Rocket Internet Portfolio-Beteiligungs Check: 47 Portale aus 13 Geschäftsfeldern

Um dieses Ziel zu erreichen, sind ihnen viele Mittel recht, auch umstrittene Geschäftsmethoden. Immer wieder in der Kritik: Statt auf eigene Ideen zu setzen, kopiere das Trio geschickt bereits gut funktionierende E-Commerce-Modelle.

Die Liste ihrer Vorbilder liest sich wie das "Who’s who" des Internets: Amazon, Airbnb und eBay. Die Branche zeigt sich über das Vorgehen der Brüder oft verärgert. Doch das kann den Samwers egal sein, denn der Erfolg gibt ihnen recht, gehören sie doch zu den wenigen Internet-Selfmade-Milliardären weltweit. In bemerkenswerter Geschwindigkeit haben sie ihre Berliner Firma Rocket Internet zu einem börsennotierten Milliarden-Unternehmen hochgezogen. Inzwischen ist der Samwer-Konzern nach Schätzungen an mehr als 100 verschiedenen Unternehmen beteiligt. Der aktuelle Börsenwert von Rocket Internet liegt bei unglaublichen 5,96 Milliarden Euro (Stand: Juli 2015).

Doch ist das Unternehmen tatsächlich so viel wert? Um diese Frage zu beantworten, hat netz-trends.de etwas genauer hingeschaut und eine der wohl umfangreichsten Recherchen zum Rocket-Konzern durchgeführt. Im Fokus stand dabei, möglichst viele Projekte, welche mit Rocket Internet in Zusammenhang gebracht werden, einer standardisierten Kurz-Analyse (je Portal 1 Grafik) zu unterziehen. Alle hier genannten Rocket Internet SE-Portale sind auch im aktuellen Geschäftsbericht (2014) von Rocket in irgendeinerweise erwähnt. Doch wer glaubt, dass Rocket Internet trotz der Börsen-Publizitätspflichten einer SE zu jedem Portal einzeln Gewinn und Verlust oder Umsatz ausweist, irrt. Das macht die Auswertung der Geschäftszahlen von Rocket nicht immer zu einem Vergnügen. Allerdings hat netz-trends.de zahlreiche weitere Indikatoren recherchiert, die in den Portfolio-Checks pro Portal standardisiert ebenfalls eingeflossen sind.

Grafik: netz-trends.de

Drei Brüder auf gemeinsamer Mission: Mit der Rocket Internet SE wollen die Deutschen Marc, Oliver und Alexander Samwer eine mutige Vision verfolgen. Sie wollen das weltweit größte Internetunternehmen außerhalb der USA und China aufbauen.

Dabei diente als Kriterium der Aufnahme in das Rocket Portfolio nicht die Frage, ob das Projekt auch von der Rocket Internet SE bilanziert (teils oder ganz oder gar nicht) wird, sondern alleine der Umstand, wo Rocket überhaupt so drinnen steckt. Alle hier vorgelegten Grafiken wurden vorab der Rocket Internet SE-Pressestelle zugeschickt, ebenso den Rocket-Internet-Portalen. Eine Antwort erhielten wir aber nur von wenigen - unter anderem von Zalando. Korrekturwünsche wurden entsprechend umgesetzt.

So sind wir vorgegangen in der Analyse aktueller oder ehemaliger Rocket Internet-Projekte

Die Analyse zog sich über mehr als ein Jahr hin. Der natürliche journalistische Ehrgeiz bestand selbstverständlich darin, jenseits der typischen Jubelmeldungen der Rocket Internet-Pressestelle Fakten zu finden, die nicht von Rocket direkt verbreitet wurden oder deren verbreiteten angeblichen Fakten kritisch zu hinterleuchten.

Neben persönlichen Gesprächen von aktuellen oder ehemaligen Rocket-Internet-Mitarbeitern zogen wir beispielsweise 250 Artikel der internationalen Presse im Zeitraum von August bis September 2014 hinzu und werteten diese nach genannten Zahlen und Fakten aus, vor allem da dieser Zeitraum im Umfeld des Börsengangs der Rocket Internet SE liegt. Natürlich wurden auch aktuellere Veröffentlichungen bis zum Juni 2015, sofern wir Kenntnis davon bekommen hatten, in die Auswertung integriert. Doch stellten wir dabei schnell fest:

Ob Financial Times (FT), Wall Street Journal, Der Spiegel, Die Welt, Times of India oder Süddeutsche Zeitung, Börsen Zeitung, Smartinvestor, Der Aktionär, Manager Magazin, Wirtschaftswoche, dpa, AFP oder Reuters - so richtig zufriedenstellend waren viele Veröffentlichungen nicht. Meist kratzten die medialen Veröffentlichungen zu sehr an der Oberfläche, ohne das System Rocket Internet wirklich kritisch analytisch zu hinterfragen. Noch schlimmer waren gebetsmühlenartig wiederholte Propaganda-Texte zur angeblichen Bewertung einzelner Rocket-Projekte, ohne noch nicht einmal dem Umsatz und Gewinn gegenüberzustellen.

Doch wäre genau dies bei einem Unternehmen, das an der Börse im Handstreich Milliarden einsammelte, mehr als angemessen. Die gleiche Oberflächlichkeit der Analyse vieler angeblicher Qualitäts- oder Fachmedien betrifft Äußerungen von Analysten der Investment Banks. Nicht selten hatten wir sogar den Eindruck mangelnder Internet-Expertise bei den Analysten.

Neben dem aktuellen Rocket Internet Geschäftsbericht 2014 (ANNUAL REPORT 2014), welcher den Aktionären kürzlich vorgelegt worden war zogen wir selbstverständlich Handelsregisterauszüge hinzu, sofern diese auffindbar waren, was oft genug nicht der Fall war.

Der öffentliche Geschäftsbericht von Rocket Internet, der sich primär an die Rocket Internet-Aktionäre wendet und an Journalisten, ist an vielen Stellen intransparent und neigt dazu, natürlich die Dinge in den Vordergrund zu stellen, die gut laufen, was zwar zur klassischen Spielerei von Unternehmens-Management gehört, aber trotzdem nicht schön ist. Dinge die weniger gut laufen, sind entsprechend, wenn überhaupt, Randnotizen, was auch nicht schön ist. Doch lohnt es sich gerade die nicht guten Projekte manchmal genauer anzuschauen, was auch für die von Rocket Internet gerne als "Proven Stars" beschworenen Portale gilt.

Rocket-Projekte im Social Media Check: Facebook, Alexa Rank, Google PageRank

Zwar sind Social Media-Aktivitäten betriebswirtschaftlich nicht unbedingt relevant, aber zur Einschätzung, wie relevant ein Portal beim Nutzer sein könnte, haben wir auch hier genauer hingeschaut. Um ein möglichst breites Bild zu erhalten, wurden nicht nur Facebook-Fans gezählt, sondern auch der Alexa Rank angeschaut (der als unabhängiger gilt) sowie der Google PageRank (der ebenfalls als unabhängiger gilt und vor allem über vorhandene Backlinks, welche zu einem Portal führen, etwas aussagt, dafür aber auch über Monate hinweg ein deutlich konstanterer Index ist).

