Onlinehandel Neckermann streicht 1.400 Stellen

F ür die Mitarbeiter der deutschen Traditionsmarke Neckermann war es ein Schock: Das große Versandhaus entlässt 1.400 Mitarbeiter. So viele Jobs wurden zuletzt von der Drogeriekette Schlecker abgebaut.

Neckermann möchte ab sofort komplett aufs Internet setzen. Das Unternehmen gehörte zum Unternehmen Arcandor (Karstadt), welches vor zwei Jahren Konkurs anmeldete. Nun möchte Neckermann das klassische Kataloggeschäft komplett abschaffen. Neckermann teilte mit, man erwirtschafte bereits heute 80 Prozent online.

"Die Zukunft des Versandhandels liegt im Internet. Dieser Entwicklung können wir uns nicht verschließen", lässt sich Vorstandschef Henning Koopmann zitieren. Oberstes Ziel müsse es sein, langfristig profitabel zu bleiben.

Für die Beschäftigten von Neckermann bedeutet das Aus ihrer Arbeitsplätze einen harten Schlag. Die Gewerkschaft Verdi ist geschockt. Auch die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat von Neckermann hätten bislang nichts von den Abbauplätzen gewusst. Besonders hart wird es für die Arbeiter und Angestellten im Logistik-Bereich. Dieser Bereich muss 870 Arbeitsplätz einsparen. Für Hunderte der Mitarbeiter ist das eine soziale Kathastrophe, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.