Microsofts Internet-Suchmaschine Bing wird überarbeitet

Microsofts überarbeitet seine Internet-Suchmaschine Bing. Neben Google und Yahoo gehört Bing.com zumindest in den USA, Kanada und Europa zu den drei wichtigsten Internet-Suchmaschinen. Neben einem neuen Logo, einem Relaunch, beziehungsweise Redsign, solle Bing auch technisch weiter ausgebaut werden, um die Treffergenauigkeit im Internet weiter zu erhöhen. Nach wie vor hinkt Bing hier in der Qualität Google hinterher, konnte aber Boden gut machen. Besonders treffsicher ist Bing bei sehr konkreten Suchanfragen, nicht aber, wenn der Suchende selbst nicht genau weiß, was ihn seinem Interesse am nächsten bringen könnte.

Auch in der Treffermasse ist Google nach wie vor besser, obwohl dieses Kriterium zunehmend an Bedeutung verliert. Künftig kommt es also stärker denn je auf die Frage an, welche Suchmaschine dem Nutzerinteresse am gerechtesten wird.
Rein äußerlich möchte Bing mit dem Logo sichtbar die weitere Entwicklung der Internetsuchmaschine dokumentieren. Abstoßend könnte jedoch für einige der stark technische Aspekt wirken - besonders das seltsame Dreieck vor dem "b" von Bing, das sehr dominierend und wenig einladend wirkt. Dennoch meinen einige, Bing.com würde im Look and Feel sich immer mehr Google nähern. Schon jetzt gibt es viele Features bei Bing, die auch bei Google zu finden sind: Bing News, Bing Maps usw.

Das neue Bing-Logo.

Dass Bing für Microsoft nach wie vor ein wichtiges Projekt ist, das betonte CEO Steve Ballmer immer wieder. Jährlich dürfte die Entwicklung von Bing bei Microsoft mit weit über 300 Mio. Euro zu Buche schlagen. Ein Kenner der Szene, der selbst Entwicklungschef einer Betasuchmaschine ist, meinte jedoch gegenüber Netz-Trends, er gehe davon aus, dass Bing im Jahr bis zu einer Milliarde Euro Entwicklungskosten verschlingen könnte. Das macht deutlich, warum die deutschen, österreichischen oder Schweizer Medienhäuser die Finger von dem Projekt der Entwicklung einer eigenen Internetsuchmaschine bislang gelassen haben.