Den bei SEOs (Search Engine Optimization) in Deutschland gerne angeschauten Sistrix-Wert hat netz-trends.de in der Rocket Internet SE-Analyse ausgespart. Grund für die Nicht-Aufnahme von Sistrix in dieser Rocket-Studie: Da die "SISTRIX Toolbox - SEO-Tools von und für Profis" (O-Ton Marketing Sistrix) eher nur etwas über die Präsenz ("Visibility") einer Webseite in Deutschland in der Internet-Suchmaschine Google mitteilt.

Mit Sistrix lässt sich aber keine (verlässliche) Webseiten-Visibility in Google, Bing & Co für Brasilien, den Philippinen oder Indien ausfindig machen. Doch wäre genau dies wichtig, um einen standardisierten Sistrix-Wert portalübergreifend in dieser globalen Rocket-Analyse anbieten zu können. Damit fiel also das in Deutschland, Österreich oder der Schweiz weit verbreitete Tool Sistrix zur Suchmaschinen-Präsenz-Messung in dieser globalen Betrachtung von Rocket Internet E-Commerce-Portalen leider aus. Zwar gibt es in einigen Ländern ähnliche Seo-Tools, wie Sistrix, allerdings verfügen auch diese kaum über ein globales Bewertungs-Netz von Webseiten in den jeweiligen Ländern.

Zur globalen Betrachtung von Webseiten in den jeweiligen Ländern wären so viele (Nutzer)daten nötig, dass diese auch nur von einem, beziehungsweise eben mehreren globalen Konzernen kommen müssten. Es wären dies neben Google, Facebook und Yahoo (der Eigner des Alexa Page Ranks), Microsoft Bing (Internet-Suchmaschine) natürlich auch Baidu (größte Internetsuchmaschine in China) oder Yandex (größte Internetsuchmaschine in Russland).

Dieses Social Media Schema wendeten wir in den Grafiken zu Rocket letztlich an

Zwar wurden von netz-trends in tage- und wochenlanger Recherche die Social-Media-Werte für alle rund 500 Webseiten-Präsenzen von Rocket-Projekten angeschaut, doch wurden in den Grafiken nur drei Werte dargestellt:

Dabei interessierte der beste Wert je Social-Media-Kriterium, der schlechteste und der Durchschnitt aller gefundenen und von netz-trends.de entsprechend ausgewerteten Rocket Internet Portalen. Der beste Wert wurde grün markiert und es findet sich je Portal-Grafik in grüner Schrift das zum ermittelten Wert dazugehörige Land. Das gleiche gilt für den roten, also den niedrigsten gefundenen Social Media-Wert von Rocket-Internet-Portalen.

Wir sind uns bewusst, dass immer mehr Firmen auch Facebook-Fans durch geschicktes Kampagnenmanagement kaufen, weshalb die Anzahl der Facebook-Fans eher als relativer Wert zu betrachten ist.

Beim Alexa Page Rank (ein kostenloses AdOn in Mozilla Firefox) wurde der nationale Wert betrachtet. Natürlich haben wir als dritten Wert schließlich einen Durchschnitt gebildet. Dabei wurde mit größtmöglicher Sorgfalt vorgegangen. Allerdings räumen wir ein: Es ist unmöglich bei einer solch umfangreichen Portfolio-Betrachtung von rund 500 Webseiten stets den aktuellsten Wert einerseits überhaupt mitzubekommen, andererseits punktgenau auf den Tag der Artikel-Veröffentlichung zu recherchieren. Einfacher ist der Google PageRank, da dieser grundsätzlich nur weltweit ausgewiesen wird, etwas aussagt.

Der eigenen Fehlbarkeit bewusst, sei vermerkt, dass es selbstverständlich sein kann, dass bestimmte Angaben gerade im Social Media-Bereich von Rocket Internet Portalen, in der Zwischenzeit wieder (in der Regel aber wohl eher nur leicht) überholt sein können. Deshalb haben wir pro Portal-Grafik in der Fußnote dargestellt, zu welchem Zeitpunkt die jeweilige Angabe recherchiert wurde und was die Quelle der Angabe war, sofern dieses aus der grafischen Darstellung nicht ersichtlich ist.

Wurden im Rocket Internet Geschäftsbericht ausländische Währungen statt Euro oder Dollar angegeben (was leider oft genug vorkam), so wurden die Angaben von netz-trends.de umgerechnet und zwar mit Stand Ende Dezember 2014, da der Geschäftsbericht 2014 lautet. Als Basis dienten insbesondere die beiden Kennziffern Umsatz (Net revenue) und Gewinn / Verlust (EBITDA).

Sollten in den bereits oder den folgenden skizzierten Darstellungen zu Rocket Internet-Projekten Fehler oder Unschärfen unterlaufen sein, so sind wir selbstverständlich für Korrektur-Wünsche von den genannten Portalen dankbar. Bitte in so einem Falle eine Mail schreiben an redaktion@netz-trends.de. Wir sind bemüht, hier zeitnah für eine Korrektur oder Ergänzung zu sorgen.

Rockets Zugpferd: Online-Modehandel

Die Erhebung zeigt, dass die Samwer-Brüder in ein breitgefächertes Angebot an Internetportalen investieren: Von Kleidung über Büroartikel und Schminke bis hin zu Autos und Pizza ist im Rocket-Imperium alles vertreten, mit was sich im E-Commerce gerade Geld verdienen lässt. Nach Recherchelage durch netz-trends.de konnten im Juni 2015 insgesamt 47 Rocket-Internet Beteiligungs-Portale mit mehr als 500 internationalen Webseiten-Präsenzen ermittelt werden, die sich in 13 Branchen gliedern lassen: Online Shop Special Interest, Online Shop General Interest, Unterhaltung, Online-Marktplatz, Jobportale, Coupon-Seiten, Auto, Druckservice, Finanzen, Tourismus, Lebensmittel, Dienstleistungen und Preisvergleich.

Die Vorzeige-Branche der Samwer-Brüder sind die populären Online-Modeshops. Der in Europa wohl bekannteste Vertreter dürfte Zalando sein, welcher aber direkt nicht zu einer wichtigen Rocket Internet-Beteiligung gehört (der Gesellschafts-Anteil von Rocket an Zalando liegt direkt nur noch bei unter 1%). Dank des aggressiven Werbespots "Schrei vor Glück" hat sich der Online-Handel in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt - ähnlich wie der Modeshop von otto.de.

Grafik: netz-trends.de

Zurzeit ist der in Berlin gegründete Mode-Riese Zalando in circa 15 europäischen Ländern vertreten und habe nach eigenen Angaben mehr als 8.300 Mitarbeiter - ob diese alle in Deutschland arbeiten, oder auch in Billiglohnländern konnte netz-trends.de nicht ermitteln, ebenso nicht, wie das Verhältnis ist zwischen Vollzeitstellen, Auszubildenden, Halbtagsstellen oder zeitlich befristeten Mitarbeitern wie Werkstudenten, Praktikanten oder anderen Aushilfen.

