelheiten stehen in unserem Bericht vom 12. September 2026.

Was Interessierte jetzt prüfen können

Praxishinweis: vor einem Wechsel

  • Die Nutzungs- und Verkaufsbedingungen lesen: Wer ist Vertragspartner, wie läuft die monatliche Kündigung, wann und wie dürfen sich Preise ändern?
  • Den eigenen Datenverbrauch der letzten Monate nachsehen und mit den 120 GB und dem Tempo danach vergleichen.
  • Klären, ob das Gerät eine eSIM unterstützt.
  • Den bisherigen Vertrag nicht kündigen, bevor klar ist, wie die Rufnummernmitnahme abläuft.
  • Bei Reisen die Länderliste und die Bedingungen für das Roaming-Kontingent von 40 GB prüfen.

Ob sich der Wechsel lohnt, lässt sich aus den Angaben der Anbieter nicht allgemein beantworten. Entscheidend sind Datenverbrauch, Netzqualität am eigenen Wohnort und die Frage, wie der Kundendienst eines App-Anbieters im Ernstfall erreichbar ist.

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Würden Sie einen Mobilfunktarif über Ihre Banking-App abschließen – und worauf käme es Ihnen dabei an? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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