USA Viren gegen Iran: Ermittlungen gegen Top-General Cartwright wegen angeblichem Verrat

Die US-Regierung von Barack Obama gerät immer mehr in die Defensive. Immer mehr Mitarbeiter aus dem Inner Circle der Machtzentren der USA leiten illegale Aktivitäten der Regierung unter dem angeblich linksliberalen Präsidenten Barack Obama an die Medien weiter. Nach Edward Snowden (der umfangreiche Stasi-Hacker-Aktionen der USA und Großbritanniens aufgedeckte) und dem WikiLeaks-Informanten Bradley Manning, kommt nun erstmals ein obersten Militär-Befehlshaber der USA hinzu: Marine Gen. James "Hoss" Cartwright. Das Justizministerium der USA (U.S. Justice Department) werfe ihm vor, Geheimnisse über völkerrechtlich illegale Hackeraktivitäten der US-Regierung gegen das Atomforschungsprogramm des Iran verraten zu haben, berichten Medien. Deshalb sei nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Foto: army.mil / Tommy Gilligan
Kadetten-Absolventen der United States Military Academy at West Point, New York, feiern die bestandene Abschlussprüfung.

Über das angebliche Ermittlungsverfahren gegen den Vier-Sterne-General James "Hoss" Cartwright berichteten mehrere Medien - darunter NBC News, Washington Post und The New York Times. Offiziell gibt es bislang keine Bestätigung, doch dürfte klar sein: Hier deutet sich das nächste Obama-Gate an.

Der pensionierte General James Cartwright, gegen den nun angeblich wegen angeblichen Geheimnisverrats ermittelte werde, war in den Jahren 2007 bis 2011 stellvertretender US-Generalstabschef. Diese Position entspricht immerhin dem zweithöchsten Offiziersgrad in den USA im U.S. military. Dabei galt "Hoss" Cartwright lange Zeit als einer der engsten Vertrauten von Obama.

Doch wie es so ist: Nicht jeder kann mit seinem Gewissen alles vereinbaren. Das scheint auch auf "Hoss" Cartwright zuzutreffen. Anders ist nicht erklärlich, warum der Mann, der als Gründungsvater des Hackerprogramms gegen den Iran gilt, darüber angeblich heimlich den Medien Informationen gesteckt haben soll. Dabei hatten die Details zum amerikanischen völkerrechtlich illegalen Hackerprogramm Sprengkraft.

So erfuhr die erstaunte Welt-Öffentlichkeit, wonach die USA mit ihrem cyberattack gegen den Iran, in die dortigen Computersysteme ein Virus mit dem Namen Stuxnet eingeschleust hätten. Dieser Virus sei so effektiv gewesen, dass 1000 Zentrifugen zur Urananreicherung in den Atomforschungsanlagen des Iran außer Gefecht gesetzt worden seien. Mit der Stuxnet-Attacke hatten die USA versucht, die Forschungen zu einer angeblichen Atombombe im Iran erheblich zu beschädigen. An der Operation war wohl auch Israel beteiligt, weshalb von einem U.S.-Israeli Hackerangriff gesprochen wird.

Atomwaffenforschung sollte beschädigt werden

Konkret scheint das amerikanische Justizministerium General James Cartwright vorzuwerfen, er hätte im Jahr 2010 an die angesehene Tageszeitung New York Times Informationen über das Hacker- und Virenprogramm der USA gegen den Iran weitergegeben. Bislang gibt es allerdings keine offiziellen Stellungnahmen zu dem angeblichen Ermittlungsverfahren.

Die Hacker-Attacke gegen den Iran sei allerdings, schreiben US-Medien, bereits unter dem Vorgänger von Obama, dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George W. Bush, entstanden. Damals habe man den Hackerangriff unter dem Codenamen "Olympic Games" laufen lassen. Zentraler Bestandteil des Programms war schon damals die Infiltrierung von Computern, welche für die Atomwaffenforschungen im Iran benutzt wurden.

USA wollen WikiLeaks-Informanten lebenslang einsperren oder hinrichten

Top-US-Militär Cartwright ist aber nicht Obamas einziges Problem: Aktuell wird bereits vor einem U.S.-Gericht gegen den WikiLeaks-Informanten, den Soldaten Bradley Manning, verhandelt. Er hatte Tausende E-Mails der U.S.-Regierung an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergeleitet. Es war vor zwei Jahren das größte Informationslack, welches in den vergangenen 1000 Jahren über Regierungen bekannt geworden ist. Schon damit war U.S.Präsident Obama stark im Image angeschlagen. Nun versucht die U.S-Regierung den jungen WikiLeaks-Informanten, den Soldaten Bradley Manning, lebenslang ins Gefängnis zu stecken oder gar hinrichten zu lassen.

Ähnliches dürfte Edward Snowden, dem ehemaligen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, widerverfahren. Er hatte Anfang Juni 2013 das gigantische kriminelle und illegale Spitzel-Programm der US-Stasibehörde NSA (National Security Agency) sowie der britischen Stasibehörde GCHQ (Government Communications Headquarters) aufdeckt. Seither ist er auf der Flucht. Die US-Regierung hat seinen amerikanischen Pass annulliert und fordert derzeit Russland auf, Snowden auszuliefern. Bislang deutet sich jedoch an, dass Russlands Präsident Vladimir Putin höchstpersönlich Snowden unter seinen Schutz genommen hat, wofür er weltweit Beifall bekommen hat.

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