Einer der größten Anteilseigner an Zalando ist AB Kinnevik. Mit 630 Millionen Euro sicherte sich der schwedische Investor gut 38 Prozent an dem Unternehmen. Ebenso bemerkenswert: der raketenhafte Aufstieg des Modehändlers. Gerade einmal 6 Jahre nach seiner Gründung im Jahr 2008 erreichte Zalando einen vermittelten Retailumsatz von mehr als 2,2 Milliarden Euro in 2014.

Trotz des enormen Umsatzvolumens ließ der große Gewinn beim einstigen Rocket Internet-Vorzeigeprojekt lange auf sich warten. Erst rechtzeitig zum Börsengang Ende 2014 rechnete der Online-Modehändler schwarze Zahlen in Höhe von 82 Millionen Euro. 2013 klaffte hier noch ein dickes Loch von 114 Millionen Euro in den Finanzbüchern des Mode-Giganten. Rocket Internet selbst gab einen Großteil seiner Anteile im August 2013 ab. Mittlerweile hält der Inkubator nur noch 0,61 Prozent an Zalando.

Zalando-Projekt wurde weltweit unter anderen Namen und Gesellschaften ausgerollt

Im Eilverfahren wurde das Erfolgskonzept "Zalando" auf weitere Start-ups außerhalb Europas übertragen, vor allem auf Entwicklungsländer oder Schwellenländer, wobei die netz-trends.de Rocket Internet Analyse durchaus zeigt, dass hier eine recht willkürliche Länderwahl stattgefunden hat, ganz nach dem Motto: Hauptsache viele Länder, das wirkt schon mal groß. Dass sich heute faktisch jedes Onlineportal beliebig von einem zentralen Platz aus weltweit Domains sichern kann, wird dabei gerne übersehen. Denn eine einzelne Domain oder bunte Webseite, am Fließband von der Grafikabteilung erstellt, macht noch längst kein Geschäft.

Die Mode-Ableger von Rocket Internet heißen Zalora in Südostasien, Zando in Südafrika und Jabong in Indien. Des Weiteren bemühte man sich um eine Expansion in Lateinamerika (Dafiti), in Osteuropa (Lamoda) und in den Mittleren Osten (Namshi). Auch wenn die von Rocket Internet gerne in die Runde geschmissenen angeblichen Bewertungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro für die Fashion-Portalbeteiligungen von Rocket teils doch etwas hochgegriffen wirken, so sind die ausgewiesenen Umsätze der Modeportale (Grafiken beachten) von bis zu über 180 Millionen Euro durchaus beachtlich, auch wenn die im Geschäftsbericht 2014 von Rocket Internet ausgewiesenen Verluste tiefrot sind (Grafiken vor allem zu Anfang des Textes berücksichtigen).

So kommt Lamoda (u.a. in Russland) auf einen Jahresumsatz 2014 von 129 Millionen Euro (bei einem Verlust von 30 Millionen Euro), Namshi (u.a. in Saudi-Arabien und Kuwait) auf 38 Millionen Euro Umsatz (bei einem Verlust von 1,66 Millionen Euro), dafiti (u.a. in Chile) auf einen Umsatz von 184 Millionen Euro ( bei einem Verlust 2014 in Höhe von 67 Millionen Euro). Ebenfalls auf Wachstumspfad sind die Modeportale The Iconic/Zalora (u.a. Philippinen, Singapur) mit einem Umsatz von 117 Millionen Euro (bei einem Jahresverlust 79,6 Millionen Euro) oder Jabong (Indien) mit einem Jahresumsatz von 106 Millionen Euro (bei einem Verlust von 59,9 Millionen Euro).

Das Ziel der Raketen war dabei stets den First-Mover-Vorteil zu nutzen: Schnell sollte in infrastrukturell schlecht ausgestatteten Ländern mit hoher Bevölkerungsdichte und geringer Konkurrenz im Internetsegment vorgeprescht werden, um die Vormachtstellung der Zalando-Klone langfristig zu sichern. Ob sich die Dutzenden Millionen investiertes Wachstumskapital, welche vor allem über aufgenommenes Venture Capital aufgenommen worden sein dürfte und in den Aufbau der Fashion-Portale investiert worden sein dürfte, jemals auszahlen werden, ist noch ungewiss.

Trotz Hunderter Millionen Euro Verlust in der Fashion Group ein Milliardenwert?

Für lange Zeit zielte Rocket Internet mit seinen Zalando-Klonen auf einzelne Welt-Regionen ab, doch das änderte sich im September letzten Jahres. Unter dem Namen "Global Fashion Group" (GFG) wurden die fünf größten Zalando-Klone in Wachstumsländern gebündelt. Nach Gruenderszene.de zufolge werde die neue globale Mode-E-Commerce Gruppe von Rocket und Kinnevik mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro bewertet und verfüge im Juni 2014 über 4,6 Millionen aktive Kunden. Wie eine solch hohe Bewertung zustande kommt, steht bei Rocket Internet, wie bei ähnlichen US-Internetcompanies, eher in den Sternen als in den üblichen volkswirtschaftlichen Standardwerken. Dennoch scheinen Investoren derzeit an solch hohe Bewertungen zu glauben. Auch das mag einer der Gründe für die hohe Börsennotierung von Rocket Internet zu sein.

Laut Rocket arbeiten rund 7.000 Mitarbeiter für die internationale Modegruppe GFG. Auch hier wiederum ist nicht klar, um welche Anstellungsverhältnisse bzw. Vergütungsmodelle es sich handelt. Seit der Gründung der Zalando-Klone in den Jahren 2011 und 2012 sollen mehr als eine Milliarde Euro in die Portfoliounternehmen geflossen sein. Hauptinvestoren seien Kinnevik, Access Industries, Summit Partners, Verlinvest, Ontario Teachers‘ Pension Plan und Tengelmann (Milliardär Erivan Haub).

Doch belegt die netz-trends.de-Analyse recht klar: Bislang konnte zwar Umsatz letztlich durch aggressives Marketing erkauft werden, aber es wurde auch enorm viel Geld und Kapital verbrannt. Ob bei deutlich über 200 Millionen Euro Jahresverlust, wie es der Rocket Geschäftsbericht 2014 ausweist, in der Fashion Group-Beteiligung der Rocket Internet SE jemals die Profitabilität-Grenze erreicht werden kann, darüber scheiden sich die Geister. Dies gilt sowohl für die Rocket Internet-Führungskräfte in der Berliner Zentrale, als auch bei Investment-Bankern und Konkurrenz-Unternehmen der deutschen E-Commerce-Szene.

Dass Investoren durchaus nervös werden bei solchen Szenarien, liegt auf der Hand. Dennoch scheint im Falle von Rocket Internet derzeit bei Investoren, reichen Privatanlegern sowie Investment Fonds der Optimismus zu überwiegen. Die Hoffnung: dass die mögliche spätere Marktmacht in den Ländern schon langfristig für Profitabilität sorgen könnte. Ein Investor sagte zu netz-trends.de auch dies: "Wir bekommen immer viele bunte Powerpoint-Präsentationen von denen auf den Tisch gelegt."

