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NASA und Kopernikus zeigen Bilder wie antarktischer Riesen-Eisberg über Jahre abbricht

So sieht die Bruchstelle des Mega-Eisberges in der Antarktis aus. (Bild: CBS)

Es sind spektakuläre Satelliten-Bilder, welche die NASA als auch das Europäische Weltraum-Forschungsprojekt Kopernikus zeigen: Wie über Jahre eine monströse Platte Eis immer weiter von der Antarktis abbricht.

Die Bilder wurden von einem Satelliten in den Jahren 2006 bis 2017 aufgenommen und zwar exakt bis zum Tag der kompletten Eisplatten-Trennung. (Quelle 1)

Der nun weggebrochene Eisberg geht bis zu 500 Meter in die Tiefe und ist 175 Kilometer lang. Eine Gefahr für die Menschen stellt er nicht da. Derzeit gehen Geologen davon aus, dass er sich bis zu 1500 Kilometer an Argentinien nähert und dann einfach im Meer schmilzt. Täglich bewegt sich das riesige Stück Eis gut 10 Kilometer von der Antarktis weg.

Die NASA konnte das geologische Schauspiel mit einem Aqua-Satelliten in Zeitraffer filmen. Das EU-Projekt Kopernikus nutzte hierfür wiederum seine Satelliten. Im Fachjargon lief das Projekt unter dem Namen "European Space Agency's Copernicus Sentinel-1 mission".

Doch nicht nur die NASA oder Kopernikus brillierten in diesem Stück Zeitdokumentation. Auch Wissenschaftler des britischen Forschungs-Projektes Midas waren mit von der Partie.

Die Mühe wird nun für alle Wissenschaftler und Geldgeber belohnt:

Noch nie zuvor wurde so exakt die Geburt eines Mega-Eisberges parallel abfotografiert, beziehungsweise gefilmt.

Der Eisberg ist größer als Berlin

Der Eisberg wiegt galaktische 1,1 Billionen Tonnen. Das Teil hat Ausmaße, größer als ganz Berlin.

Der Name des neuen Eisriesen lautet recht schlicht: Er wird von Geologen lediglich als "Larsen C" bezeichnet. (Quelle: 2)

Erstmals beobachteten Geologen vor gut 50 Jahren, dass sich an der Antarktis ein Riss an einer Stelle auftat. Dann passierte aber über Jahrzehnte nichts, erklärte die US-Weltraumbehörde NASA.

Erst ab 2006 ließ sich über Satelliten beobachten, wie sich die gigantische Eisplatte immer stärker vom Festland der Antarktis wegbewegte, um dann schließlich im Juli 2017 ganz wegzubrechen.

Ein Schauspiel in einer Größenordnung, das in den nächsten Jahrzehnten wohl so schnell nicht mehr zu beobachten sein wird.

Einzelnachweise:

1. "NASA Images Show Gradual Separation of Massive New Antarctic Iceberg", von By Calla Cofield, in: space.com vom 13. Juli 2017.

2. "Huge iceberg breaks off Antarctic ice shelf”, von CBS News auf Youtube vom 12. Juli 2017.

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