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162 Mrd. Börsengigant IBM verliert weiter Umsatz, aber Milliarden-Gewinn

IBM hat sich die Bekämpfung von Cyber-Kriminalität auf die Fahnen geschrieben und bietet Unternehmen hier zahlreiche Lösungen an.

Der amerikanische Konkurrent des deutschen Softwarekonzerns SAP, IBM (International Business Machines Corp.), muss weiterhin sinkende Umsätze bekannt geben.

Während die deutsche BASF 2015 ihr 150-Jähriges Jubiläum feiert, kann IBM trotz seiner jahrelangen Krisen, immerhin auf eine 104-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Es fing mit der Herstellung von Hobeln an und mündet derzeit in Big Data. Doch ob Hobel oder Software – IBM hat zu kämpfen. Bislang konnten weder die neuen Cloud Lösungen von IBM den Wendepunkt bringen, noch das groß angekündigte Big Data von IBM.

Am Montag teilte IBM mit, wonach die Verkäufe aus dem Hardware-Bereich einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2015 gebracht hätten. Das sind deutlich weniger als im Vorjahresquartal (24 Milliarden). Auch der Gesamtumsatz der Gruppe sank weiter – auf 19,59 Milliarden US-Dollar, von einstmals 22,24 im Vorjahresquartal.

Für IBM bitter ist, dass der weltbekannte US-Konzern bereits im 12. Quartal in Folge seinen Anlegern und Börsen-Analysten mitteilen muss, dass die Umsätze sinken. Auch beim Gewinn muss IBM weiter federn lassen, wenngleich IBM weit davon entfernt ist, ein Krisenkandidat zu sein. Immerhin kann IBM für das Quartal einen Nettogewinn von 2,33 Milliarden Dollar bekanntgeben (-2%).

Ob es IBM tatsächlich gelingt, wie geplant, 2015 einen durchschnittlichen Quartalsumsatz von 4 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von Software-Lösungen oder Cloud-Lösungen zu erwirtschaften, das wird im Markt derzeit eher kritisch gesehen.

Immerhin erreichte aber IBM 2014 durch den Verkauf von Software und Clouds einen Gesamtumsatz von 25 Milliarden Dollar – gut 27% des Gesamtjahresumsatzes. Bis 2018 hofft man bei IBM, dass die Softwaresparte des Konzerns auf 40 Milliarden Dollar, also 40% des Umsatzes hochgehen könnte.

Trotz des rückgehenden Gesamtumsatzes ist Martin Schroeter, der Chief Financial Officer des Unternehmens zuversichtlich. In einer Telefonkonferenz sagt er, wonach es im strategischen Interesse von IBM sei, dass man die Softwareverkäufe weiter steigere. Zudem sei 2015 bislang für IBM gut angelaufen.

Angesichts der weiter rückgehenden Umsätze von IBM sank auch der Aktienkurs an der Wall Street in New York leicht ab. So notierte die Aktie mit Stand Dienstagabend 21.35 Uhr der International Business Machines Corporation IBM bei 164,19 US-Dollar, was einem leichtes Minus von 1,19% entspricht.

Das 52-Wochen-Hoch von IBM notierte bei 196,86 Dollar, weshalb Analysten auch leicht den Daumen nach oben zeigen und durchaus den Kauf von IBM-Aktien in begrenztem Umfang empfehlen. Die Marktkapitalisierung von IBM notiert laut Yahoo Finance immer noch bei kräftigen 162,17 Milliarden Dollar (zum Vergleich SAP: 88.63 Milliarden Dollar).



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