Büroartikel, Schminke und Möbel: Von Glossybox über Westwing, Dalani bis Home24

Neben dem einstigen Rocket-Aushängeschild Zalando und der Modegruppe GFG hat die Start-up-Schmiede in der Kategorie "Online Shop-Special Interest" weitere Projekte auf die Bahn gekegelt. Ob Abo-Kosmetik-Geschäfte (Glossybox; u.a. Deutschland, Schweden) oder Schmuck-Portale (21 Diamonds; u.a. Deutschland, Brasilien) - Rocket Internet ist ein Gemischwarenhaus, in dem die E-Commercler erst einmal überall ihre Duftnote verbreiten möchten.

Doch ob das bei Frauen durchaus beliebte Glossybox-Portal oder 21 Diamonds - die Umsätze scheinen so zu sein, dass Rocket Internet SE das lieber unter Verschluss hält. Einer der wenigen bekannten Zahlen von Glossybox stammt aus dem Jahr 2011. Damals war ein angeblicher mickriger Gewinn von gerade einmal rund 14.000 Euro bekannt geworden. Damit wäre das Portal zugleich eines der wenigen Rocket-Internet-Projekte, welches überhaupt im Plus zu schein sein.

Ebenso im Fokus der Internet-Macher: diverse Web-to-Print-Anbieter wie Bonnyprints (besonders Deutschland), Printvenue (besonders Indien) oder Zocprint (Brasilien). Alle drei Druck-Services scheinen zwar in ihren jeweiligen Stamm-Ländern zumindest laut Alexa Page Rank über eine relativ gute Web-Präsenz zu verfügen. Doch scheinen die Umsätze bei weitem nicht so zu sein, dass Rocket Internet diese in seinem Börsen-Geschäftsbericht für 2014 bekannt gibt (Grafiken weiter unten im Text berücksichtigen).

Ein weiteres wichtiges Standbein des Samwer-Imperiums ist der Einrichtungs- und Möbelversand. Glaubt man den Facebook-Fans, so scheint der brasilianische Online-Möbelshop Mobly beliebt zu sein (vorausgesetzt, es wurde hier nicht durch Facebook-Marketing-Kampagnen nachgeholfen). Mit immerhin über eine Million Facebook-Likes gehört das Portal zumindest im Socia Media Ranking zu den Tops von Rocket. Weniger angenehm: Zum Umsatz, Gewinn oder Verlust schweigt sich die Rocket Internet bei Mobly aus, was ebenfalls kein gutes Omen scheint.

Im europäischen Raum gehört der Möbel-Shoppingclub Westwing (u.a. Deutschland) zu Rockets bekanntesten Marken. Das Portal agiert international in einer Zwei-Marken-Strategie mit Dalani (Italien). Wie die Grafiken zeigen, positioniert sich der Anbieter mit einem Umsatz von 183 Millionen Euro in 2014 (bei über 60 Millionen Euro Jahresverlust 2014) und von netz-trends.de recherchierten durchschnittlichen 257.775 Facebook-Fans (zum Zeitpunkt der Recherche; diese Statistik-Erläuterung gilt für alle Angaben in diesem Text wie in den Grafiken) zumindest etwas vor Home 24 (Deutschland; 160 Millionen Euro Umsatz bei 54,2 Millionen Euro Verlust in 2014). Doch dürfte Home24 sicherlich in Deutschland auch dank massiver teurer Fernsehwerbung weiter wachsen.

Grafik: netz-trends.de

Das italienische Schwesternportal Dalani hat der netz-trends.de-Analyse mehr als 454.356 Facebook-Likes. Darüber hinaus ist Rocket Internet mit weiteren Klonen des Einrichtungs-Portals zudem in Australien (Zanui; keine Rocket-Angaben zu Umsatz/Gewinn/Verlust) und Indien (FabFurnish; keine Rocket-Angaben zu Umsatz/Gewinn/Verlust) vertreten.

Rocket besitzt in seinem Unternehmensportfolio auch eine Reihe von "General Interest"- Portalen, ganz nach dem Vorbild von Weltmarktführer Amazon. Diese Anbieter versuchen ein möglichst breites Spektrum an Produkten abzudecken. Einigermaßen populär scheint in Südamerika das Online-Kaufhaus Linio zu sein mit etwa 3,8 Millionen Facebook-Likes im Mai 2015. Der Umsatz von Linio ist in dem Riesenland Brasilien mit 62 Millionen Euro 2014 bei 54,3 Millionen Euro Verlust zwar nicht schlecht, aber auch für E-Commerce-Maßstäbe, welche im kleineren Deutschland gelten, eher überschaubar.

Ebenfalls ein Rocket-Facebook-Star ist die Shopping-Seite Lazada (u.a. Philippinen) mit über rund 1,9 Millionen Fans auf Facebook. Doch wirtschaftlich scheint die Rocket Internet-Beteiligung Lazada eher ein dürftiger, wenn nicht miserabler E-Commerce-Kandidat zu sein. Denn bei einem Jahresumsatz 2014 in Höhe von 127 Millionen Euro lief ein Verlust von 126 Millionen Euro auf. Geld verdienen sieht anders aus (Rocket Internet hält an Lazada einen Anteil von etwa 23,8 Prozent).

Klar, dass ohne kräftige Kapitalgeber weder der tiefrote Kandidat Linio noch das ähnlich dunkelrote Lazada sich E-Commerce-Abenteuer aus eigener Kraft heraus wohl eher nicht hätten leisten können. Unter anderem hätten, heißt es, Access Industries und Northgate Capital bereits mehr als 112 Millionen Euro alleine in den Online-Versandhandel Linio investiert (siehe Grafik).

Daraz in Pakistan und Jumia in Ägypten - trotz guter Social Media-Werte hohe Verluste

Weitere Amazon-Klone startete Rocket Internet in Pakistan mit Daraz. Allerdings liegen zu dem Online-Kaufhaus der Marke Allerlei keine Umsatzzahlen öffentlich vor. Betrachtet mit die von netz-trends.de recherchierten Social Media Werte scheint man nicht zu optimistisch, wenn man hier positive Signale zu erkennen vermag (Grafik beachten).

Auch in Afrika ist Rocket Internet aktiv - zum Beispiel mit dem Onlineshop Jumia. Allerdings sind die bekannten Geschäftszahlen auch zu diesem Portal, das scheinbar vor allem in Ägypten und Nigeria Kunden gefunden zu haben scheint, wenig erquicklich. So lag der Umsatz 2014 laut Rocket Internet Geschäftsbericht bei 62 Millionen Euro, hortete aber gleichzeitig Verluste in Höhe von 54,3 Millionen Euro. Erstaunlich ist die angebliche Mitarbeiteranzahl, welche wir recherchieren konnten. So würden angeblich 1.751 Mitarbeiter für Jumia arbeiten.

Zum Vergleich: Ein deutsches E-Commerce-Portal mit rund 60 Millionen Umsatz würde zwischen 300 und 350 Mitarbeiter beschäftigen. Immerhin: Zum Zeitpunkt der netz-trends.de-Studie war die Domain Jumi.cl laut Alexa PageRank die am zweitmeisten besuchte Webseite in Nigeria.

