Google erklärt HTTPS zum Ranking-Faktor: Webseiten mit SSL-Zertifikat bevorzugt

In seinem Webmaster Blog begründet Google diesen Schritt mit dem Argument, auf diese Weise langfristig für mehr Sicherheit im Internet zu sorgen. Was ist ein SSL-Zertifikat und welchen Sinn macht es? SSL (Secure Sockets Layer) ist ein Verschlüsselungsprotokoll für die Datenübertragung im Internet. Die Bezeichnung ist seit der Version 3.0 eigentlich nicht mehr richtig, wird dennoch weiterhin verwendet, da diese Bezeichnung bekannter ist als der neue Begriff TLS (Transport Layer Security):

Anfang August hat Google angekündigt, dass Webseiten mit einem SSL-Zertifikat zukünftig beim Ranking bevorzugt werden. Durch einen neuen Algorithmus bekommen Inhalte, die über eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS) verbreitet werden, einen leichten Bonus gegenüber unverschlüsselten Seiten.

Wenn ein Client eine Serververbindung aufbaut, authentifiziert er sich in der Regel bei diesem mit einem Zertifikat. Mit dem öffentlichen Schlüssel des Servers sendet der Client anschließend eine geheime und verschlüsselte Zufallszahl. Bei einem anderen Verfahren berechnen Client und Server mit einem Schlüsselaustausch einen kryptographischen Schlüssel, der dann für alle weiteren Verbindungen zwischen Client uns Server gültig ist.

Nur wenige Seiten nutzen bereits ein SSL-Zertifikat

Seit längerem geht in der Branche der SEO-Experten die Vermutung um, dass Google verschlüsselte Seiten positiver bewertet als unverschlüsselte. Ungewöhnlich für Google ist jedoch, dass es seinen Rankingfaktor in dieser Form auf seinem Blog ankündigt. In der Regel hält sich Google mit Informationen diesbezüglich deutlicher zurück. Das neue Ranking-Verfahren wurde zuvor einige Monate lang getestet und hat laut Google gute Ergebnisse erzielt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass bisher weltweit nur weniger als ein Prozent aller Suchen über ein SSL-Zertifikat bzw. HTTPS laufen und ein hochwertiger Content weiterhin stärker gewichtet wird. Google möchte durch diese Meldung Webmastern mehr Zeit geben, ihre Webseite umzurüsten und mithilfe eines SSL-Zertifikats zu schützen.

Ein SSL-Zertifikat schafft Vertrauen

Beim Online-Handel und -Banking ist Vertrauenswürdigkeit das wichtigste Kriterium. Fast jeden Tag wird in den Nachrichten von Betrugsversuchen, die zum Schaden der Nutzer gehen, berichtet. Wer im Netz unterwegs ist dem sind Begriffe wie Phishing, Spear Phishing, Pharming oder Whaling bekannt. Dennoch geht es nicht nur um sicheres Surfen, Einkaufen oder Geldtransaktionen, ohne dass eine dritte Person zum Beispiel an Kundendaten herankommt, sondern um die Prüfung von Anbietern durch eine neutrale, dritte Instanz.

Ein SSL-Zertifikat kostet nicht die Welt

SSL-Zertifikate sind oftmals sehr teuer. Doch es gibt auch günstige Anbieter. Zu ihnen gehört beispielsweise die PSW GROUP, welche seit 14 Jahren aktiv ist. Von Anfang kümmerte sich die PSW GROUP um Internetsicherheit und bietet neben einer großen Auswahl – beginnend beim richtigen Zertifikat für den virtuellen Tante-Emma-Laden bis hin zum Extended Validation-SSL-Zertifikat für komplexe Behördenseiten – Beratung durch zertifizierte Experten.

Webseitenbetreiber, die noch nicht mit SSL-Zertifikaten arbeiten, sollten in erster Linie aus Gründen der Sicherheit und um das Vertrauen Ihrer Kunden weiterhin zu stärken, auf dieses Verfahren setzen. Google liefert mit seinem neuen Ranking-Algorithmus nun noch ein weiteres Argument, denn wie bereits erwähnt, kündigte die Suchmaschine an, den Algorithmus in Zukunft eventuell stärker zu gewichten. Unternehmen, die nicht mitziehen, könnten dann im Google Ranking abrutschen. Ein SSL-Zertifikat bietet Ihnen somit doppelten Nutzen: mehr Sicherheit und bessere Suchergebnisse bei Google.