Lebensmittel USA verbieten künstliche Transfettsäuren TFS in Pizzas, Margarine, Zuckerguss, Popcorn, Kaffeesahne, Tortenguss

Es ist ein harter Gangschlag für die Lebensmittelindustrie in den USA: Sie solle sich bewegen und innerhalb von drei Jahren dafür sorgen, dass keine künstlichen Transfette, sogenannte Transfettsäuren (TFS) in Lebensmitteln mehr verarbeitet werden. Das sagte jetzt die mächtige amerikanische Bundes-Aufsichtsbehörde, die US Food and Drug Administration (FDA).

Bild: stuckart
Die USA greifen bei künstlichen Fetten jetzt durch. In der EU sind sie noch erlaubt.

Transfettsäuren stehen nach Aussagen der FDA im Verdacht eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darzustellen. Die US Food and Drug Administration sagte, dass hydrierte Öle, welche als primäre Quelle künstliche Trans-Fettsäuren enthielten, für den menschlichen Verzehr nicht geeignet seien.

Trans-Fettsäuren kommen beispielsweise in Fleisch oder Milchprodukten vor. Künstliche Transfettsäuren sollen besonders dazu beitragen, Herzkrankheiten zu erleiden. Der FDA Acting Kommissar Stephen Ostroff erklärte, wonach Transfettsäuren für "Tausende tödliche Herzinfarkte pro Jahr" verantwortlich seien. Besonders der Verzehr von Glycerin-Estern in den Trans-Fettsäuren erhöhe, sagen Mediziner, den Gehalt von LDL-Cholesterin im Blut. Dies führe zur Beschleunigung von koronaren Herzkrankheiten, wozu beispielsweise eine Arteriosklerose gehört.

Künstliche Transfette kommen häufig in Produkten wie Zuckerguss, Mikrowellen-Popcorn, Tiefkühlpizza oder Tortenkrusten, Kaffeesahne sowie Margarine vor. Sie helfen die Haltbarkeit dieser Lebensmittel zu verlängern.

Die amerikanische Lebensmittel-Aufsichtsbehörde FDA empfiehlt den Verbrauchern, solange das Verbot noch nicht in Kraft ist, selbst auf die Zusatzliste von Lebensmitteln zu achten und zu schauen, ob dort künstliche Transfettsäuren enthalten sind.

Beifall für die FDA gibt es von unterschiedlichsten amerikanischen Verbraucher-Verbänden. So erklärte Erik Olson, der Direktor des Gesundheits- und Umweltprogramms des privaten amerikanischen "Natural Resources Defense Council“, wonach er sich nun erhoffe, dass die "FDA ihre eigenen Sicherheitsüberprüfungen von Lebensmittel-Chemikalien intensivieren sollte.

Zudem, so Olson, solle die FDA dafür sorgen, dass es mehr Transparenz gibt, damit die amerikanische Öffentlichkeit erfahren kann, ob die Verbraucher potentiell schädliche Chemikalien essen.

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