Lendico und Payleven: Samwer-Alternative zu Banken

Auch den Banken würden die Samwer-Brüder scheinbar gern Konkurrenz machen. Für Finanzgeschäfte bietet das Rocket Imperium zwei Alternativen im Netz an: Kreditvermittlung (Lendico, Spotcap und Zencap) und Mobile-Bezahlsysteme (Payleven, Paymill). Peer-to-peer Kreditanbieter wie Lendico ermöglichen es Privatpersonen und Selbständige kleinere Kredite aufzunehmen, ohne zur Bank gehen zu müssen. Bequem am heimischen PC können Interessierte Kreditsummen zwischen 1.000 und 50.000 Euro aufnehmen – und das zu vermeintlich günstigeren Zinsen als bei den Privatbanken.

Grafik: netz-trends.de


Lendico möchte im hart umkämpften Online-Geschäft der Kreditvergabe seine Sporen verdienen. Das Kreditvermittlungs-Portal verfügt über diverse Domains in den Ländern Deutschland, Österreich, Spanien, Polen, Zimbabwe und den Niederlanden. Jüngsten Berichten zufolge sei das Samwer-Start-up zumindest in einigen Märkten wenig profitabel. So äußerte sich Dominik Steinkühler, Geschäftsführer von Lendico, in einem Interview im März 2015 mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), dass sich das Unternehmen aus Spanien, Polen und Südafrika zurückziehen werde. Grund: Das Kreditvermittlungsportal entwickle sich nicht so gut.

Insbesondere in Spanien hatte das Unternehmen laut FAS große Schwierigkeiten. In dem krisengeschüttelten Land konnte nur etwa jeder fünfzigste Kreditantrag positiv beantwortet werden. Inwieweit Lendico überhaupt gewinnbringend arbeitet, ist nicht bekannt. Mit genauen Geschäftszahlen hält sich auch diese Rocket Internet-Beteiligung zurück.

Angriff auf Airbnb mit Wimdu

Im Jahr 2011 stiegen die Samwer-Brüder außerdem in die hart umkämpfte Online-Tourismusbranche in Deutschland ein. Problem: Der Markt war auch 2011 schon recht weit vergeben: Für die unabhängige Vermittlung von Flügen hatte sich als Marktführer fluege.de etabliert (mit seinem bekannten Werbegesicht Reiner Calmund) und auch die Vermittlung von Hotelzimmern wird in Deutschland vom Marktführer HRS dominiert. Im Bereich der Pauschalreisen, dem Verkauf, beziehungsweise der Vermittlung, ist der Marktführer ebenfalls vorhanden und zwar mit ab-in-den-urlaub.de.

Entsprechend suchte Rocket Internet eine Marktlücke im deutschen Tourismus und fand sie in der Vermittlung privaten Wohnraums vor allem in Städten und zwar vorwiegend an Touristen oder Kurzeit-Geschäftsreisende. Wimdu war geboren.

Mit Wimdu hat Rocket also ein Unternehmen gestartet, das private Wohnungen an Reisende vermittelt. Angelehnt an das amerikanische Vorbild Airbnb - ein Unternehmen das von sich behauptet, bei einem Umsatz von 800 Millionen Dollar mittlerweile 33 Milliarden Dollar wert zu sein - können Nutzer ihre eigenen vier Wände auf dem Portal zur Untermiete anbieten. Dem Reisenden soll dadurch nicht nur eine kostengünstigere Alternative zur klassischen Hotelbuchung geboten werden, sondern dem Urlauber auch einen authentischen Eindruck vom Reiseland vermitteln.

Der Gesellschaftsanteil von Rocket Internet SE an der Online-Zimmervermietung beträgt knapp 50 Prozent. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung lag der Umsatz im Jahr 2012 bei 6 Millionen Euro. Der Geschäftsbericht wies im selben Jahr laut dem Bundesanzeiger einen Verlust von rund 13 Millionen Euro ein. Mit aktuelleren Zahlen hält sich Rocket stark zurück, was aber eher kein gutes Zeichen ist. Im Rocket Internet-Buch von Joel Kaczmarek (2014) ist die Rede davon, wonach angeblich bislang rund 67 Millionen Euro in das Vermittlungsportal geflossen seien. Das Investment soll unter anderem von Rocket und dem schwedischen Investor Kinnevik kommen.

Wimdu: Vermittelter Reiseumsatz 92,5 Millionen Euro

Doch wie davon TV-Werbung, Online-Werbung und Personal über Jahre gestemmt werden sollen, ist unklar. Im Rocket Internet-Geschäftsbericht 2014 steht jedenfalls folgende wenig erquickliche belastbare Zahl (Seite 80) zu Wimdu: Demnach habe man 2014 lediglich 5.138 Kunden-Übernachtungen gehabt habe ("Number of customer room nights: 5,138"). Zudem ist dem Rocket Internet-Geschäftsbericht für Wimdu zu entnehmen: "Number of bookings: 230". Trotz der überschaubaren Kundenzahlen gibt Rocket Internet den angeblichen Wert des Portals aber mit der folgenden Zahl an: "Company Valuation: 100.6 Millionen Euro". Zudem wird der vermittelte Reiseumsatz (das ist nicht der Netto-Umsatz) mit folgender Kennziffer angegeben: "Gross transaction volume" liegt bei 92,5 Millionen Euro.

Anfang 2015 starteten die Raketen mit Nestpick eine weitere Online-Zimmervermittlung. Das Wohnungsportal aus den Niederlanden bietet schon seit geraumer Zeit Unterkünfte in London, Amsterdam und Paris an. Nun ist Nestpick auch in München und Berlin aktiv. Im Fokus der Gründer sind reiche Studenten, die für ein paar Monate ein Zimmer benötigen. Natürlich verdient Rocket bei der Vermittlung von Unterkünften stets mit

Grafik: netz-trends.de

Clickbus, Jovago, EasyTaxi

Bisher scheint das neue Rocket Internet-Projekt Nestpick auf nur wenig Resonanz gestoßen zu sein, was vor allem an der mangelnden Markenbekanntheit liegen dürfte, aber auch daran, dass der Immobilien- und Mitwohnmarkt in Deutschland sowieso nahezu komplett unter einigen Platzhirschen aufgeteilt ist. Zum Zeitpunkt der Erhebung befand sich Nestpick laut Alexa PageRank gerade mal auf Platz 47.450 der am meisten von Nutzern frequentierten Webseiten in Deutschland – und das war noch der beste Wert unter allen anderen Nestpick-Länder-Domains.

Ob das Modell bei Zimmerpreisen von bis zu 750 Euro für ein 15qm-Zimmer in München langfristig erfolgreich sein kann, wird die Zukunft zeigen, zumal es mit wg-gesucht.de bereits einen großen Marktführer in Deutschland gibt..

Weitere Portale von Rocket, die der Kategorie "Tourismus" zugeordnet werden können, sind der Online-Busvermittler ClickBus (u.a. Brasilien, Türkei), das Hotelvergleichsportal Jovago (Afrika) sowie Uber-Konkurrent EasyTaxi (u.a. Brasilien, USA). Das letztgenannte Portal ist in 30 Ländern der Welt vertreten und hat bisher zwischen 30 bis 57 Millionen Euro Kapital aufgenommen. Trotz der Domain-Präsenszen in unterschiedlichsten Ländern, scheint das Geschäft aber schleppend zu laufen. Bekannt sind bislang sonderlich gute Umsatzzahlen, noch errungene Gewinne (Grafiken beachten).

