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Teuer! Dmexco Standkosten schnell bei 80.000 Euro oder drüber

Tatsächliche Beispielrechnung eines Dmexco-Ausstellers.

Auch wenn es im Vorfeld harsche Diskussionen um Preistreiberei rund um Deutschlands größte Internetmesse, die Dmxeco, gab, so hatten doch auch dieses Jahr wieder Zehntausende die jährliche Messe am 13. und 14. September in Köln besucht.

Ob Halle 6, 7 oder 8 – Die Menschenmassen schoben sich zwischen Dutzenden Aussteller-Ständen. Dabei ist ein Dmexco-Stand nicht billig. Ein durchschnittlicher Stand kostet schnell zwischen zehntausenden und Hunderttausenden Euro, wie ein Insider netz-trends.de vorrechnet.

So habe er in den vergangenen Jahren auf der Dmexco für die Standmiete und den Stand (Konzeption, Material, Aufbau, Versicherung), das dortige Catering und die Technik (Strom) folgende Preise bezahlt:

• 2012 für 30 m²: 50.000 Euro.

• 2013 für 35 m²: 62.000 Euro.

• 2014 für 35 m²: 80.000 Euro.

• 2015 für 70 m²: 130.421,70 Euro.

• 2016 für 117 m²: 190.201 Euro.


Für 2016 splitteten sich die 190.201 Euro Kosten für den Dmexco-Stand wie folgt auf:

• Kölnmesse-Kosten (Fläche, Technik, Marketing): 73.426 (39% der Gesamtkosten).

• Standbau-/Design-/Versicherung: 97.606 Euro (entspricht 51% der Gesamtkosten).

• Party-Tickets für Mitarbeiter und Kunden inkl. Kundenincentivierungs-Tickets: 7.730 Euro (entspricht 4%).

• Catering: 8.019 Euro (entspricht 4%).

• Werbeträger für dmexco 2016: 3.419 Euro (entspricht 2%).

Zu den Kosten für den Stand waren bei diesem Dmexco-Aussteller noch einmal rund 30.000 bis 40.000 Euro für die Hotelzimmer der Mitarbeiter und die An- und Abreise der Mitarbeiter hinzugekommen. Das bedeutet, dass sich die effektiven Dmexco-Kosten alles in allem bei diesem Aussteller auf mindestens 230.000 Euro summiert hatten.

Rechnet man noch die Ausfälle der Arbeitszeit im Office hinzu, kommt man schnell auf bis zu 300.000 effektiver Kosten.

Dennoch wird auch dieser Aussteller künftig mal wieder dabei sein: „Nicht jedes Jahr, aber immer mal wieder, sofern wir das Gefühl haben, dass uns die Messe wirklich konkreten Nutzen bringt“. Doch auch das sagte er: "Die Preistreiberei ist ein Problem. Sie sehen wir im gesamten Umfeld der Messe." Höre die Preistreiberei einiger Beteiligter nicht auf, würde die Messe seiner Meinung nach mittelfristig an Bedeutung auch wieder verlieren.

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