Vorbereitung WM 2022 e-government Programm in Katar

Für das e-government Programm in Katar – im Englischen als Qatar bekannt – ist das Qatar e-government 2020 Steering Committee zuständig. Koordiniert wird die komplette Digitalisierung der staatlichen Infrastruktur im Kleinstaat Katar durch den "Minister of Information and Communications Technology", Dr. Hessa Sultan Al Jaber, schreibt die unter anderem in Katar erscheinende englischsprachige Tageszeitung "The Peninsula". Ebenfalls in das e-government Programm von Katar involviert ist beispielsweise der Finanzminister von Katar, Ali Sherif Al Emadi.

Bild: nt
Katar versucht mit e-government seine digitale Infrastruktur zu verbessern. Gleichzeitig wird überall für die WM 2022 gebaut.

Im arabischen Kleinstaat Katar, von Saudi-Arabien umgeben, treibt die Regierung ihr e-government Programm weiter voran. Katar gehört zu den reichsten Staaten der Welt mit einem höheren durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen als in Deutschland.

Keine Angaben machte die Zeitung, welche Fortschritte das e-government-Programm in Katar konkret macht. Katar bereitet sich auf die Fußball WM 2022 in dem Golfstaat vor. Derzeit arbeiten Hunderttausende Gastarbeiter an der Infrastruktur von Doha, wozu auch eine neue U-Bahn gehört. Die U-Bahn soll unter anderem das neu hochgezogene nördliche Stadtrandsgebiet der Hauptstadt von Katar mit der City verbinden.

Während ein Flüchtling aus Syrien, der in einer Shopping-Mall beispielsweise als Manager in einem luxuriösen Schmuckgeschäft arbeitet, monatlich gut 5000 Euro netto verdienen kann (Steuern müssen auch Gastarbeiter in Katar überhaupt nicht bezahlen), erhalten aber beispielsweise Gastarbeiter im einfachen Sicherheitsdienst, oder Bauarbeiter, nur rund 450 Euro netto monatlich. Das ist in einer Stadt wie Doha, in welcher ein 50-Quadratmeter-Appartement leicht 2500 Euro Miete monatlich kostet, nicht viel.

Eine 50-Quadratmeter-Wohnung kostet in Doha leicht 2500 Euro monatlich

Die exorbitant hohen Mieten in Doha sind der Hauptgrund, weshalb viele Gastarbeiter in einfachsten Slum-Barracken hausen. Dennoch sind viele Gastarbeiter froh, dass sie überhaupt in Katar Arbeit gefunden haben.

In dem neuen nördlichen Gebiet von Doha liegen beispielsweise das 5-Sterne Strandhotel Grand Hyatt Doha (sechs Jahre alt) oder eine neue von drei in Doha gelegenen luxuriösen Einkaufs-Malls des französischen Einkaufszentrums-Giganten Carrefour (bis Nachts um 24 Uhr geöffnet).

Ebenfalls im Norden von Doha Nähe der im Bau befindlichen U-Bahnlinie liegt der Doha Golf Club oder der schöne künstliche auch für Touristen zugängliche ausladende Strandabschnitt "Katara" (Parkplätze sind ausreichend vorhanden). Hier gibt es zudem ein großes neues Luxus-Amphitheater (sehenswert) sowie das recht noble türkische In- und Outdoor-Restaurant "Sukar Pasha" (auch: Sukar Pasha Ottoman Lounge), in welchem Gäste beispielsweise vorzügliches am Spieß gebratenes zartes Lammfleisch bestellen können.

Im Norden Katars beheimatet ist zudem die luxuriöse künstlich gebaute Palmeninsel "The Pearl-Qatar", auf welcher beispielsweise das 5-Sterne Hotel Kempinski eröffnete. Auf "The Pearl-Qatar" sind aber auch Luxusauto-Hersteller mit Ausstellungsräumen vertreten, wie Rolls Royce (gehört zu BMW) oder Ferrari. Die künstliche Insel kann über eine Brücke mit dem Auto problemlos befahren werden. Doch Achtung:

Wer privat Auto fährt und in einen Unfall mit einem Staatsbürger Katars verwickelt ist, sollte am besten Ärger versuchen zu vermeiden. Denn in Katar gibt die Polizei generell den Staatsbürgern Katars Recht - egal wer Unfallverursacher ist. Deshalb am besten immer gleich seine Vollkasko-Versicherung bemühen und die rund 100 Euro Gebühr direkt an den Polizisten bezahlen und das nur in Arabisch gehaltene Papier des Polizisten ohne große Diskussionen anerkennen. Alles andere bringt unnötige und langwierige Schwierigkeiten.

Man sollte nicht vergessen: Aus Sicht der Katarer sind auch Europäer eher wie Gastarbeiter anzusehen. Man duldet sie, schätzt sie aber nicht - auch wegen der langen Kolonialzeit durch die Briten. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn ein Auto ein KfZ-Kennzeichen mit 4 Ziffern aufweist. Das gehört fast immer direkt Staatsbürgern von Katar.

Doch sind auch Hunderttausende Autos auf den Straßen von Doha, welche direkt von Gastarbeitern gefahren werden. Nicht täuschen lassen sollte man sich von den typischen weißen Kleidern - dem Kaftan - mit Kopfschleier (dem Shimagh Tuch), welche die Männer dort gerne tragen. Auch viele Gastarbeiter aus Indien, Nepal, Sri Lanka, Somalia oder Pakistan verkleiden sich gerne damit, um sich den Anschein zu geben, sie würden direkt "dazu gehören".

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