Zum Vergleich: Der umstrittene Fahrdienst-Konkurrent Uber aus den USA soll laut dem deutschen Manager Magazin bisher mehr als 2,7 Milliarden Dollar von seinen Kapitalgebern bekommen haben. Einige werfen sogar die Zahl 10 Milliarden Dollar in den Raum. Im Mai 2015 war EasyTaxi mit mehr als eine Million Facebook-Fans im Rocket Internet Portfolio beliebter als Wohnungsvermittler Wimdu, der auf etwa 130.000 Likes kommt.

Schlemmen à la Rocket: Lieferdienste und Rezeptportale

Die Rocket SE spekuliert auch in Sachen Essen und Trinken auf die Bequemlichkeit der Menschen. Denn: Das Unternehmen investiert verstärkt in Lieferdienste. Erst im Februar kauften die geschäftstüchtigen Samwer-Brüder, beziehungsweise die Rocket Internet SE für knapp 500 Millionen Euro einen Anteil von 30 Prozent an der Plattform Delivery Hero. Mittlerweile besitzt Rocket laut Süddeutsche Zeitung fast 39 Prozent des Unternehmens. Bei dem Anbieter können hungrige Kunden von Pizza bis Döner alles bestellen. Geliefert wird die Ware frisch zubereitet nach Hause.

Grafik: netz-trends.de

Mit seinem Investment in Delivery Hero, in Deutschland unter dem Namen Lieferheld bekannt, ist Rocket nun auch an einem deutschen Online-Lieferdienst beteiligt. Bisher waren die Samwer-Brüder mit ihrem Ableger Foodpanda (u.a. Singapur, Nigeria) ausschließlich in sogenannten Emerging Markets in Lateinamerika, Asien und Afrika tätig. Allerdings ist der Umsatz 2014 mit gerade einmal 6,7 Millionen Euro äußert überschaubar. Schlimmer wiegt aber der dramatische Verlust in Höhe von 38,5 Millionen Euro im Jahr 2014.

Die Plattform für Essenbestellungen Foodpanda ist bereits in 46 Ländern der Welt aktiv und es seien nach Informationen der Times of India bereits gut 81 Millionen Euro in den Online-Lieferservice gesteckt worden. Zu den Hauptinvestoren gehören Phänomen, Kinnevik und iMENA. Zumindest für Fans von Facebook-Likes fällt Foodpanda mit gut einer Millionen Facebook-Followern positiv aus dem Reigen sonstiger Rocket-Portale.

Einen etwas anderen Weg schlägt Rocket Internet mit dem Anbieter HelloFresh ein. Statt eines vorbereiteten Essens bekommen die Nutzer lediglich ausgewählte Zutaten in einer Box geliefert. Der Kochlöffel muss dann selbst geschwungen werden. HelloFresh versendet seine Kochbox inklusive Rezeptanleitung nach Deutschland, Australien und Großbritannien sowie in die USA. Der Service verfügt durchschnittlich über 341.281 Facebook-Likes. Dies zeigt zumindest, dass man sich um das Portal kümmert.

Laut Rocket-Geschäftsbericht aus dem Jahr 2014 hält die Portal-Fließband-Schmiede einen Anteil von etwa 51,7 Prozent an HelloFresh. Der Verlust von HelloFresh lag aber im selben Jahr bei 15 Millionen Euro und reiht sich damit in die Miese-Macher der Rocket Internet SE ein.

Mit Rocket Internet auf der Überholspur? Autoda, Carmudi und Motors.com

Der Inkubator Rocket Internet versucht auch mit Autovermittlungsportalen in Schwellenländern wie Pakistan, Bangladesch und Myanmar Marktanteile zu gewinnen. Ähnlich wie AutoScout24, eine führende Kfz-Börse in Deutschland, bietet Rocket Internet unter den Namen Carmudi oder auch Motors.com Neu- und Gebrauchtwagen in zahlreichen Ländern an. Nach Recherchelage startete das Portal Carmudi im Jahr 2013 und ist bis heute in 18 unterschiedlichen Ländern präsent. Zum Erhebungszeitpunkt war das Portal Carmudi mit mehr als eine Million Facebook-Likes notiert. Doch scheint das schon mehr oder weniger das Ende der bekannten belastbaren Benchmark-Daten zu sein.

Nach Branchen-Gerüchten würden die Rocket-Portale im Automobilsektor aber unter ähnlichen Problemen leiden, wie Autoportale in Deutschland, welchen es nicht gelingt, einen der zwei vordersten Plätze einzunehmen oder wenigstens die Nummer drei zu sein: Trotz der hohen Investitionen scheint man sich gegen andere starke Konkurrenten hier nicht durchsetzen zu können. Das könnte auch ein Indiz sein, warum im aktuellen Rocket Internet Geschäftsbericht 2014 kaum verwertbare Zahlen zu den Autoportalen genannt werden (Grafiken beachten).

Während in Ländern wie Pakistan und Indonesien die Konkurrenz für Rocket Internet sehr überschaubar sein dürfte, ist der deutsche Markt sehr kompetitiv. Das macht sich auch bei der Anzahl der Facebook-Likes bemerkbar. So können sich im Mai 2015 nur etwa 11.000 Personen auf Facebook für Rockets Online-Autohaus hierzulande, MeinAuto.de, begeistern.

Rockets Internet-Maschinerie läuft - nur wohin?

Unter dem Dach von Rocket Internet entstanden noch viele weitere Portale. Im Bereich Games sind die Samwer-Brüder an der Spiele-Schmiede Goodbeans beteiligt, die vor allem in Deutschland tätig ist. Mit dem internationalen Social-Games-Entwickler Plinga hat der Inkubator sogar seinen eigenen Znyga-Ableger. Doch auch der Games-Bereich scheint im Rocket Internet-Portfolio nicht gerade eine glückliche Figur zu machen, schaut man sich die ernüchternden Verluste an (Grafiken beachten). Das wundert umso mehr, als dass die Gamingbranche weltweit boomt und hier Milliarden Euro umgesetzt werden.

Grafik: netz-trends.de

Klar dass ein so vielfältig sich ausprobierendes Unternehmen wie die Rocket Internet SE sich auch das Geschäft mit Preisvergleichen zu Produkten nicht entgehen lassen möchte. Aber auch hier ist der Markt in Deutschland mit Anbietern wie billiger.de, preisvergleich.de oder idealo.de dicht besiedelt. Mit Pricepanda versucht sich Rocket aber auch in diesem mühselig und nur über viele Jahre aufzubauenden Geschäftsfeld. An Pricepanda hält Rocket Internet laut Konzernzwischenabschluss zum ersten Halbjahr 2014 mehr als 72,3 Prozent. Dass das Geschäft für Rocket scheinbar nicht so gut läuft, zeigt sich an der zuletzt bekannten Zahl. Da stand scheinbar noch eine dicke Rot in den Büchern (Grafik beachten).

