Offshore in der Nordsee Trianel Windpark vor Borkum geht ans Netz

Der Trianel Windpark vor der Nordseeinsel Borkum ist heute ans Netz gegangen. Das Projekt, das mit 1 Milliarde Euro finanziert ist, produziert jetzt insgesamt 200 Megawatt Strom.

www.trianel-borkum.de
Der Triangel Windpark vor Borkum wird pro Jahr über 800 Gigawattstunden Strom produzieren.

Windkraftanlagen auf dem Meer, sogenannte Offshore Windparks, sind umstritten. Zu teuer und zu aufwändig in der Wartung heissen die Argumente der Skeptiker. So hatte sich die Inbetriebnahme des Windparks vor Borkum auch um ein ganzes Jahr verzögert. Ab August soll der Windpark dann mit voller Leistung ins Netz speisen, teilte der Betreiber Triangel am Freitag in Aachen mit. An dem Windpark 45 Kilometer vor Borkum sind 33 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Die Verzögerung wurde durch den Übertragungsnetzbetreiber immer wieder verschoben. Der Übertragungsnetzbetreiber Tenne hatte 2012 mitgeteilt, dass die Anbindung des Windparks nicht fristgemäß umsetzen kann. Darauf folgte ein Streit über die Entscheidung des Windparkbetreibers wegen entgangener Einnahmen. Die Kosten für die Planänderung, die Lagerung der Windkraftanlagen und fortlaufende Bauzinsen prognostizierte man damals für den Trianel Windpark Borkum auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Fertigstellung erfolgte letztendlich mit 2 Jahren Verzögerung.

Bis August erfolgt jetzt der Probebetrieb der Anlagen vom Typ AREVA Wind M5000. Die Offshore-Windturbinen von Adwen zählen zu den leistungsstärksten am Markt. 2015 haben AREVA und Gamesa ein gemeinsames Joint Venture Adwen gegründet mit dem Ziel, der führende Anbieter im europäischen Offshore-Windenergie-Markt zu werden.

Der Windpark wird pro Jahr über 800 Gigawattstunden Strom produzieren. Diese Strommenge reicht aus, um über 200.000 Haushalte zu versorgen. Die Gesamtinvestition des Windparks lag bei einer Milliarde Euro. Im kommenden Jahr soll die Entscheidung über eine zweite Ausbaustufe mit ebenfalls 200 Megawatt fallen.

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