Google Glass am 15. April ein Tag im Verkauf

Die Wireless-Lan Brille des Internet-Giganten Google (rund 60 Milliarden Dollar Umsatz), Google Glass, soll in den USA nun für einen Tag in den Verkauf gehen – und zwar am 15. April. Das soll ein Test sein.

Grafik: Homepage Google Glass
Die Form oder Farbe einer Google Glass können sich Käufer online zusammenstellen.

Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um die Foto- und Video-Brille erwerben zu dürfen. Neben dem Alter als Voraussetzung für den Kauf einer Google Glass-Brille gilt als zweites Kriterium die Bereitschaft zum Ausfüllen eines Online-Formulars. Doch billig wird die Google Glass nicht: In den USA ist ein Preis von 1.500 US-Dollar im Gespräch, in UK von 894 Britischen Pfund.

Sicher sind sich Kenner der IT-Szene, dass Google den hohen Verkaufspreis von 1.500 Dollar nicht bis in alle Ewigkeit wird durchhalten können, sondern dass bei Erfolg der Google Glass mit einer möglichen Preisreduzierung gerechnet werden kann.
Bereits im Jahr 2013 hatte Google seine Hightech-Brille Google-Glass an 8.000 ausgewählte Verbraucher verkauft und zwar im Rahmen des Explorer Programms von Google.

Mit dem jetzt geplanten Ein-Tages-Verkauf möchte Google sich Stück für Stück näher heranwagen an den großen Tag des Big-Releases, mit dem Google hofft, weltweit Hunderttausende Menschen begeistern zu können. Welche Folgeländer mit Google Glass nach den USA als erste mit einem eintägigen Testverkauf versorgt werden, ist bislang unklar.
Auf der britischen Insel spekulieren Medien, es könnte UK sein und zwar im Mai oder Juni.

Nach derzeitigen Plänen möchte Google den Eintagesverkauf am 15. April so organisiert sehen, dass wer zuerst kommt, auch zuerst bedient wird - also Google Glass kaufen kann. Voraussetzung für einen Kauf ist, dass vorab das Online-Formular ausgefüllt worden ist.

Doch trotz des künstlich hinausgezögerten Verkaufsprozesses, welchen einige auch als Versuch von Google interpretieren, Google Glass alleine schon durch das ungewöhnliche Marketing zu etwas Besonderem zu machen, gibt es auch Kritik. So sagte beispielsweise Evan Kypreos, der Chefredakteur eines anglikanischen Verbrauchermagazins, von TrustedReviews, wonach "1500 Dollar bei weitem zu teuer" sei für eine Brille, die letztlich "derzeit noch sehr beschränkte Möglichkeiten" biete.

Kypreos zieht eine Parallele zu den ersten mobilen Telefonen, welche in den 1980er Jahren auf den Markt kamen. Auch damals hätten zu Anfang lediglich ein paar Menschen erstmals ein Handy testen dürfen. Erst später, als die typischen technischen Kinderkrankheiten ausgemerzt worden seien, habe man den Schritt hin zu einem Massenprodukt gewagt.

Google selbst schreibt: "To discover new places, sometimes we need to leave the map behind. And that's what Glass Explorers do. They are the first to make, to tinker, to create, to shape, and to share through Glass. We're expanding little by little, and experimenting with different ways of bringing new Explorers into the program. If you're a US resident with a US shipping address, over 18 years old, and are interested in joining, you can sign up below." Auch wenn sich Europäer nicht für eine Google Glass eintragen dürfen, die Webseite wäre: google.com/glass/start/how-to-get-one/.