Auch den Reibach mit Gutscheinen erhoffte man sich scheinbar bei Rocket und gründete CupoNation, ein Portal, das vor allem in Europa, Russland und Brasilien aktiv ist. Einige sagen, es sei eine plumpe Kopie von Groupon. Bekannt sein dürfte den Samwers wiederum Groupon: bauten sie es doch in Deutschland wesentlich auf.

Und ganz im Stile von Konkurrent Stepstone.de brachten die Samwers die Jobbörse Work.com nach Myanmar. Auch das Putzportal Helpling orientiert sich an dem bereits zuvor gegründeten US-Unternehmen Homejoy – frei nach der gefürchteten wie nicht gut gelittenen Samwer-Devise: "Gut kopiert ist besser als schlecht erfunden."

Doch: Auch wenn in Deutschland bereits kräftig für Helpling zum Beispiel mit Plakaten geworben wird - für das Geschäftsjahr 2014 weist die Rocket Internet erst gar keine Umsatzzahlen zu dem Putzdienst aus. Bekannt ist, dass bislang rund 50 Millionen Euro Venture Capital in das Projekt geflossen sind. Ob die Werbung für das Portal hilft, das dürfte der Rocket Internet SE-Geschäftsbericht 2015 in knapp einem Jahr zeigen.

Grafik: netz-trends.de

Das Fazit: Fliegt die Rakete zu hoch hinaus?

Weltweit erhalten die Samwer-Brüder auch mit Rocket Internet Anerkennung für ihr Talent, neue Start-ups aus dem Stegreif auf die Straße zu bringen. Doch ohne kräftige Kapitalgeber, die scheinbar immer häufiger mehr auf Glamour schielen, statt auf betriebswirtschaftlich nachhaltige Geschäftsmodelle, wozu beispielsweise die Marktbedeutung oder Marktmacht in einem Land in einem Segment als Bewertungs-Kriterium gelten könnte, hätten die Samwers schon längst auf die Bremse treten müssen.

Zwar behauptet Rocket Internet vollmundig, sie wären in unzähliggen Ländern bereits führend, doch sprechen die realen Zahlen gesamtwirtschaftlich eine andere Sprache. Der beeindruckend aggressive Rocket-Expansionskurs war nur durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Investoren möglich, die teils sicherlich auch naiv in ihre Investments geschlittert sind. Erst der Börsengang spülte erstmals Milliarden in die Kasse, die nun recht frei für die Rocket Internet-Expansion genutzt werden können. Doch weiß die E-Commerce-Szene: Die Google inc. ist hungrig. Wer im Netz im E-Commerce Erfolg haben will, muss dort investieren.

Alleine große deutsche E-Commerce-Unternehmen bezahlen schon heute jährlich gut 50 bis 150 Millionen Euro in Google-Werbung, primär die teuren Google Adwords-Kampagnen. Das sind die werblichen Treffer über, rechts neben und teils auch unter den Suchergebnissen in der Google-Suchmaschine. Geld, das nur in Deutschland ausgegeben wird. In Deutschland soll es E-Commerce-Companies geben, die in den vergangenen 10 Jahren weit über eine Milliarde Euro an Google für gute werbliche Platzierungen bezahlt haben sollen. Das heißt: Rocket muss mit dem IPO-Geld haushalten oder schnell schauen, dass weiteres Geld in die Kasse kommt.

Zentral ist und bleibt die Frage: Ist Rocket Internet mit fast 6 Milliarden Euro überbewertet oder nicht? Die erhobenen Zahlen von netz-trends.de zeigen, dass im Rocket-Portfolio vor allem eines steckt: Geldeintreiber-Talent von Oliver Samwer gepaart mit viel unternehmerischer Vision, aber auch heißer Luft. Summiert man die von netz-trends.de recherchierten Geschäftsergebnisse der untersuchten Portale die mit Rocket Internet in Verbindung stehen (ohne Zalando), ergibt sich bei einem Umsatz von etwa 1,25 Milliarden Euro ein Gesamtverlust von mehr als 675 Millionen Euro.

Dabei kann man sagen, dass von 47 recherchierten Portalen insgesamt 17 Rocket Beteiligungen Verluste schrieben. Zu weiteren 27 Portalen liegen erst gar keine Geschäftszahlen vor. Lediglich Zalando und Glossybox erweisen sich nach Recherchelage als profitabel. Das Problem: An Zalando halten die Brüder gerade mal winzige 0,61 Prozent. Bei Glossybox lag der Gewinn mit etwa 14.000 Euro auch nicht gerade hoch, zumal die Zahl aus dem Jahr 2012 stammt. Aktuellere Informationen sucht man vergeblich. Böse Zungen sagen zudem, dass Rocket Schönfärberei betreibe. Denn: In seinem aktuellen Geschäftsbericht 2014 gibt der Inkubator gerade mal einen niedrigen zweistelligen Millionen-Verlust an. Ein enormer Kontrast zu den von netz-trends.de recherchierten Zahlen.

Die Geheimnistuerei und auch teils durchaus geschickte Versteckspiele um aktuelle Geschäftszahlen und das von netz-trends.de recherchierte dicke Minus der 17 bekannten Portale zeigen, dass es nicht realistisch erscheint, hier in den nächsten zehn Jahren einen Gewinn auf die Waage bringen zu können. Das heißt: Investoren brauchen einen langen Atem, Kleininvestoren sollten die Finger von der Rocket Internet SE lassen. Alles deutet darauf hin, dass den Samwers möglicherweise gar nicht an einem Gewinn aus An- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen gelegen ist.

Vielmehr profitieren die Brüder vom Handel mit der Rocket-Aktie sowie den Rocket-Visionen. Auftrieb erfährt Rocket Internet bei Investoren wohl vor allem aufgrund des Gefühls, dass man zu einem der bedeutendsten Internet-Konzerne der Welt zugehören könnte. Auch ist sicherlich der Wunsch Antrieb, dass man den Amis nicht alles überlassen möchte in der digitalen Welt. Vor diesem Hintergrund scheint der Börsenwert von Rocket Internet mit etwa 5,96 Milliarden Euro Anhängern der Realwirtschaft als zu hoch, Anhängern der Visions-Wirtschaft Made in USA als zu niedrig.

Doch Rocket gelingt es nicht nur die Investoren trotz teils bedenklich schlechter betriebswirtschaftlicher Gesamtlage diverser Rocket Internet-Beteiligungsportalen phänomenal bei Laune zu halten. Auch Liker in Facebook scheinen von Rocket-Projekten zumindest teilweise angetan. So kommen auf die von netz-trends.de analysierten Webportal-Präsenzen in allen recherchierten Ländern rund 64 Millionen Facebook-Likes zusammen (Stand: 06/15).

Allerdings sind auch solch beeindruckenden Facebook-Zahlen relativ und mit Distanz zu betrachten, bedenkt man, dass es Stars gibt, die es alleine auf über 60 Millionen Facebook-Fans bringen. Hinzu kommt der Fakt, dass Unternehmen für recht wenig Geld Tausende Facebook-Fans durch geschicktes Kampagnenmanagement "kaufen" können. Wir möchten das Rocket Internet keinesfalls unterstellen, doch möchten wir es der Vollständigkeithalber zumindest erwähnen, dass diese Möglichkeit bestehen könnte.

