Das Kraftfahrt-Bundesamt schaltet die Fahrerlaubnis in der i-Kfz-App frei – Österreich hat diesen Schritt mit der App Digitales Amt schon vor vier Jahren gemacht
Das Wichtigste in Kürze
- Ab Ende November 2026 lässt sich der Führerschein zusätzlich zur Plastikkarte in der kostenlosen deutschen i-Kfz-App speichern – Rechtsgrundlage ist Paragraf 2d des deutschen Straßenverkehrsgesetzes.
- Österreich hat den digitalen Führerschein bereits seit dem 19. Oktober 2022 über die App Digitales Amt (mit ID Austria) – Österreich zählt damit zu den europäischen Vorreitern.
- In beiden Ländern gilt die digitale Version nur im eigenen Land: Für Fahrten über die Grenze bleibt die Plastikkarte weiterhin Pflicht.
Deutschland bringt den Führerschein erst jetzt, Ende November 2026, aufs Smartphone. Österreich hat diesen Schritt schon vor rund vier Jahren vollzogen.
In Deutschland gilt ab dem 14. Oktober 2026 der neue Paragraf 2d des Straßenverkehrsgesetzes. Die Nutzung ist freiwillig, der Kartenführerschein bleibt gültig, und die deutsche digitale Version wird vorerst nur innerhalb Deutschlands anerkannt.
Österreich: schon seit 2022 am Start
Österreich führte den digitalen Führerschein laut einem Bericht von futurezone.at bereits am 19. Oktober 2022 ein. Verantwortlich ist das Bundesministerium für Finanzen, das die App „Digitales Amt“ betreibt; aktiviert wird der digitale Führerschein über die App „eAusweise“, die eine vollständige ID Austria voraussetzt. Vorgestellt wurde das Angebot damals vom damaligen Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Tursky, gemeinsam mit dem damaligen Innenminister Gerhard Karner.
Laut einem späteren Bericht von vienna.at haben mittlerweile mehr als 300.000 Menschen in Österreich den digitalen Führerschein aktiviert. Einen Haken gibt es laut futurezone.at aber von Anfang an: Tursky stellte bei der Präsentation klar, dass der digitale Führerschein nur innerhalb Österreichs gültig ist; die Anerkennung durch andere Staaten sei Sache der jeweiligen Länder und müsse gesondert verhandelt werden.
Genau an diesem Punkt gleichen sich beide Länder: Auch die deutsche digitale Fahrerlaubnis wird vorerst nur in Deutschland anerkannt. Für Fahrten von Österreich nach Deutschland oder umgekehrt bleibt damit in jedem Fall die Plastikkarte das einzig verlässliche Dokument. Ein EU-weit einheitliches digitales Format sieht zwar die Richtlinie (EU) 2025/2205 vom 22. Oktober 2025 vor, doch die gegenseitige Anerkennung zwischen den Mitgliedstaaten greift erst 54 Monate nach dem ersten Durchführungsrechtsakt der EU-Kommission.
Checkliste: digitaler Führerschein in Österreich
- Aktivierung über die App „Digitales Amt“ bzw. „eAusweise“, Voraussetzung ist die vollständige ID Austria.
- Gültig ausschließlich innerhalb Österreichs – für Fahrten ins Ausland, auch nach Deutschland, weiterhin die Plastikkarte mitführen.
- Der neue deutsche digitale Führerschein wird in Österreich nicht anerkannt, und umgekehrt.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es den digitalen Führerschein in Österreich?
Seit dem 19. Oktober 2022, über die App Digitales Amt mit ID Austria.
Gilt der österreichische digitale Führerschein auch im Ausland?
Nein, er ist laut offizieller Aussage bei der Einführung nur innerhalb Österreichs gültig.
Gilt der neue deutsche digitale Führerschein in Österreich?
Nein, er wird vorerst nur in Deutschland anerkannt – genau wie der österreichische nur in Österreich gilt.
Quellen und Stand
- futurezone.at: Start des digitalen Führerscheins, 19. Oktober 2022.
- vienna.at: Mehr als 300.000 Österreicher aktivierten digitalen Führerschein.
- Gesetze im Internet: Paragraf 2d Straßenverkehrsgesetz (Deutschland).
- Kraftfahrt-Bundesamt: Pressemitteilung zur i-Kfz-App.
Recherche- und Datenstand: 8. November 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe. Länderfassung auf Basis eines Artikels von NETZ-TRENDS.de, für Österreich recherchiert. Foto: andibreit / Pixabay, Pixabay Content License.
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