Auf und ab Alibaba Aktie legt nach Absturz zu / CEO wird ausgewechselt

Nach Angaben von börsennews.de liegt der Kurs der ALIBABA GROUP HOLDING LTD derzeit bei 76,48 Euro. Allerdings: Noch vor einem guten halben Jahr – im Oktober 2014 – notierte Alibaba bei 115 Euro. Dem am Mittwoch vom chinesische E-Commerce-Unternehmen Alibaba veröffentlichten Geschäftsbericht entsprechend liegt der Quartalsumsatz aktuell bei 2,8 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um 45% gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal.

Alibaba kämpft mit üblen Gerüchten: Ist da was dran oder bemüht sich die Konkurrenz um negative Presse für Alibaba?

Seitdem bekannt wurde, dass der chinesische Onlinekaufhaus-Anbieter Alibaba mit einem sehr guten Quartalsergebnis abschloss, steigt auch der Aktienkurs und zwar bis zum Handelsschluss um 8,64%.

Jonathan Lu, der Vorsitzende des Vorstands der Alibaba Group kommentiere die guten Quartalszahlen mit den folgenden Worten: "Alibaba hatte ein starkes Quartal mit signifikantem Wachstum in unseren wichtigsten operativen Kennzahlen". Zudem führte er aus: "Wir wuchsen sowohl beim Umsatz, als auch dem Bruttowarenvolumen sowie der Anzahl der übers Jahr aktiven Käufer… wir konnten auch im mobilen Bereich unsere konkurrenzlose Führungsposition weiter ausbauen."

Ebenfalls eher ungewöhnlich: Obgleich des guten Ergebnisses wechselt Alibaba zur Überraschung vieler seinen Vorstandschef aus. So soll Daniel Zhang als neuer CEO fungieren und ersetzt Jonathan Lu. Trotz des Wachstums setzt Alibaba nach Angaben des Gründers Jack Ma auf Kostenmanagement. So solle, heißt es, die Anzahl der Mitarbeiter 2015 nicht weiter aufgestockt werden. Ob die bestehenden Mitarbeiter dann täglich 45% mehr arbeiten müssen, als bislang - um dem Wachstum gerecht zu werden - dazu wurde nichts substanzielles bekannt.

Während Alibaba an der Börse brilliert, zwackt es aber an anderer Ecke. So wurden unlängst Betrugsvorwürfe gegen das chinesische Allerlei-Onlinekaufhaus bekannt. Die chinesische Regierung warf den Betreibern vor, nicht genug gegen gefälschte Markenprodukte in den Verkaufsregalen der Alibaba-Tochter Taobao zu unternehmen.

Ebenfalls der Dauerschlager im Zeitalter von Social Media ist der Vorwurf, wonach auch Alibaba für gute Kundenbewertungen seiner Produkte und Dienstleistungen Social Media-Claqueure bezahlen würde. Doch wirklich heikel wird es, wenn, was auch derzeit die Runde macht, das Gerücht zutreffen sollte, wonach angeblich Alibaba sogar Leute dafür bezahlen könnte, damit sie auf dem Portal Produkte kaufen, um künstlich den Umsatz nach oben zu schrauben.

Wie ein solch gerüchteweise mögliches betriebswirtschaftliches Verhalten buchhalterisch unbemerkt ablaufen könnte, steht auf einem anderem Blatt. Jedenfalls lautet der Fachbegriff für ein solches Geschäftsgebaren "brushing". Möglich ist aber auch, dass Konkurrenten von Alibaba bewusst solche Gerüchte streuen, um Alibaba im Wachstum zu beschädigen.