Zum Abschluss dieser umfangreichen Rocket Internet-Analyse stellen wir noch einmal die Zahlen dar, welche Rocket Internet SE in seinem Jahresbericht 2014 (Annual Report 2014) der Öffentlichkeit und Anlegern präsentierte und zwar anhand der von Rocket Internet vorgenommenen eigenen Klassifizierungen der Proven Winners ("Geprüfte Gewinner"), Emerging Stars, Concept-Portale.

Rocket Internet Portal-Klassifizierungen: Proven Winners ("Geprüfte Gewinner"), Emerging Stars, Concepts

Die Rocket Internet SE klassifiziert seine unterschiedlichsten Portal-Beteiligungen im Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft in unterschiedlichste Rubriken, wobei diese Rubriken nicht alle Rocket Internet-Projektbeteiligungen widerspiegeln. Summiert man die im Rocket Internet SE-Geschäftsbericht dargestellten Umsatz- und Gewinn/Verlust-Zahlen für diverse Rocket Internet-Projektbeteiligungen, sehen die Zahlen nicht weniger Rocket-Beteiligungen alles andere als rosig aus. Das Rocket derzeit auf einem Berg von über einer Milliarde Euro IPO-Geld sitzt, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

In folgende Rubriken klassifiziert Rocket Internet SE seine Portale: Proven Winners ("Geprüfte Gewinner"), Emerging Stars, Concepts. Und so sehen die im Geschäftsbericht 2014 der Rocket Internet SE aufgelisteten Portal-Beteiligungen betriebswirtschaftlich aus, wobei Fakt ist: Summiert man diese Umsatzzahlen sowie die Gewinne oder Verluste, ist netz-trends.de meilenweit von den von der Gründerszene genannten angeblichem Rocket Internet SE-Verlusten im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 20,2 Millionen Euro entfernt. Das deutet darauf hin: "Aus dem reinen Portalgeschäft lassen sich die Bilanzzahlen der Rocket Internet SE kaum nachvollziehen", sagt ein Börsenprofi zu netz-trends.de. Hier nun jedenfalls die bekannten Umsatz- und Gewinne, beziehungsweise Verluste zu wichtigen Rocket-Portalbeteiligungen:

Rocket Internet: "Proven Winners"

In den von Rocket Internet als "Proven Winners" etwas dick umschriebenen Portale gelten die folgenden drei Gruppierungen: Global Fashion Group, General Merchandise und Home & Living. Die Details dieser Kategorisierungen sehen wie folgt aus:

Global Fashion Group, bestehend aus:

- dafiti (Umsatz: 592,2 Mio. BRL, bzw. 184,1 Mio. EUR; EBITDA: - 216,3 Mio. BRL, bzw. -67,26 Mio. EUR).

- lamoda (Umsatz: 9496,2 Mio. RUB, bzw. 128,67 Mio. EUR; EBITDA: -2216,2 Mio. RUB, bzw. - 30,03 Mio. EUR).

- zalora (Umsatz: 117,3 Mio. EUR; EBITDA: -79,6 Mio. EUR).

- jabong (Umsatz: 8114,1 Mio. INR, bzw. 106,13 Mio. EUR; EBITDA: - 4578,6 Mio. INR, bzw. -59,89 Mio. EUR).

- namshi (Umsatz: 167,7 Mio. AED, bzw. 37,73 Mio. EUR; EBITDA: -7,4 Mio. AED, bzw. -1,66 Mio. EUR).

Nach netz-trens.de-Berechnungen müsste also der Gesamtumsatz der Portale, an welchen die Global Fashion Group von Rocket Internet Beteiligungen hält (Grafiken beachten) ein Volumen von 573,93 Mio. EUR umfassen, bei einem Gesamtverlust von 238,44 Mio. EUR.

General Merchandise, bestehend aus:

- Linio (Umsatz: 61,9 Mio. EUR; EBITDA -54,3 Mio. EUR).

- Lumia (Umsatz: 61,8 Mio. EUR; EBITDA: -55,4 Mio. EUR).

- Lazada (Umsatz: 154,3 Mio. USD, bzw. 127,51 Mio. EUR; EBITDA: -152,5 Mio. USD, bzw.-126,02 Mio. EUR).

Nach netz-trens.de-Berechnungen müsste also der Gesamtumsatz der Portale, an welchen Rocket Internet in der Portal-Rubrik "General Merchandise"-Beteiligungen hält (Grafiken beachten) ein Volumen von 251,21 Mio. EUR haben, bei einem Gesamtverlust von 235,72 Mio. EUR.

Home & Living, bestehend aus:

- home24 (Umsatz: 160,1 Mio. EUR; EBITDA: -54,2 Mio. EUR).

- Westwing (Umsatz: 183,3 Mio. EUR; EBITDA: -60,7 Mio. EUR).

Nach netz-trens.de-Berechnungen müsste also der Gesamtumsatz der Portale, an welchen Rocket Internet in der Portal-Rubrik "Home & Living"-Beteiligungen hält (Grafiken beachten) ein Volumen von 343,4 Mio. EUR haben, bei einem Gesamtverlust von 114,9 Mio. EUR.

Food & Grocery, bestehend aus:

- Foodpanda (Umsatz: 6,7 Mio. EUR; EBITDA: -38,5 Mio. EUR).

Nach netz-trens.de-Berechnungen müsste also der Gesamtumsatz der Portale, an welchen Rocket Internet in der Portal-Rubrik "Home & Living" Beteiligungen hält (Grafiken beachten) ein Volumen von 6,7 Mio. EUR haben, bei einem Gesamtverlust von 38,5 Mio. EUR.

Rocket Internet: "Emerging Stars"

Rocket-Internet "Emerging Stars"-Beteiligungen, bestehend aus: zencap (Umsatz: k.A. ; EBITDA: k.A. ), Caps Nation (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), Lendico (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), Helpling (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), Paymill (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), traveloka (Umsatz: k.A. ;EBITDA: k.A.), Wimdu (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), zanui (Umsatz: k.A. ; EBITDA: k.A.), Fab Furnsh (Umsatz: k.A. ; EBITDA: k.A.), Travelbird (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.).



Rocket Internet: "Concepts"

Rocket-Internet "Concepts"-Portalbeteiligungen, bestehend aus: Spotcap (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), tripda (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), SpaceWays (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), Bonalivo (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), Shopwings (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), ZipJet (Umsatz: k.A.: EBITDA: k.A.), EatFirst (Umsatz: k.A.; EBITDA: k.A.), nestpick (Umsatz: k.A. ; EBITDA: k.A.).

Umrechnungskurse

Folgende Umrechnungskurse wurden bei Fremdwährung von netz-trends.de hinzugezogen: 1 BRL = 0,31094 EUR (Stand: 31.12.2014), 1 RUB = 0,01355 EUR (Stand: 31.12.2014), 1 AED = 0,22498 EUR (Stand: 31.12.2014), 1 INR = 0,01308 EUR (Stand: 31.12.2014), 1 USD = 0,82638 EUR(Stand: 31.12.2014).