Film Alibaba Videos: Chinas Konkurrenz zu Netflix, Maxdome & Co

Dies teilte Alibaba-Gründer Jack Ma in einem Interview mit. Während des Gesprächs sagte er auch, er sei "sehr daran interessiert" beispielsweise Bezahldienste wie Apple Pay zu integrieren.

Jack Ma, der Alibaba-Gründer, in einem Beitrag auf CNN Money.

Nun will auch das größte asiatische Onlinekaufhaus, der chinesische Anbieter Alibaba, groß ins Streaming-Geschäft mit Blockbuster oder Dokus einsteigen.

Bislang spielt der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba in Deutschland, Österreich oder der Schweiz kaum eine Rolle, kann aber seine Marktstellung auf Grund der massiven weltweiten medialen redaktionellen Berichterstattung global ausbauen.

Doch sind Kunden nicht immer begeistert. Ein deutscher Alibaba-Kunde aus Frankfurt am Main, Jens, der ein kleines 5-Euro-Produkt bei der Alibaba-Group bestellt und es auch bezahlt hatte, wartet, teilte er netz-trends mit, nach eigenen Angaben seit über 5 Wochen auf die Ware: "Ich bin gespannt, ob das Teil wirklich noch geliefert wird, oder ob die sich einfach das Geld in die Taschen stecken", so der Kunde, ein Ingenieur. Würden 100.000 Kunden weltweit ähnliche Erfahrungen machen, sei sowas natürlich "auch ein Geschäft".

Einfacher dürfte es für Alibaba werden, nun seine zunehmende weltweite Marken-Bekanntheit zu nutzen, um US-Videostreamingdienste wie Netflix global Paroli zu bieten. Seit eines brilliant durchgezogenen Börsengangs von Alibaba an der New York Stock Exchange verfügt Alibaba über eine große Fangemeinde vor allem unter amerikanischen Investoren als auch zahlreichen Journalisten, welche gerne über den Titan Ma aus dem sozialistischen Weltreich China berichten.

Wie Albibabs Streamingdienst heißt, ist bislang ein Geheimnis. Jedoch ist wohl davon auszugehen, dass sich das Videoportal von anderen, wie Netflix oder dem deutschen Maxdome nicht groß unterscheiden wird.

Dennoch gibt es vorab die üblichen Worte: "Unsere Mission, die Mission von Alibaba ist es, Home Entertainment neu zu definieren", so Patrick Liu, der Leiter des Bereichs Digitales Entertainment bei Alibaba. Dass Alibaba aber nicht nur in China mit seinem neuen Streamingdienst für Movies punkten will, sondern direkt im Rachen des kapitalistischen Löwens, den USA, auch das machen die Chinesen schnell klar: "Unser Ziel ist es, wie HBO oder Netflix in den Vereinigten Staaten zu werden."

Der Film-Streamingdienst HBO ist im Besitz des amerikanischen Entertainment-Konzerns Time Warner. Alibaba, im US-Börsenstandard Tech30 unter dem Kürzel BABA gelistet, will, das wird immer klarer, nicht nur als Online-Kaufhaus eine Weltmarke werden, sondern ebenso im Entertainment. Der Alibaba-Gründer umriss dies sogar noch weiter: Der chinesische E-Commerce-Riese sei ein Ecosystem, sagte er, welches kleinen Geschäften helfe, zu wachsen.

Mit Blick auf seine TV-Pläne erklärte er zudem auf CNN Money, wonach er Fernsehen als ein gutes Medium halte, um gegen soziale Probleme zu steuern und vor allem junge Menschen in China aufzuklären. Da schon heute täglich über 100 Millionen Nutzer auf Alibaba seien, viele dort aber auch nichts kauften, könne man mit Streamingdiensten gut einen zusätzlichen Service anbieten.

China ist nach Angaben der amerikanischen Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers der drittgrößte Markt für Unterhaltungs-Angebote rund um Film, Musik, Entertainment. In China ist neben Alibaba auch Tencent ein Streaming-Anbieter für Videos, wobei es bereits eine Beteiligung von Alibaba an Tencent geben soll.

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