Erden: Seltene Mineralien könnten Schlüssel zur Entstehung der Erde enthalten

Seit Jahrhunderten versuchen Wissenschaftler zu verstehen, wie die Erde entstanden ist. War es tatsächlich eine Art Gott oder nur Zufall? War es ein Stückchen Dreck aus einer Riesen-Müllhalde Gas und Gesteinen, welches sich irgendwann irgendwie zum Planeten Erde gebildet hat?

Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain
Weltweit gibt es 5090 Mineralien und Erden.

Jetzt sagten Wissenschaftler in einem Aufsatz der Fachzeitschrift American Mineraloge, schreibt die BBC in ihrem Onlineauftritt: Der Schlüssel zur Entstehung der Erde, vor allem zur Entstehung von Leben, könnte sich am ehesten in den selten Erden, besser gesagt den seltensten Mineralien finden. Zu diesen seltenen Mineralien gehören beispielsweise Nevadaite.

Nevadaite werden aus den knappen Elementen Vanadium und Kupfer gewonnen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Umgebung, also die Umweltbedingungen stimmen. Nur dann können diese mikroskopischen Kristalle sich entwicklen. Weltweit kommen sie nur in zwei Gebieten vor - in der Wüste des US-Staates von Nevada, sowie in einer Kupfermine in Kirgisien.

Ein neuer Katalog listet nun nach Angaben der BBC die seltensten Mineralien auf. Sie kommen teils weltweit in solch geringer Menge vor, dass das globale Vorkommen kleiner ist, als ein Stückchen Würfelzucker.

Auf diesem Erdball gibt es rund 5000 Mineralien. Weniger als 100 davon sind für die Erdkruste und das Zusammenhalten der Erde verantwortlich und zwar zu 99%. Welche Rolle die anderen Tausenden Mineralien im Rahmen der Erdgeschichte spielen, daran wird immer noch geforscht.

Einig sind sich die Wissenschaftler, dass viele der seltenen Mineralien, bekannt auch als seltene Erden, eine solche Fülle Informationen zur Erdgeschichte enthalten, dass man ihnen am ehesten zutraut weitere wichtige Schlüssel zur Erdentstehung zu liefern. Dies schreibt jetzt Co-Autor Dr. Robert Hazen von der amerikanischen Rockefeller University.

So erklärt Dr. Hazen: "Es sind die seltenen Mineralien, die uns so viel erzählen, wie sich die Erde unterscheidet vom Mond, Mars, des Merkur“. Möglich sei dies vor allem für jene Mineralien, wo die gleichen auf mehren Planeten oder eben Monden zu finden seien und wo diese nicht vorkämen.

Gerade die seltenen Mineralien kämen aber vor allem auf der Erde relativ häufig vor, was sie so wertvoll in der Entstehungsgeschichte rund um die Erde machten.

Der Schlüssel des Lebens liege möglicherweise deshalb am ehesten, erklärten Dr. Hazen mit seinem Co-Autor Professor Jesse Ausubel, ebenfalls von der Rockefeller University, weiter, genau in diesen Mineralien. Sie könnten Geologen helfen, die Erdentstehung des Wunders Erde noch besser zu verstehen.

Als seltene Mineralien gelten nur solche, die weltweit in fünf oder weniger Gebieten gefunden wurden. Der neue Katalog listet jetzt detailliert die 5090 Mineralien auf, welche auch förmlich als solche anerkannt sind.

Wichtig sei, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Aufsatz weiter, dass die Geologie einen neuen Denkansatz finde und sich stärker auf die Abgrenzung der Mineralien in tierische, pflanzliche oder klassisch mineralische konzentriere. Seltene Mineralien werden vor allem auch in der Technologie-Branche verbaut, was sie ebenfalls wertvoll macht - beispielsweise in Handys oder Computern.

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