Superreiche Hillary und Bill Clinton: 128 Mio. Euro Einkommen in 8 Jahren

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton verdiente mit seiner Frau Hillary Clinton (Präsidentschaftskandidatin der Partei der "Demokraten") zwischen 2007 und 2015 insgesamt 141 Millionen US-Dollar. Das entspricht umgerechnet 128,07 Millionen Euro in nur acht Jahren.

So präsentiert sich Hillary Clinton auf ihrer Homepage.

Dieses hohe Einkommen - jährlich sind es rund 16 Millionen Euro - ist umso erstaunlicher, als dass Bill Clinton schon seit 2001 kein amerikanischer Präsident mehr. Hillary Clinton war zudem 2012 als amerikanische Außenministerin ausgeschieden. Das hohe Einkommen der Clintons belegen jetzt bekannt gewordene Zahlen durch die amerikanische Finanzaufsicht. Entsprechend der US-Gesetz soll Hillary Clinton als Präsidentschaft-Anwärterin nun ihr Einkommen auf ihrer Homepage veröffentlich haben, wo netz-trends.de die Angaben allerdings vergeblich suchte. Deshalb sind alle folgenden Angaben amerikanischen Massenmedien entnommen .

Laut den dort gelisteten Eckdaten der Einkommenssteuererklärung hätten die Clintons in den vergangenen acht Jahren zwischen 2007 und 2014 insgesamt 43 Millionen Dollar Bundessteuern bezahlt, also 39,06 Millionen Euro.

In den USA ist es üblich, dass Politiker auch ihre Nebeneinkünfte offenlegen müssen. Dies schmälert aber nicht den Nimbus, dass sie sich immer wieder mindestens auf dem Niveau einiger Fifa-Funktionäre der Kritik gegenüber sehen, gegenüber Großspendern oder Großaufträgen letztlich auch käuflich, also korrupt zu sein. Denn bei fast allen hochrangigen amerikanischen Politikern steigt das Einkommen fast eins zu eins mit der politischen Karriere. Die offiziell ausgewiesenen staatlichen Politiker-Einkünfte spielen hier meist im Verhältnis zum Gesamteinkommen die geringste Rolle.

Kritiker dieser relativ offensichtlichen Kuppelei zwischen US-Politikern und der Wirtschaft oder den Superreichen monieren seit Jahren: Es sei wenig wahrscheinlich, dass ein amerikanischer Politiker, der von einem Unternehmen 250.000 Dollar für einen Vortrag erhalte, oder 3 Millionen Dollar Wahlkampfspenden, noch wirklich unabhängig über einen solchen Geldgeber politische oder gar gesetzgeberische Entscheidungen treffen könne.

Derzeit kämpft Hillary Clinton darum, als Nachfolgerin von US-Präsident Barack Obama (Demokraten) erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Schon einmal hatte sie diesen Versuch unternommen und zwar 2007. Damals war sie jedoch an der deutlichen Überlegenheit des bis dahin weltweit unbekannten Obama gescheitert und hatte sich zähneknirschend von ihren hohen Ambitionen zurückgezogen.

Die vom amerikanischen Bundes-Finanzamt von den Clintons eingezogen Steuern in Höhe von 43 Millionen Dollar auf 141 Millionen Dollar Einkommen zwischen 2007 und 2014 entsprechen einem effektiven Steuersatz in Höhe von 45,8%. Damit ist klar, dass in den USA selbst Superreiche, wozu die Clintons mittlerweile gehören, Steuern bezahlen müssen, wie in Deutschland auf Einkommen ab 53.000 Euro Jahresbrutto prozentual in etwa berechnet wird. Dies zeigt aber vor allem eines: Dass die Steuern in Deutschland auch für den etwas überdurchschnittlichen Mittelstand schon sehr hoch sind.

Allerdings ist beim Präsidentschafts-Einkommen der Clintons noch nicht einmal transparent, welche möglichen Ausgaben - Werbungskosten zum Beispiel - dem entgegengestellt werden konnten.

