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Sonderzone!? Kleinfeld soll Dubai-Verschnitt Neom in Saudi-Arabien bauen

Saudi-Arabien: Hier das heilige Mekka. (Bild: pixabay.com)

Bislang ist Saudi-Arabien durch weniger schmeichelhafte Schlagzeilen aufgefallen: Frauen durften über Jahrzehnte nicht Auto fahren. Regimekritiker der Diktatur werden öffentlich gehängt.

Zudem ist Schwulsein verboten. Freie Wahlen und eine unabhängige Justiz gibt es nicht. Und die Hochkultur der Schöpferkraft der Saudis bestand darin, mit ausländischer Hilfe Öl aus der Wüste zu pressen und im Rahmen des OPEC-Kartells möglichst teuer an den Westen zu verkaufen. Während die Saudis in der Moschee fünf Mal täglich gen Mekka beteten, stampften die Nachbarn in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Wüstenstadt Dubai aus dem Boden und machte sich Hübsch für Hunderttausende Touristen jährlich. Ein bisschen vom arabischen Wirtschaftswunder der Emirate will nun das Dickschiff Saudi-Arabien abhaben.

Deshalb soll eine Mega-City in der saudischen Wüste mit Meeranschluss gegründet werden. Bis zu 425 Milliarden Euro möchte das saudisch-arabische Königshaus, ein Kartell der Diktatoren, dafür locker machen.

Das Projekt läuft bislang unter dem Namen Neom und dürfte wohl an den großen Neo, dargestellt von Hollywood-Star Keanu Reeves, aus dem Megablockbuster The Matrix, erinnern. (1)

Planungschef von Neom ist Kronprinz Mohammed bin Salman.

Er fand keinen geringeren als den ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld, der Neom als Geschäftsführer Wirklichkeit werden lassen soll.

Da aber westliches Geld und westliche Top-Leute auch scheu sind, und keine Lust haben, sich von verschleierten Saudis vom Alkohol-Genuss bis hin zum Bett-Verkehr tyrannisieren zu lassen, haben sich die konservativen Religions-Anbeter etwas Besonderes ausgedacht:

Nach Angaben von Prinz Mohammed solle die angebliche Mega-Wirtschaftszone einen “separaten Ordnungsrahmen” erhalten, welcher die strengen inquisitorischen Islam-Gesetze Saudi-Arabiens angeblich größtenteils außer Kraft setze.

Laut Wikipedia gelte derzeit die folgende Religion in Saudi-Arabien:

„Der Islam hanbalitischer Rechtsschule in der speziellen Ausprägung des Wahhabismus ist in Saudi-Arabien Staatsreligion, das öffentliche Religionsbild im Land ist fundamentalistisch religiös islamisch-konservativ und es herrscht eine mittelalterliche Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia.“ (2)

Kein gutes Klima also für weltoffene Bürger, denen schon im Westen die Kirche, sei sie katholisch oder protestantisch, immer öfters am Verehrten vorbei geht.

Groß schwärmt Prinz Mohammed jedenfalls von der “Vision 2030”, die Riad vom Öl unabhängiger machen soll.

Denn eines ist so klar wie Kloßbrühe: Im Westen, aber auch in Asien, setzen die Regierungen beim Automobil, einem der Haupt-Bereiche, für welche Öl gebraucht wird, immer stärker auf Strom als Energieträger. Das Elektroauto kommt also so sicher, wie der "Allah ist Groß-Ruf" in den saudischen Moscheen.

Nach Dubaier Vorbild will auch Saudi-Arabien für seine Megacity bis zu 50 künstliche Inseln aufschütten und zahlreiche Luxushotels bauen, wohin man zahlungskräftige Touristen vor allem aus dem Westen locken möchte.

Bleibt nur die Frage, ob die wirklich kommen wollen. Urlaub in einem Land, wo Dieben Arme oder Beine amputiert werden, Menschen künstlich als Strafe querschnittsgelähmt werden oder geblendet, also blind gemacht werden, klingt nicht gerade nach Wellness, Spa und Erholungsurlaub. (3)

Einzelnachweise

(1) The Matrix, in: Wikipedia.

(2) Saudi-Arabien, in: Wikipedia.

(3) Saudi-Arabien Strafen: Querschnittslähmung, Augen amputiert, Beine abgehackt, von Ringo Later, in: kriegsberichterstattung.com vom 22.01.2015. Abgerufen am 24.10.2017.

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