Flug Amazon Rakete fürs Weltall: Jeff Bezos stellt Blue Origin Project vor

Es sei ein Traum, seitdem er ein Kind ist, teilte jetzt der Gründer des weltgrößten Online-Kaufhauses, von Amazon, mit: eine Rakete bauen, mit welcher Menschen in das Weltall transportiert werden können. Jetzt scheint er seinem Traum ein wenig näher zu sein.

Amazon will jetzt in das All.

Auf einer nur 30-minütigen Pressekonferenz auf einer Cape Canaveral Air Force Station in Florida stellte Bezos seine Raketenpläne vor. Der Amazon CEO Jeff Bezos sagte aber auch, er könne sich vorstellen, mit den Raketen klassische Cargo-Geschäfte abzuwickeln. Seine Zukunftsvision: Dass einmal Millionen Menschen im Orbit leben und Amazon mir Raketen Pakete ins All bringt. Dabei denkt Bezos sowohl an klassische Konsumgüterartikel, als auch an Lieferungen für die Industrie. Denkbar seien aber auch Dienstleistungs-Transporte zum Beispiel für Satelliten.

Mit dem Plan einer Amazon Rakete stellt sich Bezos an die Seite des amerikanischen Milliardärs Elon Musk (Paypal, Tesla, SpaceX) als auch des Briten Richard Branson (Virgin Galactic).

Relativ konkrete Angaben zu möglichen Kosten für einen Flug ins All machte bislang Branson. Er sagte, wonach ein normales Ticket um die 250.000 Euro kosten werde, wolle ein Mensch einmal ins All fliegen. Das wäre wesentlich weniger, als in der Vergangenheit real dafür bezahlt worden ist - bis zu 20 Millionen US-Dollar pro Ticket. Bislang, behauptet zumindest Richard Branson, habe er bereits 700 Vorbestellungen auf seine Weltall-Flüge.

Dass die Raketenpläne von Bezos, Musk oder Branson mehr als die etwas verrückten Pläne von Milliardären sind, zeigt sich an den schieren Summen, die bewegt werden. So soll Elon Musk für sein Weltall-Projekt SpaceX mit der NASA einen Vertrag über Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar abgeschlossen haben. Branson wiederum behauptet, dass die LauncherOne Rakete seines Unternehmens Galactic bereits Auftrags-Optionen zum Transport von 39 Satelliten habe. Administrativ abgewickelt werden sollen solche Raketen-Transporte über OneWeb Ltd., ein Start-up.

Neben Branson, Musk und nun auch dem Amazon-CEO gibt es weltweit eine Reihe von anderen Anbietern. Dazu gehört die europäische Raumfahrt, als auch die russische. Zudem arbeiten etablierte Weltkonzerne an Konzepten für Weltraum-Transporte. Hierzu gehören zum Beispiel die United Launch Alliance (ein Joint Venture der Boeing Co. mit Lockheed Martin Corp.) oder Orbital ATK Inc. Auch Microsofts Co-Gründer Paul Allen versuch mit der Weltall-Firma Stratolaunch Systems Inc. ebenfalls im zunehmendem Geschäft mit dem Transport von Satelliten mitzumischen.