Nach Aussagen von Hillary Clinton seien vom Clinton-Einkommen rund 15 Millionen Dollar für wolltätige Zwecke in den vergangenen acht Jahren aufgewendet worden.

Genau genommen, soll Hillary Clinton nach Angaben amerikanischer Medien vorgerechnet haben, hätten sie und ihr Mann Bill 140.900.000 Dollar zwischen 2007 und 2014 eingekommen, was einem bereinigten Bruttoeinkommen in Höhe von 139.100.000 Dollar entspreche. Die darauf bezahlten Steuern seien effektiv 35,7 Prozent gemäß dem amerikanischen Bundessteuersatz. Berechne man die Bundessteuer mit den weiteren zu bezahlenden Länder- und lokalen effektiven Steuern zusammen, komme man auf einen gesamten effektiven Steuersatz in Höhe von 45,8 Prozent.

Hillary Clinton soll zu ihrem hohen Einkommen erklärt haben:"Wir haben einen langen Weg zurück gelegt, angefangen mit meiner Zeit… als wir von Tür zu Tür gegangen sind, um Spenden für das Kinderhilfswerk einzusammeln und als ich junge Juraprofessorin in Arkansas war, wo ich 16.450 Dollar im Jahr verdiente. Wir schulden es Amerika, dazu beizutragen, dass das Land weitere Chancen erhält."

Bereits einmal, im Jahr 1977, hatten die Clintons detailliert ihr Einkommen im Rahmen einer öffentlichen Steuererklärung gemeinsam offen gelegt.

Derzeit wanderten, sagten die Clintons, rund 99 Prozent der bislang von ihnen zur Verfügung gestellten Spenden für soziale Zwecke direkt in die "Die Clinton-Familienstiftung". Sie wiederum suche sich dann Projekte oder Wohltätigkeitsorganisationen wo man philanthropisch tätig werden könne und wolle.

Beispielsweise hätten die Clintons 57.000 Dollar an die Clinton Global Initiative und 21.000 Dollar an die Humana Challenge, ein Charity-Golfturnier, das von der Clinton Foundation gesponsert wird, gegeben. Zudem hätten Bill und Hillary Clinton im Jahr 2014 insgesamt 2.500 Dollar an die St. Stephen's Armenian Apostolic Church und 20.000 Dollar an die First Methodist Church gespendet. Weitere 200 Dollar seien an die Hot Springs High School Klasse von 1964 gespendet worden, wo Bill Clinton damals die Schule in Arkansas besucht hatte. Außerdem habe man 60.000 Dollar an die Nelson Mandela Foundation in Südafrika überwiesen.

Bereits im Juni 2015 hatte der ehemalige Gouverneur von Florida, Jeb Bush, der ebenfalls der nächste US-Präsident werden möchte, seine Einkommensverhältnisse offen gelegt.

Hillary Clinton war von 2008 bis 2012 amerikanische Außenministerin. Zudem fungierte sie zwischen 1993 und 2001 als amerikanische First Lady an der Seite von Präsident Bill Clinton.

Anlässlich ihrer nun bekannt gewordenen hohen Einkommen teilte Hillary Clinton mit, sie wolle weitere Steuersenkungen für die Mittelklasse. Zudem kritisierte sie Jeb Bush aus dem Bush-Clan. So sagte sie:

"Jeb Bush… plant eine drastische Senkung der Kapitalgewinnsteuern für vermögende Investoren… außerdem will er die jährlichen Steuern auf Haushalts-Einkommen in Höhe ab 3 Millionen Dollar um fast 240.000 kürzen. Dies ist mehr als vier Mal so hoch, als eine durchschnittliche amerikanische Familie überhaupt jährlich zur Verfügung hat. Das ist eine Zerschlagung des staatlichen Budget-Haushalts und ein Give-away an die Super-Reichen…" Damit meint sie sich und ihren Mann Bill Clinton wohl auch selber.