Urzeit Bunostegos: Die frühestes Kreatur, welche auf allen Vieren gehen konnte

Das früheste bekannte Lebewesen, das auf allen Vieren gehen konnte, heißt Bunostegos. Die Beine waren, haben Wissenschaftlicher jetzt herausgefunden, wohl direkt mit seinem Unterkörper verbunden, was darauf hindeute, dass es tatsächlich die erste Kreatur gewesen sein könnte, welche auf allen Vieren lief.

BILD: Screenshot YouTube-Video https://youtu.be/4N7y3jQMo7Q
So sah das Urviech vor 260 Millionen Jahren wohl aus: Bunostegos.

Diese "pre-Reptilie" Bunostegos lebte vor rund 260 Millionen Jahren. Gefunden worden waren die Überreste, die in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengepuzzelt werden mussten, im Jahr 2003 in der Sahara-Wüste im Norden von Niger.

Die Überreste der Kreatur analysierte als Hauptautor Morgan Turner, ein Doktorand an der Brown University und zwar im Auftrag des Burke Museum of Natural History and Culture, welches von der Universität von Washington betrieben wird.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Tier Bunostegos etwas ungelenk auf seinen vier Beinen stand, wobei der Körper sehr hoch vom Boden abgehoben sein könnte. Besonders auffällig seien die Vordergliedmaße. Das Urtier, das mit vollem Namen "Bunostegos akokanensis" heißt, war wohl ein "toller Anblick", so die Wissenschaftler. Denn sein Körper sei überdimensioniert gewesen und auch knochig.

Das Tier war ein Pflanzenfresser, wie so viele seiner Artgenossen. Dabei sind sich Wissenschaftler heute einige, warum dies so war: Pflanzen zu finden ist wesentlich einfacher, als auf Jagd zu gehen. Gleichzeitig gelten Pflanzenfresser aber auch als weniger aggressiv, was sie wiederum zur leichteren Beute von Raubtieren machte.

Die Größe des Bunostegos entsprach wohl in etwa jener einer Kuh. Einzigartig ist, sagte der Wissenschaftler Morgan Turner, dass das Tier wohl nicht in der Lage war, seine Vorderbeine zu strecken, sich also nicht richtig ausgestreckt hinlegen konnte. Dies sei in der Evolution einmalig. Dafür konnte das Urviech wohl seine Beine in die Seite ausstrecken - ebenfalls im Tierreich eine bis jetzt nicht gekannte Art der Bewegung, da solche Beweglichkeit bislang vor allem bei Menschen bekannt ist.

Das Leben des Pflanzenfressers Bunostegos akokanensis scheint nicht einfach gewesen zu sein. So musste es damals lange Strecken bewältigen, wobei die aufrechte Haltung nach Meinung der Wissenschaftler, überlebenswichtig gewesen sei. Trotz der offensichtlichen Vorteile einer aufrechten Gangart auf allen Vieren, konnte sich die Bunostegos-Evolution vor 260 Millionen Jahren nicht durchsetzen und das, wo der aufrechte Gang als energieeffizienter auch im Tierreich gilt.

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